Orkantief Manja trifft Deutschland: Sturm mit bis zu 120 km/h
Deutschland. Kaum hat sich die Wetterlage nach dem Herbststurm Luise etwas beruhigt, folgt bereits das nächste kräftige Sturmtief. Das Orkantief Manja sorgt am Sonntag, 25. Oktober 2026, in weiten Teilen Deutschlands für stürmisches Wetter. Besonders an den Küsten und in höheren Berglagen drohen schwere Sturm- und Orkanböen. Außerdem müssen sich zahlreiche Regionen auf kräftigen Regen und örtliche Gewitter einstellen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt deshalb vor erheblichen Windgeschwindigkeiten. Während im Binnenland vielerorts Böen bis 70 km/h auftreten können, sind an der Nordsee und auf exponierten Bergen sogar Geschwindigkeiten um 120 km/h möglich. Auf dem Brocken werden teilweise noch höhere Werte erwartet.
Orkantief Manja: Neuer Herbststurm nach Luise
Bereits am Freitag und Samstag hatte das vorherige Sturmtief für erhebliche Probleme gesorgt. Dabei wurden Bäume entwurzelt, Straßen blockiert und Gebäude beschädigt. Zudem mussten Feuerwehr und Polizei in verschiedenen Bundesländern ausrücken.
Über die Folgen berichteten wir bereits ausführlich in unserem Artikel Sturm Luise verwüstet Teile Deutschlands.
Mit dem Orkantief Manja setzt sich das unbeständige Herbstwetter nun fort. Das Tief zieht über den Bereich der nördlichen Nordsee weiter in Richtung Skandinavien. Deutschland liegt dabei im Einflussbereich seiner Ausläufer und seines Sturmfeldes. Dadurch frischt der Wind erneut kräftig auf.
Orkantief Manja: Wo die stärksten Böen drohen
Besonders gefährdet sind die Nordseeküste, die Ostseeküste sowie exponierte Hochlagen der Mittelgebirge. Allerdings kann der Wind auch abseits dieser Gebiete gefährliche Geschwindigkeiten erreichen.
Nordsee und Ostsee besonders betroffen
An der Nordsee rechnet der DWD mit schwerem Sturm sowie örtlich mit orkanartigen Böen oder Orkanböen zwischen 100 und 120 km/h. An der Ostsee sind ebenfalls Sturmböen möglich. Darüber hinaus können einzelne kräftige Schauer den Wind vorübergehend zusätzlich verstärken.
Die Intensität des Orkantiefs Manja unterscheidet sich allerdings deutlich zwischen den einzelnen Regionen. Deshalb sind nicht überall Orkanböen zu erwarten.
Brocken, Eifel und Schwarzwald im Fokus
Auch die Mittelgebirge stehen im Fokus der Meteorologen. Besonders auf dem Brocken im Harz sowie in exponierten Höhenlagen können außergewöhnlich starke Böen auftreten. Außerdem sind im Schwarzwald und in weiteren Bergregionen schwere Sturmböen möglich.
Vor allem Wanderer und Ausflügler sollten deshalb vorsichtig sein. Denn herabfallende Äste, umstürzende Bäume und herumfliegende Gegenstände können gefährlich werden.
Sturmwarnung für Rheinland-Pfalz und die Region Koblenz
Das Orkantief Manja beeinflusst ebenfalls Rheinland-Pfalz und das Saarland. Nach Angaben des DWD treten am Sonntagmorgen verbreitet stürmische Böen um 70 km/h auf. Im Bergland sind zudem Sturmböen um 80 km/h möglich. In besonders exponierten Lagen können vereinzelt sogar schwere Sturmböen um 95 km/h auftreten.
Auch im Raum Koblenz, im Landkreis Mayen-Koblenz und in der Eifel sollten Bürger deshalb aufmerksam bleiben. Insbesondere auf freien Flächen, an Waldrändern und in höheren Lagen können starke Böen problematisch werden.
Während der Wind am Vormittag zeitweise nachlässt, erwarten die Meteorologen ab dem Mittag erneut eine Windzunahme. Erst gegen Sonntagabend soll sich die Lage allmählich entspannen.
Weitere regionale Entwicklungen finden Leser in unseren Nachrichten aus Koblenz und Mayen-Koblenz sowie in unserer Rubrik Rheinland-Pfalz.
Orkantief Manja bringt auch kräftigen Dauerregen
Neben dem Sturm kann Orkantief Manja zusätzlich erhebliche Regenmengen verursachen. Besonders in den westlichen, zentralen und südlichen Mittelgebirgen fällt stellenweise länger anhaltender Regen.
Der DWD erwartet in Staulagen verbreitet Niederschlagsmengen zwischen 30 und 50 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 12 bis 24 Stunden. Im Schwarzwald können örtlich sogar rund 70 Liter innerhalb eines Tages zusammenkommen.
Auch in Rheinland-Pfalz besteht regional die Gefahr von Dauerregen. In Weststaulagen sind örtlich 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter innerhalb von zwölf Stunden möglich. Deshalb können kleinere Gewässer anschwellen und Straßenabschnitte vorübergehend überflutet werden.
Zusätzlich sind vor allem im Norden und teilweise in der Mitte Deutschlands einzelne kurze Graupelgewitter möglich. Diese können wiederum von kräftigen Sturmböen begleitet werden.
Gefahr durch umstürzende Bäume und herumfliegende Gegenstände
Wie gefährlich Herbststürme werden können, zeigte sich bereits während des vorherigen Unwetters. In Nastätten im Rhein-Lahn-Kreis wurden zwei Menschen schwer verletzt, nachdem eine Metalltraverse umgestürzt war.
Weitere Informationen dazu gibt es in unserem Bericht über die Schwerverletzten nach dem Einsturz in Nastätten.
Auch während des Orkantiefs Manja können umstürzende Bäume, abgerissene Äste oder beschädigte Gebäudeteile gefährlich werden. Darüber hinaus sind Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr möglich.
Aktuelle Entwicklungen veröffentlichen wir außerdem in unseren Rubriken Verkehrsmeldungen und Deutschland-Nachrichten.
So sollten sich Bürger während des Sturms verhalten
Damit es möglichst nicht zu Verletzungen kommt, sollten Bürger einige Sicherheitsmaßnahmen beachten. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt insbesondere folgende Vorsichtsmaßnahmen:
- Lose Gegenstände auf Balkonen, Terrassen und in Gärten sichern.
- Wälder, Parks und Bereiche mit alten Bäumen möglichst meiden.
- Fenster und Türen während kräftiger Sturmböen geschlossen halten.
- Abstand zu Baugerüsten, beschädigten Gebäuden und Stromleitungen halten.
- Bei Autofahrten mit plötzlich auftretenden Seitenwindböen rechnen.
- Überflutete Straßen und Unterführungen nicht durchfahren.
- Aktuelle amtliche Wetterwarnungen regelmäßig kontrollieren.
Weitere Hinweise bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Wann lässt Orkantief Manja wieder nach?
Nach den aktuellen Prognosen soll der Wind im Laufe des Sonntagabends allmählich nachlassen. In der Nacht zum Montag bleibt es allerdings an den Küsten und in höheren Berglagen teilweise noch stürmisch.
Am Montag, 26. Oktober, beruhigt sich die Wetterlage in vielen Regionen weiter. Dennoch können an der See und auf exponierten Bergen noch einzelne Sturmböen auftreten.
Wer sich über die weitere Entwicklung informieren möchte, findet die offiziellen Angaben im aktuellen Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienstes. Für Rheinland-Pfalz stellt der DWD außerdem einen regionalen Warnlagebericht bereit.
Fazit: Das Orkantief Manja bringt Deutschland einen weiteren stürmischen Herbsttag. Besonders die Küsten und das Bergland sind betroffen. Aber auch Rheinland-Pfalz muss sich auf kräftige Böen und regional starken Regen einstellen. Da sich Warnungen kurzfristig ändern können, sollten Bürger die weitere Wetterentwicklung aufmerksam verfolgen.
Stand: 25. Oktober 2026, 08:00 Uhr. Grundlage sind die Warnlageberichte des Deutschen Wetterdienstes. Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Die Informationen wurden redaktionell aufbereitet.
