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Rettung aus Mendiger Tunnelstollen: Drei Heranwachsende verirren sich

8. Juli 2026 3 Minuten gelesen
Rettung aus Mendiger Tunnelstollen

Rettung aus den Mendiger Tunnelstollen: Drei Heranwachsende lösen Großeinsatz aus

Ein gefährlicher Ausflug in das unterirdische Tunnelsystem von Mendig hat am Mittwochnachmittag, 8. Juli 2026, einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst ausgelöst. Drei heranwachsende Männer aus Nordrhein-Westfalen betraten die Tunnelanlage unberechtigt und verloren anschließend die Orientierung. Weil sie keinen Ausweg mehr fanden, mussten Einsatzkräfte eingreifen.

Feuerwehr rettet drei Männer aus den Tunnelstollen

Gegen 16:25 Uhr gingen die ersten Notrufe bei den Einsatzkräften ein. Daraufhin rückten die Feuerwehren aus Mendig und Bell sowie die Polizei Mayen und der Rettungsdienst in die Brauerstraße aus. Gleichzeitig unterstützte ein Experte des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität die Rettungsaktion. Gemeinsam suchten die Einsatzkräfte die weitläufigen Tunnelstollen ab und führten die drei Männer schließlich sicher zurück ins Freie.

Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen aller Beteiligten endete der Einsatz glücklicherweise ohne schwerwiegende Folgen. Die drei Heranwachsenden waren zwar leicht unterkühlt, benötigten jedoch keine weitere medizinische Behandlung.

Polizei leitet Strafverfahren ein

Nach Abschluss des Einsatzes leitete die Polizei gegen die drei Männer ein Strafverfahren ein. Darüber hinaus müssen sie damit rechnen, die Kosten des umfangreichen Feuerwehreinsatzes tragen zu müssen. Die Ermittlungen dauern derzeit an.

Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass das unbefugte Betreten der Tunnelanlagen erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Zusätzlich entstehen bei solchen Einsätzen oft hohe Kosten, wenn zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert werden müssen.

Tunnelanlagen bergen erhebliche Gefahren

Die historischen Tunnelstollen in Mendig faszinieren zwar viele Besucher, allerdings stellen sie gleichzeitig erhebliche Gefahren dar. Dunkelheit, niedrige Temperaturen, unübersichtliche Wege und fehlende Orientierung können bereits nach kurzer Zeit lebensgefährliche Situationen verursachen. Deshalb dürfen ausschließlich autorisierte oder geführte Personen die unterirdischen Bereiche betreten.

Die Polizei appelliert deshalb eindringlich an alle Interessierten, abgesperrte oder nicht freigegebene Tunnelanlagen nicht eigenmächtig zu betreten. Wer sich dennoch Zugang verschafft, gefährdet nicht nur das eigene Leben, sondern auch die Sicherheit der Einsatzkräfte, die im Ernstfall zur Rettung ausrücken müssen.

Weitere Nachrichten aus der Region

Weitere aktuelle Polizeimeldungen aus dem Landkreis Mayen-Koblenz finden Sie außerdem in unserer Rubrik Polizeimeldungen.

Lesen Sie außerdem weitere aktuelle Blaulichtnachrichten aus Deutschland auf unserem Partnerportal Police Report Worldwide.

Offizielle Informationen und Präventionshinweise veröffentlicht außerdem die Polizei Rheinland-Pfalz. Informationen rund um die Vulkanregion und die Mendiger Unterwelt finden Interessierte zudem auf der Internetseite der Stadt Mendig.

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