Schüsse in Köln: Zwei Tatorte innerhalb einer Stunde
In Köln sind in der Nacht zum Samstag (17. Oktober 2026) Schüsse auf ein Wohnhaus in Merkenich und ein Restaurant in Rodenkirchen abgegeben worden. Die Polizei stellte an beiden Tatorten mehrere Einschusslöcher fest. Außerdem sicherten Spezialisten Patronenhülsen. Nun ermittelt die Kriminalpolizei und sucht nach insgesamt vier bislang unbekannten Verdächtigen.
Ob die beiden Schussabgaben miteinander zusammenhängen, ist derzeit nicht bekannt. Allerdings ereigneten sich die Taten innerhalb von rund einer Stunde. Deshalb untersuchen die Ermittler auch die Hintergründe der Vorfälle.
Köln-Merkenich: Mehrere Schüsse auf Einfamilienhaus
Gegen 3.20 Uhr hörten Anwohner im Kölner Stadtteil Merkenich mehrere Knallgeräusche. Daraufhin verständigten sie die Polizei. Als die Einsatzkräfte eintrafen, entdeckten sie mehrere Einschusslöcher an einem Einfamilienhaus in der Nähe des Bellerkreuzwegs.
Zum Zeitpunkt der Schüsse befanden sich nach Angaben der Polizei keine Personen in dem Gebäude. Anschließend sollen zwei Männer über die Kolmarer Straße geflüchtet sein.
Polizei veröffentlicht Beschreibung der Verdächtigen
Der erste Tatverdächtige trug laut Zeugenaussagen ein dunkles Basecap, eine schwarze Jogginghose sowie schwarze Schuhe. Außerdem war er mit einer North-Face-Jacke mit Kapuze bekleidet und hatte ein Tuch über seine Nase gezogen.
Sein Begleiter war ebenfalls dunkel gekleidet. Er trug ein dunkles Kapuzenoberteil und weiße Turnschuhe. Darüber hinaus führte er eine dunkle Sporttasche mit sich.
Köln-Rodenkirchen: Restaurant am Maternusplatz beschossen
Etwa eine Stunde später gingen bei der Polizei weitere Meldungen über Schüsse ein. Dieses Mal betraf der Einsatz den Bereich des Maternusplatzes im Stadtteil Rodenkirchen.
Dort entdeckten die Beamten mehrere Einschusslöcher in der Glasfront eines Restaurants. Nach Angaben von Zeugen entfernten sich anschließend zwei dunkel gekleidete Personen auf grün-weißen E-Scootern. Dabei fuhren sie in Richtung Rhein.
Ob sich zum Zeitpunkt der Schüsse Menschen im Restaurant befanden, geht aus der bisherigen Polizeimitteilung nicht hervor. Ebenso liegen bislang keine bestätigten Angaben zu Verletzten vor.
Kriminalpolizei sichert Patronenhülsen an beiden Tatorten
Nach den Schüssen in Köln untersuchten Spezialisten der Spurensicherung sowohl das Wohnhaus in Merkenich als auch das Restaurant in Rodenkirchen. Dabei sicherten sie unter anderem Patronenhülsen, die nun für die weiteren Ermittlungen von Bedeutung sein könnten.
Die Kriminalpolizei hat die Untersuchungen übernommen. Neben der Identifizierung der vier gesuchten Personen müssen die Ermittler insbesondere die Hintergründe der beiden Taten klären. Ob zwischen den Vorfällen eine Verbindung besteht, ist bislang offen.
Polizei Köln bittet dringend um Zeugenhinweise
Die Polizei sucht Menschen, die in der Nacht zum Samstag verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Besonders wichtig sind Hinweise zu den beiden Männern im Bereich Bellerkreuzweg und Kolmarer Straße sowie zu den beiden Personen, die am Maternusplatz auf E-Scootern in Richtung Rhein flüchteten.
Wer Angaben zu den Schüssen, den Verdächtigen oder möglichen Fluchtwegen machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Köln unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu melden.
Weitere Informationen zur Polizeiarbeit bietet die Polizei Köln. Die ursprüngliche Mitteilung wurde über das Blaulicht-Presseportal verbreitet.
Quelle: Gemeinsame Mitteilung der Staatsanwaltschaft und Polizei Köln vom 17. Oktober 2026.
