Deutschland steht kurz vor einem außergewöhnlichen Himmelsschauspiel. Am Mittwoch, 12. August 2026, schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne. Dadurch entsteht eine Sonnenfinsternis am 12. August 2026, die Menschen in weiten Teilen Deutschlands beobachten können.
Allerdings erleben wir hierzulande keine totale Sonnenfinsternis. Stattdessen verdeckt der Mond einen großen Teil der Sonnenscheibe. Besonders eindrucksvoll fällt das Ereignis im Westen und Südwesten Deutschlands aus. Dort verschwinden teilweise rund 90 Prozent der sichtbaren Sonnenfläche hinter dem Mond.
Sonnenfinsternis beginnt am Mittwochabend
Die partielle Phase startet in Deutschland je nach Standort ungefähr zwischen 19:11 und 19:22 Uhr. Anschließend wandert der Mond immer weiter vor die Sonne. Das Maximum erreichen viele Regionen zwischen etwa 20:08 und 20:15 Uhr.
Danach zieht der Mond langsam weiter. Allerdings geht die Sonne in vielen Regionen bereits unter, bevor die astronomische Finsternis vollständig endet. Deshalb brauchen Beobachter einen möglichst freien Blick Richtung Westen.
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Rheinland-Pfalz erlebt besonders starke partielle Sonnenfinsternis
Auch Rheinland-Pfalz bekommt von dem Himmelsspektakel viel zu sehen. In Koblenz beginnt die partielle Sonnenfinsternis gegen 19:19 Uhr. Das Maximum folgt dort gegen 20:13 Uhr. Dabei bedeckt der Mond rund 88 Prozent der Sonnenscheibe.
Ähnliche Werte erreichen Mainz und Neuwied. In Kaiserslautern liegt die maximale Bedeckung bei rund 89 Prozent. Auch Trier kommt auf etwa 89 Prozent. Damit bleibt während des Höhepunkts nur noch eine schmale, sehr helle Sonnensichel sichtbar.
Die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 fällt zudem in die Abendstunden. Dadurch steht die Sonne während der stärksten Phase bereits relativ tief über dem Horizont. Bäume, Häuser oder Berge können deshalb die Sicht schnell versperren.
Wo wird die Sonnenfinsternis total?
Wer die Sonne vollständig verschwinden sehen möchte, muss sich außerhalb Deutschlands befinden. Die Zone der totalen Sonnenfinsternis führt unter anderem über Grönland, Island und Spanien. Außerdem erreicht sie Teile Russlands sowie einen kleinen Bereich Portugals.
In Spanien fällt die Totalität teilweise kurz vor Sonnenuntergang. Damit entsteht dort ein besonders spektakuläres Zusammenspiel aus Sonnenuntergang und totaler Finsternis. Die NASA zeigt den Verlauf der Sonnenfinsternis auf einer detaillierten Karte.
Ganz wichtig: Niemals ohne Schutz in die Sonne schauen
So faszinierend das Ereignis auch aussieht: Niemand sollte ungeschützt in die Sonne blicken. Das gilt auch während einer starken partiellen Sonnenfinsternis. Die noch sichtbaren Teile der Sonne können die Netzhaut innerhalb kurzer Zeit schwer schädigen.
Eine gewöhnliche Sonnenbrille bietet dafür keinen ausreichenden Schutz. Beobachter sollten ausschließlich eine geeignete Sonnenfinsternis-Brille verwenden. Sie muss für die direkte Sonnenbeobachtung vorgesehen sein und darf keine Kratzer, Löcher oder andere Schäden besitzen.
Auch Kameras, Ferngläser und Teleskope benötigen spezielle Sonnenfilter vor dem Objektiv. Ohne geeigneten Filter bündeln diese Geräte das Sonnenlicht zusätzlich. Hinweise zum sicheren Beobachten veröffentlicht unter anderem das Bundesamt für Gesundheit.
Freier Blick nach Westen entscheidet
Wer die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 beobachten möchte, sollte frühzeitig einen geeigneten Standort suchen. Ideal eignet sich eine freie Fläche mit ungehinderter Sicht Richtung Westen. Gleichzeitig entscheidet natürlich das Wetter darüber, wie viel tatsächlich zu sehen sein wird.
Bei klarem Himmel erwartet Deutschland damit am Mittwochabend eines der beeindruckendsten astronomischen Ereignisse des Jahres. Besonders die starke Bedeckung von fast 90 Prozent macht die Sonnenfinsternis für viele Menschen zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.
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