Sicherheitsmitarbeiter soll Klubgast mit Schusswaffe bedroht haben
Berlin. In einem Nachtklub in Berlin-Mitte soll ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes einen 22-jährigen Gast mit einer Schusswaffe bedroht haben. Außerdem steht der 33-Jährige im Verdacht, dem Mann eine Zigarettenschachtel weggenommen zu haben. Die Kriminalpolizei ermittelt deshalb wegen eines schweren Raubes.
Vorfall in einem Nachtklub an der Alexanderstraße
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall in der Nacht zum Samstag, 5. September 2026. Der 22-Jährige hielt sich gemeinsam mit einer gleichaltrigen Begleitung in einem Nachtklub an der Alexanderstraße auf. Gegen 2 Uhr soll der 33-jährige Sicherheitsmitarbeiter die beiden Personen gewaltsam zu einem Fahrstuhl gebracht haben.
Dabei forderte er sie offenbar dazu auf, den Klub zu verlassen. Als der 22-Jährige im Fahrstuhl nach dem Grund für den Verweis fragte, soll die Situation jedoch eskaliert sein.
Sicherheitsmitarbeiter soll Gast mit dem Tod bedroht haben
Der Tatverdächtige soll dem jungen Mann die Mündung einer Schusswaffe an die Stirn gehalten haben. Gleichzeitig soll er gedroht haben, den 22-Jährigen zu töten, falls dieser den Nachtklub nicht verlasse.
Darüber hinaus soll der Sicherheitsmitarbeiter eine Zigarettenschachtel aus der Jackentasche des Gastes genommen haben. Anschließend mussten der 22-Jährige und seine Begleitung den Klub verlassen. Ob es zuvor einen Streit oder einen anderen Auslöser für den Verweis gegeben hatte, teilte die Polizei zunächst nicht mit.
In Berlin beschäftigten bewaffnete Straftaten die Ermittler zuletzt mehrfach. So berichteten wir bereits über einen Raubüberfall mit Messer in Berlin-Britz sowie über einen SEK-Einsatz in Berlin-Neukölln. Außerdem vollstreckten Ermittler im Zuge der Bekämpfung der Schusswaffenkriminalität zahlreiche Durchsuchungsbeschlüsse.
Polizei durchsucht den Nachtklub
Nachdem die Polizei alarmiert worden war, durchsuchten Einsatzkräfte die Räume des Nachtklubs. Allerdings fanden die Beamtinnen und Beamten die mutmaßlich verwendete Schusswaffe nicht. Deshalb müssen die weiteren Ermittlungen auch klären, ob es sich tatsächlich um eine scharfe Waffe handelte.
Den 33 Jahre alten Tatverdächtigen trafen die Einsatzkräfte noch vor Ort an. Sie stellten seine Identität fest und behandelten ihn erkennungsdienstlich. Danach durfte der Mann die Polizeidienststelle beziehungsweise den Einsatzort wieder verlassen. Eine Entlassung bedeutet jedoch nicht, dass das Verfahren beendet ist.
Kriminalpolizei der Direktion 5 übernimmt Ermittlungen
Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei der Direktion 5 (City). Dabei prüfen die Ermittler den genauen Ablauf der Nacht und werten möglicherweise vorhandene Beweismittel aus. Die Polizei machte zunächst keine Angaben dazu, ob Überwachungskameras den Vorfall aufgezeichnet haben.
Auch bei anderen schweren Straftaten spielen Videoaufnahmen und Zeugenaussagen häufig eine wichtige Rolle. Das zeigte sich beispielsweise bei der Fahndung nach einem bewaffneten Tankstellenräuber. Weitere Berliner Fälle betrafen unter anderem die Sicherstellung gefährlicher Gegenstände an Bahnhöfen und die Fahndung nach einem Tatverdächtigen in Berlin.
Wer selbst Opfer einer Straftat wird oder eine akute Gefahr beobachtet, sollte umgehend den Polizeinotruf 110 verständigen. Unterstützung bietet außerdem die Opferhilfe Berlin. Hinweise zum sicheren Feiern stellt die Polizei Berlin bereit.
Quelle: Polizei Berlin, Meldung Nr. 1126 vom 5. September 2026
Hinweis: Der Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.
