Schaf aus Erdloch gerettet
Radfahrer entdeckt verunglücktes Tier auf der Weserwiese
Der Löschzug Beverungen übernahm am Montag eine außergewöhnliche technische Hilfeleistung. Ein Radfahrer bemerkte ein Schaf, das in ein rund drei Meter tiefes Erdloch gestürzt war. Das Loch befand sich auf der Weserwiese nahe der Bevermündung. Vermutlich handelte es sich um einen verlassenen Dachsbau, der für das Tier zur gefährlichen Falle wurde.
Das Schaf konnte sich nicht mehr selbst befreien. Glücklicherweise befand sich der Eigentümer in unmittelbarer Nähe und erreichte kurze Zeit später die Einsatzstelle. Er kannte das Tier gut und wusste, wie er es sicher greifen konnte. Gemeinsam mit den Einsatzkräften befestigte er eine Feuerwehrleine am Körper des Schafs, um eine sichere Rettung vorzubereiten.
Einsatzkräfte ziehen das Tier behutsam aus der Tiefe
Der Löschzug rückte mit dem HLF 20 und der Drehleiter aus. Die Drehleiter verfügt über eine spezielle Funktion zur Rettung aus Schächten. Aufgrund der abgelegenen Position des Erdlochs ließ sich diese Technik jedoch nicht einsetzen. Stattdessen entschieden sich die Einsatzkräfte für eine bodengebundene Rettung.
Feuerwehr und Tierhalter zogen das Schaf gemeinsam und sehr vorsichtig aus der engen und tiefen Öffnung. Die Zusammenarbeit verlief reibungslos und das Tier reagierte ruhig, was die Rettung zusätzlich erleichterte. Nach rund einer Stunde war der Einsatz erfolgreich beendet.
Schaf bleibt unverletzt – Feuerwehr reinigt Ausrüstung
Zurück im Feuerwehrgerätehaus reinigten die Kräfte ihre Ausrüstung sowie die Fahrzeuge. Der feuchte Untergrund und die Tiefe des Erdlochs hatten die Materialien stark verschmutzt. Erste Einschätzungen ergaben, dass das Schaf den Unfall unverletzt überstanden hatte. Der Besitzer konnte es wohlbehalten wieder mitnehmen.
Weitere regionale Einsätze und Meldungen finden Interessierte auf blaulichtmyk.de/news/ sowie im Bereich Deutschland. Informationen und offizielle Warnhinweise stellt zudem die Polizei bereit.
