Körperverletzung unter Jugendlichen: Streit aus sozialen Netzwerken eskaliert auf offener Straße
Ein zunächst digital geführter Konflikt endete am Montagnachmittag in einer handfesten Körperverletzung unter Jugendlichen. Eine 16-Jährige geriet auf ihrem Heimweg in eine gewalttätige Auseinandersetzung mit zwei gleichaltrigen Mädchen. Nach bisherigen Erkenntnissen begann der Streit bereits zuvor in sozialen Netzwerken und verlagerte sich später in die reale Welt.
Angriff auf dem Heimweg
Die Jugendliche ging am Nachmittag allein nach Hause, als sie von den beiden Tatverdächtigen abgepasst wurde. Eine Gleichaltrige schlug der 16-Jährigen unvermittelt ins Gesicht. Durch den Schlag stürzte das Opfer zu Boden und zog sich eine Kopfverletzung zu. Statt die Attacke zu beenden, setzte die mutmaßliche Angreiferin ihre Gewalt gemeinsam mit einer 17-Jährigen fort.
Der Vorfall ereignete sich für Außenstehende gut sichtbar. Mehrere Zeugen beobachteten die Körperverletzung unter den Jugendlichen und filmten Teile der Tat mit ihren Mobiltelefonen. Die Aufnahmen könnten für die weiteren Ermittlungen eine wichtige Rolle spielen.
Rettungsdienst und polizeiliche Maßnahmen
Alarmierte Einsatzkräfte des Rettungsdienstes versorgten die verletzte 16-Jährige noch am Tatort. Nach ersten Informationen erlitt sie Verletzungen am Kopf, musste jedoch nicht stationär aufgenommen werden.
Die Polizei leitete unmittelbar Maßnahmen gegen die beiden Angreiferinnen ein. Gegen beide Jugendlichen verfügten die Beamten jeweils ein Näherungsverbot zum Schutz des Opfers. Zusätzlich müssen die Tatverdächtigen mit einer Anzeige wegen Körperverletzung rechnen. Die Ermittlungen führt die zuständige Polizeiinspektion, die auch den Hintergrund des Streits in den sozialen Netzwerken prüft.
Polizei sucht wichtige Zeugen
Die Identität der Augenzeugen steht derzeit noch nicht fest. Die Polizei bittet daher alle Personen, die den Angriff beobachtet oder Videoaufnahmen gefertigt haben, sich dringend zu melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0631 369-14199 entgegen.
Weitere Informationen zu aktuellen Polizeimeldungen findest Du auch in unserem Bereich News sowie unter Deutschland. Offizielle Hinweise und Präventionsangebote stellt zudem die Polizei Rheinland-Pfalz bereit.
Der Fall zeigt erneut, wie schnell Konflikte aus sozialen Netzwerken in reale Gewalt umschlagen können. Die Körperverletzung bleibt damit ein ernstzunehmendes gesellschaftliches Thema, dem Polizei, Schulen und Eltern gemeinsam entgegenwirken müssen.
