Im östlichen Westerwald kommt es immer wieder zu Wolfsrissen. Das Greifensteiner Rudel ist dort besonders aktiv. Das bereitet vielen Tierhaltern Sorgen.
Auch geschützte Schaf- und Ziegenherden waren bereits betroffen. Deshalb reagiert das Land Rheinland-Pfalz. Eine neue Förderung soll den Schutz der Tiere verbessern.
Neue Modellzone wegen Wolfsrissen im Westerwald
Das Land hat die Modell-Präventionszone Westerwald-Ost eingerichtet. Dort können Tierhalter Geld für neue Überwachungstechnik beantragen.
Dazu zählen zum Beispiel Wildkameras mit Sendefunktion. Auch andere geeignete Videotechnik kann gefördert werden.
Die Kameras sollen Weiden und Stallanlagen überwachen. Dadurch können Tierhalter schneller erkennen, wenn sich Wölfe ihren Tieren nähern.
Bis zu 1.500 Euro Förderung möglich
Die Höhe der Förderung hängt vom Tierbestand ab. Je nach Größe des Bestands sind 500, 750, 1.000 oder bis zu 1.500 Euro möglich.
Die Förderung gilt unter anderem für Halter von Schafen und Ziegen. Auch Halter von Rindern, Pferden, Gehegewild und Neuweltkameliden können einen Antrag stellen.
Weitere Informationen zur Förderung gibt es beim Land Rheinland-Pfalz.
Diese Gebiete im Westerwald sind betroffen
Die neue Modellzone umfasst fünf Verbandsgemeinden. Dazu gehören Rennerod, Bad Marienberg, Westerburg, Daaden-Herdorf und Betzdorf-Gebhardshain.
Das Gebiet liegt im geschätzten rheinland-pfälzischen Aktivitätsraum des Greifensteiner Rudels. Der gesamte Westerwald bleibt weiterhin Präventionsgebiet.
Kameras sollen Tierhalter schneller warnen
Die Technik soll vor allem bei der Überwachung helfen. So können Tierhalter schneller auf mögliche Wolfsaktivitäten reagieren.
Bei einer Warnung können sie anschließend geeignete Schutzmaßnahmen einleiten. Die Kameras sollen zudem Informationen über die Bewegungen der Wölfe liefern.
Damit ergänzt das Land die bisherigen Maßnahmen zum Herdenschutz. Die neue Technik ersetzt bestehende Schutzmaßnahmen jedoch nicht.
Wolfsrisse im Westerwald sorgen für Diskussionen
Die Wolfsrisse im Westerwald beschäftigen Tierhalter und Behörden schon länger. Dabei steht besonders das Greifensteiner Rudel im Fokus.
Auch juristisch sorgt das Thema für Auseinandersetzungen. Der Westerwaldkreis hatte eine Genehmigung zum Abschuss des Wolfs GW2478m erteilt. Zuvor soll das Tier mehrfach eingezäunte Schafe gerissen haben.
Die Naturschutzinitiative ging gegen diese Entscheidung vor. Ein Eilantrag beim Verwaltungsgericht Koblenz blieb zunächst ohne Erfolg. Anschließend legte die Initiative Beschwerde ein.
Online-Sprechstunde zur neuen Förderung
Das Koordinationszentrum Luchs und Wolf informiert auch über die neue Förderung. Dazu findet am 12. Oktober 2026 von 18 bis 19 Uhr eine kostenlose Online-Sprechstunde statt.
Im Mittelpunkt stehen fachliche Fragen zur neuen Modellzone und zum Herdenschutz. Die politische Diskussion über den Wolf soll dagegen kein Bestandteil der Veranstaltung sein.
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Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.
