McRib- Sammelklage: Verbraucher werfen McDonald’s Täuschung beim Kult-Burger vor
In den USA sorgt eine neue McRib-Klage für Ärger bei McDonald’s. Vier Kläger ziehen mit einer Sammelklage vor ein Bundesgericht im Norden des US-Bundesstaates Illinois. Sie sagen, McDonald’s habe Kunden über die Fleischsorte getäuscht. Und deshalb verlangen sie nun Konsequenzen.
Worum es in der McRib-Klage konkret geht
Die Kläger stören sich vor allem am Namen. „McRib“ klinge für viele nach Schweinerippenfleisch. Außerdem wirkt das Patty wie ein kleines Rippchen-Stück, weil die Form an Rippen erinnert. Genau das soll laut Klage Verbraucher in die Irre führen.
Laut Klageschrift soll der Burger jedoch kein echtes Schweinerippenfleisch enthalten. Stattdessen, so der Vorwurf, habe McDonald’s ein geformtes Patty aus günstigeren Schweinefleischbestandteilen verkauft. Die Kläger nennen dabei unter anderem Schulter sowie Innereien wie Herz, Kutteln und gebrühten Magen.
Das sagt McDonald’s zur Sammelklage
McDonald’s weist die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen spricht von haltlosen Behauptungen. McDonald’s betont außerdem, der McRib bestehe aus 100 Prozent Schweinefleisch. Und der Konzern erklärt, im Patty steckten weder Herz noch Kutteln noch gebrühter Magen.
Auf der offiziellen Produktseite beschreibt McDonald’s den McRib als gewürztes, entbeintes Schweinefleisch in BBQ-Sauce. Dazu kommen Zwiebeln und Gurken im Brötchen. Diese Beschreibung nutzt McDonald’s auch als Argument, weil sie aus Sicht des Unternehmens transparent wirkt. Mehr zur offiziellen McRib-Beschreibung
Warum der Burger so im Fokus steht
Der McRib kam in den USA bereits 1981 auf den Markt. Dort taucht er jedoch häufig nur zeitweise auf. Seit dem vergangenen November bot McDonald’s den Burger wieder in ausgewählten Filialen an. In Deutschland verkauft McDonald’s den McRib dagegen seit 1989 durchgehend.
Die McRib-Klage trifft also ein Produkt mit Kultstatus. Und genau dieser Hype macht den Streit zusätzlich laut. Denn viele Fans kaufen den Burger gerade wegen seiner Rückkehr. Gleichzeitig erwarten viele Kunden bei „Rib“ ein bestimmtes Stück Fleisch.
Wie es jetzt weitergehen könnte
Das Verfahren läuft vor einem Bundesgericht in Illinois. Dort muss sich nun zeigen, wie das Gericht die Produktbezeichnung bewertet. Informationen zum zuständigen Gericht findest Du auch beim United States District Court for the Northern District of Illinois. Offizielle Website des Gerichts
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