Im Rhein-Lahn-Kreis steht im November eine besondere Veranstaltung an. Sie findet im Rahmen von Orange the World 2026 statt. Dabei geht es um Gewalt gegen Frauen, Frauenrechte und Menschenwürde.
Am Freitag, 13. November 2026, lädt das Jugendkulturzentrum Lahnstein zu einer szenischen Lesung ein. Sie trägt den Titel „Wie man ein Schmetterling wird“. Im Mittelpunkt steht die Geschichte von Reyhaneh Jabbari.
Die Geschichte von Reyhaneh Jabbari
Reyhaneh Jabbari war erst 19 Jahre alt. Die Studentin wehrte sich gegen den versuchten sexuellen Übergriff eines ehemaligen iranischen Geheimdienstmitarbeiters. Dabei stach sie den Angreifer nieder.
Im Jahr 2007 wurde Reyhaneh verhaftet. Anschließend wurde sie nach einem Prozess zum Tode verurteilt. Sie verbrachte sieben Jahre im Todestrakt.
International gab es zahlreiche Proteste gegen das Todesurteil. Dennoch wurde Reyhaneh Jabbari im Jahr 2014 hingerichtet.
Ihre Geschichte bewegte Menschen auf der ganzen Welt. Zudem wurde sie zu einem Symbol für Frauenrechte und den Widerstand gegen die Todesstrafe.
Mutter erzählt die Geschichte ihrer Tochter
Reyhanehs Mutter Shole Pakravan schrieb gemeinsam mit Regisseurin Steffi Niederzoll ein Buch. Es trägt den Titel „Wie man ein Schmetterling wird: Das kurze, mutige Leben meiner Tochter Reyhaneh Jabbari“.
Darin erzählt die Mutter vom Schicksal ihrer Tochter. Außerdem geht es um Freiheit, Gerechtigkeit und die Würde des Menschen.
Das Buch erinnert jedoch nicht nur an Reyhanehs tragisches Schicksal. Vielmehr soll ihre Geschichte auch Mut machen. Sie zeigt den Einsatz einer jungen Frau für Wahrheit und Frauenrechte.
Szenische Lesung im Jugendkulturzentrum Lahnstein
Bei der Veranstaltung in Lahnstein bringen zwei Darstellerinnen die Geschichte auf die Bühne. Edgitha Stork übernimmt die Rolle von Reyhaneh. Gabi Uhl spielt ihre Mutter Shole.
Die szenische Lesung dauert rund eine Stunde. Dabei treffen Theater und Dokumentation aufeinander. Gleichzeitig setzt der Abend ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.
Reyhanehs Geschichte gilt außerdem als Vorbote der späteren Proteste im Iran. Diese wurden durch die Losung „Frauen, Leben, Freiheit“ weltweit bekannt.
Geschichte wurde auch verfilmt
Das Buch bildete die Grundlage für den Dokumentarfilm „Sieben Winter in Teheran“. Auch der Film erzählt die Geschichte von Reyhaneh Jabbari.
Der Dokumentarfilm entwickelte sich ebenfalls zu einem wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Todesstrafe. Im Jahr 2023 erhielt „Sieben Winter in Teheran“ bei der Berlinale eine Auszeichnung.
Orange the World 2026 im Rhein-Lahn-Kreis
Die Lesung gehört zur Kampagne Orange the World 2026 im Rhein-Lahn-Kreis. Mehrere Einrichtungen arbeiten dafür zusammen.
Dazu gehören das Jugendkulturzentrum Lahnstein und das Bündnis für FrauenSchutz. Auch die Gleichstellungsstelle des Rhein-Lahn-Kreises beteiligt sich an der Veranstaltung.
Der Abend erinnert an Reyhaneh Jabbari. Gleichzeitig setzen die Veranstalter ein Zeichen gegen die Todesstrafe und gegen Gewalt an Frauen. Dabei richtet sich die Botschaft nicht nur auf den Iran, sondern auf Frauen weltweit.
Termin und Veranstaltungsort
Termin: Freitag, 13. November 2026, um 18 Uhr
Ort: Jugendkulturzentrum Lahnstein, Wilhelmstraße 59, 56112 Lahnstein
Eintritt: Der Eintritt ist frei.
Anmeldungen nimmt das Jugendkulturzentrum Lahnstein entgegen. Ansprechpartnerin ist Nasstaran Houshmand. Interessierte erreichen sie telefonisch unter 02621 914 602.
Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.
