Graffiti-Sprayer in Blankenfelde festgenommen: Bundespolizei stoppt nächtliche Aktion an S-Bahn
Blankenfelde/Mahlow. In der Nacht zu Sonntag nahm die Bundespolizei vier Tatverdächtige vorläufig fest, nachdem Unbekannte mehrere abgestellte S-Bahn-Wagen am S-Bahnhof Blankenfelde großflächig besprüht hatten. Die Einsatzkräfte stellten die Verdächtigen wenig später in der Ortslage Mahlow. Insgesamt entstand an den betroffenen Zügen ein erheblicher Schaden, da die Täter eine Gesamtfläche von rund 180 Quadratmetern mit Farbe verunreinigten.
Triebfahrzeugführer meldet vermummte Gruppe an abgestellter S-Bahn
Gegen 1:30 Uhr informierte ein Triebfahrzeugführer der S-Bahn Berlin GmbH die Polizei über eine auffällige Situation: Demnach sollen zwölf vermummte Personen gerade vier Wagen einer abgestellten S-Bahn besprühen. Die alarmierten Kräfte der Bundespolizei rückten daraufhin umgehend aus und suchten die Umgebung nach möglichen Tatverdächtigen ab.
Vier Tatverdächtige in Mahlow gestellt
Im Zuge der Fahndung gelang es den Einsatzkräften, in Mahlow vier mutmaßliche Täter in einem Fahrzeug zu stellen. Bei den Festgenommenen handelt es sich um eine 22-jährige Frau sowie drei Männer im Alter von 27 und 28 Jahren. Auffällig: An der Kleidung der Personen stellten die Beamten deutliche Farbanhaftungen fest. Diese Spuren könnten in den weiteren Ermittlungen eine wichtige Rolle spielen.
Durchsuchung bringt Spraydose, Handschuhe und Technik ans Licht
Ein Bereitschaftsstaatsanwalt ordnete eine Durchsuchung des Fahrzeugs an. Dabei fanden die Einsatzkräfte unter anderem eine Spraydose, Stoffhandschuhe, mehrere Mobiltelefone, ein Fernglas sowie eine Kamera. Solche Gegenstände gelten bei Graffiti-Taten häufig als typisches Tatwerkzeug und könnten Hinweise auf weitere Beteiligte oder frühere Aktionen liefern.
Ermittlungen wegen Sachbeschädigung – weitere Täter flüchtig
Die Bundespolizei ermittelt nun gegen die vier polizeibekannten Personen sowie gegen weitere, bislang unbekannte und geflüchtete Tatverdächtige. Im Mittelpunkt steht der Verdacht der Sachbeschädigung. Parallel prüft die Bundespolizei im Rahmen der weiteren Ermittlungen, ob sie Gebühren für den polizeilichen Einsatz erheben kann. Damit könnten zusätzliche Kosten auf die Beteiligten zukommen.
Nach Abschluss der Maßnahmen wieder entlassen
Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen entließen die Beamtinnen und Beamten die vier Tatverdächtigen zunächst auf freien Fuß. Die Ermittlungen dauern an. Dabei wird auch entscheidend sein, ob die Bundespolizei weitere Personen aus der Gruppe identifizieren kann und ob sich ein Zusammenhang zu anderen Graffiti-Fällen im S-Bahn-Netz herstellen lässt.
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