Parasiten-Ausbruch in den USA: Hunderte Menschen leiden unter starkem Durchfall
USA. In den Vereinigten Staaten breitet sich derzeit eine durch einen mikroskopisch kleinen Parasiten verursachte Darmerkrankung aus. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden bis zum 9. Juli 2026 insgesamt 843 bestätigte Infektionen aus 31 Bundesstaaten gemeldet. 86 Betroffene mussten im Krankenhaus behandelt werden. Todesfälle wurden bislang nicht registriert.
Auslöser der Erkrankung ist der Parasit Cyclospora cayetanensis. Er befällt den Dünndarm und kann eine sogenannte Cyclosporiasis verursachen. Typische Beschwerden sind häufiger und wässriger Durchfall, Bauchkrämpfe, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust sowie starke Müdigkeit. Teilweise beschreiben Mediziner den Durchfall als besonders plötzlich und heftig.
Infektionen wurden innerhalb der USA erworben
Nach bisherigen Erkenntnissen hatten sich die erkrankten Personen innerhalb der Vereinigten Staaten angesteckt. Die Betroffenen berichteten demnach nicht von einer Auslandsreise in den 14 Tagen vor Beginn ihrer Beschwerden. Das Alter der Erkrankten reicht von fünf bis 88 Jahren.
Die Behörden beobachten außerdem, dass mehrere Regionen zuletzt deutlich mehr Infektionen registrierten als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Eine konkrete gemeinsame Infektionsquelle wurde bislang jedoch noch nicht eindeutig festgestellt.
Übertragung vermutlich durch Lebensmittel oder Wasser
Cyclospora verbreitet sich vor allem über Lebensmittel oder Trinkwasser, die mit menschlichen Ausscheidungen verunreinigt wurden. In der Vergangenheit standen Ausbrüche in den USA häufig mit frischem Obst, Gemüse, Salat oder Kräutern in Verbindung.
Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch gilt dagegen als unwahrscheinlich. Der ausgeschiedene Parasit muss zunächst einige Zeit in der Umwelt reifen, bevor er andere Menschen infizieren kann.
Beschwerden können mehrere Wochen anhalten
Die ersten Symptome treten häufig etwa eine Woche nach der Ansteckung auf. Ohne eine geeignete Behandlung können sie mehrere Wochen oder sogar länger anhalten. Zudem können die Beschwerden zwischenzeitlich abklingen und anschließend erneut auftreten.
Besonders problematisch ist der starke Flüssigkeitsverlust. Dieser kann insbesondere für Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich werden. Wer über einen längeren Zeitraum unter starkem oder wässrigem Durchfall leidet, sollte deshalb ärztliche Hilfe suchen.
Behörden empfehlen gründliche Lebensmittelhygiene
Verbraucher sollten frisches Obst, Gemüse, Salat und Kräuter vor dem Verzehr gründlich unter fließendem Wasser reinigen. Allerdings weisen Fachleute darauf hin, dass sich das Infektionsrisiko durch Waschen zwar verringern, aber nicht vollständig ausschließen lässt.
Die amerikanischen Gesundheitsbehörden untersuchen weiterhin mögliche Krankheitscluster und Lieferketten. Bislang wurde jedoch kein bestimmtes Produkt als alleinige Ursache des aktuellen Geschehens benannt.
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