Bild: Polizei Münster Das Foto zeigt den ausgebrannten Pkw
Cold Case Suleyman D. in Greven: Polizei sucht erneut Zeugen
Mehr als zehn Jahre nach dem Tod des damals 44-jährigen Suleyman D. nehmen Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen erneut in den Fokus. Eine neue Mordkommission rollte den Cold Case Suleyman D. in Greven im Jahr 2025 vollständig neu auf. Fortschreitende Technik, bessere Auswertungsmöglichkeiten und neue Ermittlungsergebnisse führten zu weiteren Spuren und Erkenntnissen.
Die Ermittler hoffen nun, dass sich Zeugen oder andere Auskunftspersonen nach mehr als zehn Jahren gegenüber der Polizei öffnen. Weitere aktuelle Meldungen aus Nordrhein-Westfalen finden Leser im Bereich NRW-Nachrichten.
Joggerin entdeckte ausgebranntes Fahrzeug am Kanal
Am 18. Februar 2015 entdeckte eine Joggerin am Dortmund-Ems-Kanal in Greven ein ausgebranntes Fahrzeug. Der Fundort lag in der Nähe eines Motocross-Platzes. Die Joggerin verständigte daraufhin die Polizei.
Im Fahrzeug lagen menschliche Überreste. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem Verstorbenen um den Fahrzeughalter handelte. Die Polizei identifizierte den Mann als den damals 44-jährigen Suleyman D. aus Greven.
Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Schnell rückten zwei Männer aus Lengerich und Münster in den Fokus. Die Polizei ging damals von einem Raubmord aus. Ermittler nahmen beide Männer fest, anschließend kamen sie in Untersuchungshaft.
Oberlandesgericht hob Haftbefehle auf
Im Juni 2015 hob das Oberlandesgericht Hamm die Haftbefehle auf. Das Gericht sah Zweifel an einem dringenden Tatverdacht und entließ beide Männer aus der Untersuchungshaft. Die Mordkommission setzte ihre Arbeit an dem Fall mit Hochdruck fort.
Im Januar 2017 stellte die Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ den Fall vor. Zahlreiche Menschen meldeten sich daraufhin mit Hinweisen. Den erhofften Durchbruch brachten diese Angaben jedoch nicht. Weitere Fälle und öffentliche Suchaufrufe bündelt Blaulicht-Report in der Rubrik Fahndung.
Die Staatsanwaltschaft Münster setzte im Zusammenhang mit dem Fall eine Belohnung von 5.000 Euro für sachdienliche Hinweise aus. Diese Belohnung gilt weiterhin.
Neue Mordkommission rollt den Cold Case neu auf
Im Jahr 2025 nahmen die Ermittler den Cold Case Suleyman D. in Greven erneut vollständig unter die Lupe. Das Polizeipräsidium Münster richtete dafür eine neue Mordkommission unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Stefan Roling ein.
Moderne Technik, verbesserte Auswertungsmöglichkeiten und neue Ermittlungsergebnisse lieferten weitere Spuren und Erkenntnisse. Nach Einschätzung der Ermittler könnten bereits im Jahr 2015 befragte Zeugen oder Auskunftspersonen damals falsche Angaben gemacht haben. Falls diese Angaben strafrechtliche Bedeutung hatten, greift mittlerweile die Verjährung.
Polizei und Staatsanwaltschaft hoffen deshalb, dass sich betroffene Personen jetzt öffnen und ihr Wissen mitteilen. Die Mordkommission sieht die Chance, neue Bewegung in den Fall zu bringen. Weitere überregionale Polizeimeldungen stehen im Bereich Deutschland.
Diese Fragen richtet die Mordkommission an die Öffentlichkeit
- Wer kann Angaben zum Tod von Suleyman D. im Jahr 2015 machen?
- Wer kann Angaben zum Aufenthalt von Suleyman D. am 16. und 17. Februar 2015 – Rosenmontag und Veilchendienstag – machen?
- Wer machte am Dortmund-Ems-Kanal in Greven, nahe dem Motocross-Platz im Bereich der Guntruper Straße, verdächtige Beobachtungen?
Für die letzte Frage konzentrieren sich die Ermittler auf den Zeitraum zwischen Dienstag, 17. Februar 2015, 17 Uhr, und Mittwoch, 18. Februar 2015, 4 Uhr.
Polizei Münster nimmt Hinweise entgegen
Wer Hinweise zum Cold Case Suleyman D. in Greven geben kann, erreicht die Polizei Münster unter der Telefonnummer 0251 275-2241. Informationen zur zuständigen Behörde bietet auch die offizielle Internetseite der Polizei Münster zum Tötungsdelikt in Greven.
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Erstellt mit Hilfe von KI
