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Sommerhitze wird für Tiere zum Problem: Veterinäramt Westerwaldkreis appelliert an Tierhalter

8. Juli 2026 3 Minuten gelesen
Sommerhitze wird für Tiere zum Problem

Sommerhitze wird für Tiere zum Problem!

Die anhaltende Sommerhitze stellt für Nutz- und Heimtiere eine erhebliche Belastung dar. Das Veterinäramt des Westerwaldkreises appelliert deshalb an Landwirte sowie private Tierhalter, ihre Tiere konsequent vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen und jederzeit ausreichend mit frischem Wasser zu versorgen.

Hitzestress betrifft auch Nutztiere

Entgegen einer weit verbreiteten Annahme vertragen Rinder, Schafe oder Pferde hohe Temperaturen nicht besser als Menschen. Bereits ab etwa 25 Grad Celsius im Schatten können erste Anzeichen von Hitzestress auftreten. Tiere suchen vorhandene Schattenplätze unter Bäumen, Sonnensegeln oder in Offenställen bereits bei niedrigeren Temperaturen gezielt auf.

Nach Angaben des Veterinäramtes verfügen jedoch noch immer zahlreiche Sommerweiden über keinen ausreichenden Sonnenschutz. Besonders an heißen Tagen kann dies zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen.

Wasserbedarf steigt deutlich an

Neben schattigen Aufenthaltsmöglichkeiten spielt die Versorgung mit frischem Trinkwasser eine entscheidende Rolle. Während längerer Hitzeperioden steigt der tägliche Wasserbedarf deutlich an. Milchkühe benötigen bis zu 120 Liter Wasser pro Tag, Pferde rund 60 Liter und Mutterschafe etwa 18 Liter.

Fehlt ausreichend Wasser oder Schutz vor der Sonne, reagieren Tiere häufig mit einer geringeren Futteraufnahme. Bei Milchkühen sinkt zusätzlich die Milchleistung. In schweren Fällen drohen Kreislaufzusammenbrüche oder bei tragenden Tieren sogar der Verlust des ungeborenen Nachwuchses.

Auch Heimtiere und Geflügel benötigen Schutz

Nicht nur Weidetiere sind von der Sommerhitze betroffen. Auch Hühner, Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel benötigen schattige Bereiche im Auslauf sowie gut belüftete Ställe oder Volieren. Tierhalter sollten dabei berücksichtigen, dass sich der Sonnenstand im Tagesverlauf verändert und jederzeit ausreichend Schatten für alle Tiere vorhanden ist.

Wanderschäfer sollten ihre Herden während der heißen Sommermonate bevorzugt in strukturreichen Gebieten mit Büschen und Bäumen weiden lassen. Für Hobbyhaltungen sind künstliche Unterstände sinnvoll, sofern sich darunter keine zusätzliche Hitze staut.

Veterinäramt kündigt Kontrollen an

Das Veterinäramt setzt auf die Verantwortung und Einsicht der Tierhalter. Gleichzeitig weist die Kreisverwaltung darauf hin, dass bei gravierenden Verstößen gegen den Tierschutz Bußgeld- oder Strafverfahren eingeleitet werden können.

Die Behörde erinnert außerdem daran, Tiere niemals in abgestellten Fahrzeugen zurückzulassen. Schon nach kurzer Zeit können sich Autos selbst bei moderaten Außentemperaturen lebensgefährlich aufheizen.

Weitere Informationen zum Tierschutz und aktuellen Meldungen finden Sie auf BlaulichtMYK News sowie im Bereich Deutschland.

Offizielle Hinweise zum Tierschutz bietet das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Informationen der Veterinärbehörden sind außerdem über den Westerwaldkreis abrufbar.

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