147 Tier-Einsätze an einem Tag!
Die Polizei im Märkischer Kreis meldet eine außergewöhnlich hohe Zahl an Tier-Einsätzen. Bis heute Mittag mussten Polizeibeamte bereits 147-mal wegen Tieren tätig werden. Dabei reichte die Bandbreite von entlaufenen Nutztieren über verletzte Vögel bis hin zu ausgesetzten Haustieren.
Kühe und Kalb bei Herscheid von der Straße geholt
In Herscheid grasten vier Kühe und ein Kalb an der Verbindungsstraße zwischen Hüinghausen und Wellin unmittelbar am Fahrbahnrand. Polizeibeamte brachten die Tiere vorsichtig von der Straße weg und sicherten den Bereich am Waldrand. Dort blieben die Huftiere unter Aufsicht, bis ihr Besitzer sie abholte.
Verletzte und ausgesetzte Tiere beschäftigen die Polizei
Aus Kierspe ging eine Meldung über einen verletzten Vogel ein. Die Polizei stellte daraufhin den Kontakt zum Tierschutz her. In Lüdenscheid-Pöppelsheim irrten mehrere Schafe über die Straße und sorgten für eine Gefahrenlage im Verkehr.
Weniger erfreulich verlief ein Einsatz in Iserlohn. An der Westfalenstraße fanden Einsatzkräfte eine überfahrene Katze. Das Tier war bereits tot.
Am Montagabend kurz nach 22 Uhr entdeckte eine Zeugin gegenüber dem Burggymnasium in Altena einen verletzten Turmfalken. Der Greifvogel saß an Containern und wurde anschließend an einen Fachmann für Greifvögel vermittelt.
Bereits am Sonntag wurde eine junge ausgesetzte Katze am Rastplatz an der A45 gemeldet. In Meinerzhagen sorgten zudem zwei ausgebüxte Ponys für einen weiteren tierischen Einsatz in der Nacht.
Polizei arbeitet mit Jägern und Tierschutz zusammen
Die Polizei weist darauf hin, dass verletzte Wildtiere grundsätzlich an die zuständigen Jagdausübungsberechtigten gemeldet werden. Entlaufene Haustiere wie Hunde nehmen die Beamten in Obhut oder übergeben sie an den Tierschutzverein, bis die Eigentümer ermittelt werden können.
Warnung vor Wildwechsel und Hitzegefahr
Angesichts der zahlreichen Einsätze appelliert die Polizei an alle Verkehrsteilnehmer, besonders aufmerksam auf Wildwechsel zu achten. Taucht ein Reh am Straßenrand auf, können weitere Tiere folgen und plötzlich die Fahrbahn kreuzen.
Außerdem erinnert die Polizei daran, Tiere niemals in einem heißen Fahrzeug zurückzulassen. Besonders Hunde können die hohen Temperaturen deutlich schlechter ausgleichen als Menschen. Bereits nach kurzer Zeit können lebensgefährliche Situationen entstehen.
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