Evakuierungsflug aus dem Nahen Osten
Die Bundesregierung hat mit einer Rückholaktion begonnen, um deutsche Staatsbürger aus der Krisenregion im Nahen Osten auszufliegen. Der erste Evakuierungsflug landete am Mittwochmorgen um 7.39 Uhr in Frankfurt. Die Maschine startete zuvor in Maskat, der Hauptstadt des Oman.
Nach Informationen aus dem Auswärtigen Amt müssen Passagiere für den Evakuierungsflug jedoch selbst zahlen. Pro Person werden rund 500 Euro fällig. Der Preis orientiert sich laut Ministerium an einem marktüblichen Economy-Ticket.
Erster Sonderflug bringt mehr als 250 Menschen nach Deutschland
Der erste Evakuierungsflug wurde mit einer Lufthansa-Maschine des Typs Airbus A340-300 durchgeführt. Der Sonderflug LH345 startete am späten Abend in Maskat und brachte mehr als 250 Menschen sicher nach Frankfurt.
Die Bundesregierung wählte für diesen ersten Flug besonders schutzbedürftige Personen aus. Dazu zählen ältere Menschen, Kranke, Schwangere sowie Familien mit Kindern.
Außenminister Johann Wadephul erklärte dazu öffentlich, dass vor allem Personen mit besonderem Schutzbedarf priorisiert würden. Auch weitere Flüge sind bereits geplant.
Rückholaktion kostet Familien schnell mehrere Tausend Euro
Die Kosten für den Evakuierungsflug können für Familien schnell deutlich steigen. Bei mehreren Reisenden summiert sich der Ticketpreis entsprechend. Eine vierköpfige Familie müsste beispielsweise rund 2.000 Euro bezahlen.
Rückholaktionen aus Krisengebieten sind grundsätzlich kostenpflichtig. Staaten organisieren zwar die Evakuierung, stellen den Passagieren jedoch meist einen Teil der Kosten in Rechnung.
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Weitere Evakuierungsflüge für Donnerstag und Freitag geplant
Das Auswärtige Amt plant zusätzliche Evakuierungsflüge aus der Golfregion. Sowohl am Donnerstag als auch am Freitag sollen weitere Maschinen mit jeweils rund 250 Passagieren starten.
Die Reisenden werden zunächst aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Maskat gebracht. Von dort erfolgen anschließend die Flüge nach Deutschland.
Gleichzeitig entspannt sich die Situation im internationalen Flugverkehr langsam. Von den großen Flughäfen in Dubai und Abu Dhabi sollen täglich zahlreiche kommerzielle Flüge starten, darunter auch Verbindungen nach Europa.
Rund 30.000 Deutsche befinden sich noch in der Golfregion
Nach Angaben des Auswärtigen Amts hielten sich am Mittwoch noch etwa 30.000 deutsche Staatsbürger in der Golfregion auf. Viele von ihnen prüfen derzeit verschiedene Möglichkeiten zur Ausreise.
Auch Kreuzfahrtschiffe spielen bei der Evakuierung eine Rolle. Mehr als 500 Passagiere sollen laut Behörden über zwei Schiffe ausreisen können.
Weitere Informationen veröffentlicht das Auswärtige Amt sowie die Lufthansa.
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