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Polizist schlägt Jugendlichem vor laufender Kamera ins Gesicht

Polizist schlägt Jugendlichem vor laufender Kamera ins Gesicht

Bei einem Einsatz wegen einer Ruhestörung ist es zu einem Fall offenbar illegaler Polizeigewalt gekommen.
Die Göttinger Polizei spricht von einem „nicht akzeptablen Zwischenfall“ – ein Strafverfahren gegen mehrere Beamte läuft.

Ein Göttinger Polizist steht unter Verdacht, übertriebene Gewalt bei einem Einsatz wegen einer Ruhestörung angewendet zu haben. Im Netz kursiert ein Video des Vorfalls, an dessen Echtheit keine Zweifel bestehen, wie eine Polizeisprecherin dem SPIEGEL sagte.

 

Die eingesetzten Beamten stünden fest, gegen sie läuft ein Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt. Dieses führe aus Neutralitätsgründen eine andere Polizeidirektion. Die Göttinger Polizei sprach auf Twitter von einem „nicht akzeptablen Zwischenfall“.

 

Die Beamten waren nach Polizeiangaben am Donnerstag wegen einer Ruhestörung in die Wohnung eines 19-Jährigen gerufen worden. Ein Video zeigt, wie der Teenager mit einem der Beamten spricht, daraufhin schlägt der Polizist ihm mit der Hand ins Gesicht.

Die Sequenz ist nur 13 Sekunden lang, zeigt aber keinerlei körperliche Angriffe des 19-Jährigen. Ob dieser die Beamten zuvor seinerseits körperlich attackiert hatte, konnte die Sprecherin auf Anfrage nicht sagen. Auch das sei Gegenstand der Ermittlungen.

der Vorfall

 

Das Video existiert laut „Frankfurter Rundschau“, da der junge Mann zu dieser Zeit im Chatprogramm Discord eingeloggt war. Ein anderer Nutzer habe die Unterhaltung mit dem 19-Jährigen aufgezeichnet. Da das Mikrofon des 19-Jährigen ausgeschaltet gewesen sei, ist nicht zu hören, was er zu den Beamten sagt.

Bei den eingesetzten Beamten handelt sich laut der Sprecherin um Göttinger Polizisten. Man habe über die sozialen Medien von dem Video erfahren und „unverzüglich“ erste Ermittlungen eingeleitet.

So habe man dem Video einen konkreten Einsatz zugeordnet. Fraglich sei noch, welcher der Beamten den Schlag ausgeführt habe. Im Video sind aufgrund der Kameraposition weder Namensschilder noch Köpfe der Polizisten zu sehen

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