Daten-Gau in Berlin
Berlin. Ein einziger Klick auf den Link in einer Phishing-Mail soll den folgenschweren Hackerangriff auf Teile der Berliner Verwaltung ermöglicht haben. Demnach soll ein Mitarbeiter der Senatsverkehrsverwaltung die Nachricht geöffnet und damit den Angreifern unbemerkt Zugang zu den IT-Systemen verschafft haben.
Der Senat bestätigt diesen konkreten Ablauf bislang allerdings nicht. Eine Sprecherin erklärte, dass noch keine gesicherten Erkenntnisse zur Ursache vorlägen. Die Untersuchungen und strafrechtlichen Ermittlungen dauern demnach weiterhin an.
Angreifer erbeuteten 1,44 Millionen Dateien
Der Berliner Hackerangriff durch Phishing-Mail soll am 7. August 2026 begonnen haben. Bis zum 12. August konnten die Täter offenbar unbemerkt auf Teile des Berliner Landesnetzes zugreifen. Nach übereinstimmenden Berichten erbeuteten sie rund 1,44 Millionen Dateien mit einem Gesamtvolumen von 5,8 Terabyte.
Betroffen waren die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Weitere aktuelle Meldungen aus der Hauptstadt finden Leser in unserer Rubrik Berlin.
Die Hackergruppe „Rhysida“ bekannte sich zu dem Angriff. Sie forderte Berichten zufolge ein Lösegeld in Höhe von 30 Bitcoin, das damals einem Wert von ungefähr zwei Millionen Euro entsprach. Nachdem das Land Berlin die Forderung nicht erfüllte, veröffentlichte die Gruppe große Datenmengen im Darknet.
Sensible Informationen landeten im Darknet
Unter den veröffentlichten Unterlagen befinden sich nach bisherigen Erkenntnissen auch personenbezogene Daten, Zugangsinformationen und sicherheitsrelevante Dokumente. Berichte nennen unter anderem Informationen zu Notfallplänen, Gefängnissen, Wasserwerken, Heizkraftwerken, Tanklagern, Umspannwerken, Rüstungsunternehmen und zur Bundeswehr.
Der Berliner Hackerangriff durch Phishing-Mail könnte deshalb weitreichende Folgen haben. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt im Zusammenhang mit dem Datenabfluss vor weiteren gezielten Cyberangriffen und Phishing-Versuchen. Kriminelle könnten gestohlene Informationen nutzen, um Betroffene glaubwürdig zu täuschen oder sich als andere Personen auszugeben.
Angriff fiel zunächst als vermeintliche Störung auf
Die Berliner Verwaltung erkannte die Attacke nach offiziellen Angaben am 14. August. Zunächst soll eine Störungsmeldung an einem Server eingegangen sein, der Benutzerzugriffe auf das Netzwerk steuert. Erst das zuständige IT-Notfallteam erkannte Hinweise auf einen größeren Sicherheitsvorfall.
Berlin trennte die beiden betroffenen Senatsverwaltungen anschließend vom Landesnetz. Das Landeskriminalamt, die Staatsanwaltschaft und das BSI nahmen Ermittlungen beziehungsweise Untersuchungen auf. Das Land veröffentlichte auf seinem offiziellen Hauptstadtportal weitere Informationen zum Angriff auf das Landesnetz.
Aufarbeitung dauert weiterhin an
Beschäftigte prüfen die veröffentlichten Dateien und sollen mögliche Betroffene abhängig vom festgestellten Risiko informieren. Bundesbehörden unterstützen Berlin bei der Auswertung. Systeme des Bundes waren nach dem zuletzt veröffentlichten Kenntnisstand nicht direkt betroffen.
Ob tatsächlich allein ein angeklickter Link den Berliner Hackerangriff durch Phishing-Mail ermöglichte, müssen die laufenden Untersuchungen klären. Der Fall zeigt jedoch, welche Folgen eine täuschend echt gestaltete Nachricht und unzureichend geschützte Zugangsdaten auslösen können.
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Erstellt mit Hilfe von KI
