Raub in Münster: Fünf Minderjährige überfallen 64-Jährigen auf offener Straße
In der Nacht zu Mittwoch hat sich in Münster ein schwerer Raub in Münster ereignet. Fünf minderjährige Tatverdächtige sollen einen 64-jährigen Mann auf der „Kurzen Straße“ gemeinschaftlich überfallen haben. Die Polizei griff schnell ein und stellte alle Beteiligten kurze Zeit nach der Tat.
Täter bedrohen Opfer mit Messer und Pfefferspray
Nach Angaben des 64-jährigen Münsteraners war er gegen 22:10 Uhr zu Fuß unterwegs, als ihn zwei Jugendliche ansprachen und nach Geld fragten. Als der Mann die Forderung verneinte, eskalierte die Situation. Einer der Jugendlichen zog ein Pfefferspray, ein weiterer ein Messer. Unter dem Eindruck der massiven Bedrohung übergab das Opfer sein Portemonnaie.
Unmittelbar nach der Übergabe setzte einer der Täter Pfefferspray gegen den Mann ein. Gleichzeitig blockierten drei weitere Jugendliche die Straße und verhinderten eine Flucht. Der Raub in Münster erfolgte damit arbeitsteilig und gezielt.
Polizei stellt Tatverdächtige aus Niedersachsen
Alarmierte Einsatzkräfte reagierten schnell. Die Beamten fanden das weggeworfene Portemonnaie und stellten wenig später alle fünf Tatverdächtigen. Die Minderjährigen stammen aus Niedersachsen und wurden zur weiteren Sachbearbeitung auf eine Polizeiwache gebracht.
Ein 17-Jähriger mit montenegrinischer Staatsangehörigkeit, der das Pfefferspray eingesetzt haben soll, sowie ein 15-Jähriger mit gambischer Staatsangehörigkeit, der an der Blockade beteiligt war, mussten eine erkennungsdienstliche Behandlung über sich ergehen lassen.
Jugendamt und Eltern eingeschaltet
Zusätzlich informierte die Polizei das Jugendamt sowie die Eltern der beiden genannten Jugendlichen. Auch die Erziehungsberechtigten eines 13-Jährigen mit pakistanischer Staatsangehörigkeit, eines 13-Jährigen mit syrischer Staatsangehörigkeit und eines 11-Jährigen mit serbischer Staatsangehörigkeit erhielten entsprechende Mitteilungen.
Alle fünf Minderjährigen erwartet nun eine Strafanzeige wegen schweren Raubes. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizei Münster.
Weitere Informationen zu Polizeieinsätzen findest Du auch im Bereich News sowie in der Rubrik Deutschland.
Polizei warnt vor zunehmender Jugendkriminalität
Der aktuelle Raub in Münster zeigt erneut, dass auch Minderjährige vor schweren Straftaten nicht zurückschrecken. Die Polizei Nordrhein-Westfalen betont die Bedeutung schneller Meldungen und rät, bei Bedrohungen keine Gegenwehr zu leisten und umgehend den Notruf zu wählen. Präventionsangebote und konsequente Strafverfolgung sollen weitere Taten verhindern.
Weitere Hinweise zur Polizeiarbeit stellt die Polizei Nordrhein-Westfalen bereit.
