Angriff im Münchner Hauptbahnhof: Streit um Getränkedose endet in Gewalt
Ein scheinbar harmloser Zwischenfall entwickelte sich am Neujahrstag 2026 zu einer handfesten Auseinandersetzung im Münchner Hauptbahnhof. Im Sperrengeschoss griffen zwei Frauen einen 32-jährigen Mann an. Auslöser war eine umgestoßene Getränkedose, die den Mann am Kopf traf.
Getränkedose trifft Mann auf Rolltreppe
Gegen 13:20 Uhr hielten sich die beiden späteren Beschuldigten, zwei ungarische Staatsangehörige im Alter von 45 und 32 Jahren, im Bereich des Treppenabgangs zur S-Bahn auf. Nach bisherigen Erkenntnissen stieß eine der Frauen versehentlich gegen eine auf dem Geländer abgestellte Getränkedose. Die Dose fiel daraufhin den Treppenabgang hinunter und traf einen 32-jährigen Chinesen, der sich auf der Rolltreppe befand, am Kopf.
Der Doseninhalt verteilte sich auf der Kleidung des Mannes. Dieser begab sich umgehend nach oben, um die beiden Frauen anzusprechen und eine Entschuldigung einzufordern. Die Situation eskalierte jedoch innerhalb kurzer Zeit.
Körperlicher Angriff durch die Frauen
Anstatt deeskalierend zu reagieren, zeigten sich die beiden Frauen uneinsichtig. Sie griffen den Mann körperlich an und schlugen sowie traten auf ihn ein. Der Geschädigte wehrte sich gegen die Attacken und stieß dabei die 45-Jährige von sich weg. Die Frau stürzte zu Boden und erlitt eine Schlüsselbeinfraktur sowie eine Kopfplatzwunde.
Nach dem Sturz rief der Mann lautstark um Hilfe. Eine Streife der DB Sicherheit wurde auf den Vorfall aufmerksam und griff sofort ein. Die Sicherheitskräfte trennten die Beteiligten und hielten sie bis zum Eintreffen der Bundespolizei auseinander.
Alkoholisierte Beschuldigte und polizeiliche Maßnahmen
Der Angegriffene klagte über mehrere Schmerzen und begab sich nach dem Vorfall selbstständig in ärztliche Behandlung. Die verletzte Ungarin versorgte der Rettungsdienst noch vor Ort. Anschließend brachte man sie zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.
Die beiden Frauen hatten keinen festen Wohnsitz. Ein Atemalkoholtest ergab bei der 45-Jährigen einen Wert von 2,6 Promille, bei der 32-Jährigen 1,5 Promille. Nach Abschluss aller strafprozessualen Maßnahmen entließen die Einsatzkräfte beide Beschuldigte.
Ermittlungen laufen
Die Bundespolizei leitete Ermittlungen wegen Körperverletzung ein. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Gewaltdelikten im Bereich großer Bahnhöfe ein. Weitere Polizeimeldungen findest Du auch in unseren Bereichen News, Deutschland und Verkehr.
Aktuelle Informationen der Bundespolizei stellt auch die Bundespolizei bereit. Hinweise zur Sicherheit in Bahnhöfen veröffentlicht zudem die Deutsche Bahn.
