Betrug nach Todesfall
Die Polizei Westerburg macht aktuell auf eine besonders perfide Betrugsmasche aufmerksam. Täter nutzen dabei gezielt die Situation von Hinterbliebenen aus und behaupten, verstorbene Angehörige hätten kurz vor ihrem Tod noch finanzielle Verpflichtungen eingegangen. In einem aktuellen Fall wurde ein Mann einige Monate nach dem Tod seiner Ehefrau von einer angeblichen Firma kontaktiert.
Angebliche Schulden der Verstorbenen
Nach Angaben des Geschädigten erklärte die vermeintliche Firma am Telefon, seine Ehefrau habe kurz vor ihrem Tod noch Verbindlichkeiten aufgenommen. Diese seien nun offen und müssten dringend beglichen werden. Gleichzeitig drohten die Anrufer mit einer Kontopfändung, falls der Betrag nicht zeitnah bezahlt werde.
Der Mann ließ sich zunächst auf die Forderung ein und überwies einen Geldbetrag, um die angebliche Pfändung abzuwenden. Erst als kurze Zeit später eine weitere Person mit einer ähnlichen Forderung Kontakt zu ihm aufnahm, wurde er misstrauisch.
Rechtsanwalt deckt Betrug auf
Der Geschädigte ließ die Forderung anschließend durch einen Rechtsanwalt überprüfen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich in beiden Fällen um einen Betrug nach Todesfall handelte. Die angeblichen Forderungen bestanden nicht.
Die Polizei weist darauf hin, dass solche Betrugsmaschen in unterschiedlichen Varianten auftreten können und vermutlich nicht nur regional stattfinden.
Polizei gibt wichtige Verhaltenstipps
Wie bei vielen anderen Betrugsarten rät die Polizei dringend zur Vorsicht. Betroffene sollten am Telefon grundsätzlich keine persönlichen Daten preisgeben und sich nicht zu schnellen Zahlungen drängen lassen.
- Geben Sie am Telefon keine persönlichen oder finanziellen Daten weiter.
- Notieren Sie sich Namen und Telefonnummern der Anrufer.
- Sprechen Sie mit Angehörigen oder Bekannten über solche Forderungen.
- Lassen Sie zweifelhafte Forderungen im Zweifel rechtlich prüfen.
Betrüger versuchen zudem häufig auch schriftlich, an persönliche Daten oder Geld zu gelangen. Daher sollten Bürger grundsätzlich kritisch bleiben und Forderungen sorgfältig überprüfen.
Polizei rät: Im Zweifel sofort melden
Bei Fragen oder wenn bereits ein Schaden entstanden ist, empfiehlt die Polizei, sich direkt an eine örtliche Polizeidienststelle zu wenden. Auch die Präventionsstelle des Polizeipräsidiums Koblenz steht für Auskünfte zur Verfügung.
Weitere Informationen und Hinweise zu Betrugsfällen finden Sie auch in unserem Bereich Fahndungen sowie in aktuellen Meldungen aus Deutschland und im Bereich News.
Offizielle Hinweise der Polizei sind zudem auf der Website des Polizei Rheinland-Pfalz sowie beim Programm Polizeiliche Kriminalprävention verfügbar.
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