Großschlag gegen Autodiebe-Bande
Den Ermittlungsbehörden ist ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen organisierte Kriminalität gelungen. Eine professionell agierende Autodiebe-Bande in NRW steht im Verdacht, zwischen Juli und Dezember 2025 mindestens zehn hochwertige Fahrzeuge entwendet zu haben. Die Polizei ging konzertiert gegen die Täter vor und setzte mehrere Haftbefehle durch.
Hochwertige SUVs und Wohnmobile im Visier
Die Täter konzentrierten sich gezielt auf teure Fahrzeuge. Besonders häufig verschwanden hochwertige SUV-Modelle wie der Toyota Landcruiser, der Toyota RAV4 sowie Fahrzeuge der Marke Lexus. Auch Wohnmobile gerieten ins Visier der Bande. Die Diebstähle ereigneten sich in zahlreichen Städten, darunter Haan, Neuss, Düsseldorf, Dortmund, Duisburg und Gelsenkirchen.
Damit zeigt sich erneut, wie mobil und organisiert eine Autodiebe-Bande in NRW agiert. Die Täter nutzten moderne Technik und spezialisiertes Werkzeug, um Fahrzeuge innerhalb kürzester Zeit zu entwenden.
Ermittlungen durch spezialisiertes Kriminalkommissariat
Das Kriminalkommissariat 15 der Kreispolizeibehörde Mettmann leitete die landesweiten Ermittlungen. Verdeckte operative Kräfte arbeiteten monatelang in einer eigens eingerichteten Ermittlungskommission. Der Verdacht richtete sich schließlich gegen fünf Männer im Alter von 25 bis 55 Jahren mit moldawisch-rumänischer Staatsangehörigkeit.
Der mutmaßliche Haupttäter lebte unangemeldet in Velbert, weitere Tatverdächtige hielten sich unter anderem in Dorsten und Wuppertal auf. Die Ermittler deckten zudem ein Netzwerk von Hehlern und Unterstützern auf.
Werkstatt und Spedition im Fokus
Nach aktuellem Stand manipulierten die Täter die elektronischen Schnittstellen der Fahrzeuge. Anschließend brachten sie die gestohlenen Autos in eine Werkstatt in Wuppertal. Dort soll ein 45-jähriger Werkstattinhaber gefälschte Fahrzeugidentifikationsnummern eingebracht haben.
Weitere Ermittlungen führten zu einer Speditionsfirma in Oberhausen. Zwei Brüder stehen im Verdacht, mindestens vier Fahrzeuge per Überseecontainer nach Georgien und Tadschikistan exportieren zu wollen. Die Autodiebe-Bande in NRW agierte damit offenbar international.
Durchsuchungen und Haftbefehle
Am Dienstag, dem 3. Februar 2026, vollstreckte die Polizei zahlreiche Durchsuchungsbeschlüsse in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Einsatzkräfte durchsuchten Wohnungen und Objekte in Velbert, Wuppertal, Essen, Oberhausen, Dorsten und Leidersbach.
Die Beamten stellten vier weitere mutmaßlich gestohlene Fahrzeuge sicher. Zusätzlich fanden sie Motoren, Fahrzeugteile, professionelles Diebeswerkzeug sowie zahlreiche Datenträger. Zwei Haftbefehle wurden vollstreckt, darunter gegen den Hauptverdächtigen aus Velbert.
Weitere Auswertungen der sichergestellten Beweismittel laufen. Die Polizei rechnet mit zusätzlichen Tatklärungen.
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Offizielle Informationen veröffentlicht unter anderem die Polizei NRW sowie die zuständigen Staatsanwaltschaften.
