Schlagwort: Drogenlabor

  • Drogenlabor in Essen entdeckt: Zwei Tatverdächtige nach medizinischem Notfall festgenommen

    Drogenlabor in Essen entdeckt: Zwei Tatverdächtige nach medizinischem Notfall festgenommen

    Medizinischer Notfall führt Polizei direkt zu Drogenlabor

    Ein medizinischer Notfall in Essen hat am Dienstagabend, 17. März, zur Entdeckung eines mutmaßlichen Drogenlabors geführt. Einsatzkräfte stießen zunächst in einer Wohnung in Rüttenscheid auf chemische Substanzen und Materialien, die auf die Herstellung von Betäubungsmitteln hindeuteten. Im weiteren Verlauf fanden Ermittler dann in Frohnhausen ein Drogenlabor. Die Polizei nahm einen 35-jährigen Deutschen und einen 53-jährigen Deutschen fest. Beide Männer sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.

    Nach bisherigen Erkenntnissen liefen die Ermittlungen wegen des Verdachts der Herstellung von Betäubungsmitteln bereits seit Dezember. Der Einsatz am Dienstag brachte den Fall dann entscheidend voran. Weitere aktuelle Meldungen findest Du auch in unserer Rubrik Deutschland.

    Medizinischer Notfall in Rüttenscheid löst Einsatz aus

    Gegen 15:10 Uhr alarmierte eine 22-jährige Frau den Rettungsdienst, nachdem ein 35-jähriger Bekannter in einer Wohnung in Rüttenscheid zusammengebrochen war. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen ließ der Mann kurz zuvor ein Gefäß mit einer bislang unbekannten Substanz fallen. Wenig später kollabierte er.

    Die 22-Jährige reagierte sofort und leitete Reanimationsmaßnahmen ein, noch bevor die Rettungskräfte eintrafen. Ein Notarzt versorgte den 35-Jährigen anschließend vor Ort. Rettungskräfte brachten ihn danach in ein Krankenhaus. Nach aktuellem Stand schwebt der Mann nicht in Lebensgefahr.

    Chemische Stoffe entdeckt: Polizei übernimmt sofort

    Während des Einsatzes bemerkten Rettungskräfte in der Wohnung chemische Substanzen sowie weitere Materialien, die auf die Herstellung von Betäubungsmitteln schließen ließen. Sie informierten umgehend die Polizei. Die eingesetzten Beamten bestätigten die Feststellungen vor Ort.

    Weil der 35-Jährige bereits Teil der laufenden Ermittlungen war, übernahm das zuständige Fachkommissariat sofort die weiteren Maßnahmen. Damit rückte der Verdacht um ein mögliches Drogenlabor in Essen noch stärker in den Fokus.

    Drogenlabor in Frohnhausen festgestellt

    Im Zuge der weiteren Ermittlungen suchten Einsatzkräfte die Wohnung eines 53-jährigen Tatverdächtigen in Frohnhausen auf. Dort stellten die Beamten ein Drogenlabor in Essen fest. Wegen der möglichen Gefahr durch die aufgefundenen Stoffe zog die Polizei eine spezialisierte Einheit des Landeskriminalamtes hinzu.

    Die Spezialisten überprüften und sicherten die Wohnung. Erst danach betraten Kriminaltechniker den Tatort und sicherten umfangreiche Spuren. Das gefundene Drogenlabor steht nun im Mittelpunkt der weiteren Ermittlungen.

    Haftbefehl gegen beide Tatverdächtige

    Die Polizei nahm beide Männer fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen führte sie die Tatverdächtigen einem Haftrichter am Amtsgericht Essen vor. Der Richter ordnete Untersuchungshaft an.

    Die Ermittlungen dauern weiter an. Dabei klären die Behörden jetzt vor allem, welche Betäubungsmittel hergestellt wurden und ob weitere Personen beteiligt waren. Mehr Blaulichtmeldungen findest Du auch in unserer Rubrik Fahndung.

    Weitere Informationen veröffentlicht die Polizei Essen. Auch die Staatsanwaltschaft Essen informiert über bedeutende Ermittlungsverfahren in der Region.

    Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

  • Aushebung eines großen Labors zur Herstellung synthetischer Drogen im Raum Neuwied

    Aushebung eines großen Labors zur Herstellung synthetischer Drogen im Raum Neuwied

    Aushebung eines großen Labors zur Herstellung synthetischer Drogen im Raum Neuwied

    Am 12. Oktober 2023 konnte durch die Polizeiinspektion Neuwied innerhalb eines Lagerhallenkomplexes im Bereich Neuwied ein hochprofessionelles Labor zur Herstellung von Amfetamin entdeckt werden.

    Hierbei wurden neben mehr als 500 Behältnissen unterschiedlicher Größe mit noch nicht abschließend untersuchten Chemikalien sowie Syntheseabfällen mit stark ätzenden und alkalischen PH-Werten auch
    ca. 100 Liter Amfetamin-Base aufgefunden. Die sichergestellte Substanz eignet sich zur Herstellung
    von etwa 500 Kilogramm Amfetamin-Paste, deren Straßenverkaufswert in einer Größenordnung
    von mehreren Millionen Euro liegen dürfte.

    Die polizeilichen Ermittlungen werden von der Kriminaldirektion Koblenz und der Polizeidirektion Neuwied mit kriminaltechnischer Unterstützung des BKA, des LKA Rheinland-Pfalz und des LKA Baden-Württemberg geführt. Die aufwendigen kriminaltechnischen Untersuchungen im Bereich des
    Tatorts sowie der sichergestellten Fahrzeuge dauern noch an.

    Im Zuge der Ermittlungen wurden zwischenzeitlich drei Tatverdächtige im Alter von 47, 36 und 21 Jahren festgenommen. Diese wurden dem Haftrichter beim Amtsgericht Koblenz vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Koblenz Haftbefehle wegen Fluchtgefahr erlassen hat. Gegen die Beschuldigten besteht der dringende Tatverdacht der gemeinschaftlichen unerlaubten Herstellung von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge (§ 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG).

    Gegen einen der drei Beschuldigten besteht auf Grund der vollzogenen Wohnungsdurchsuchung überdies der dringende Tatverdacht des bewaffneten unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in
    nicht geringer Menge, weil bei ihm zwei zugriffsbereite Messer sichergestellt werden konnten. Die Beschuldigten befinden sich seit dem 14. und 15. Oktober in Untersuchungshaft in verschiedenen Justizvollzugsanstalten in Rheinland-Pfalz.

    Auf Basis einer noch nicht abgeschlossenen Untersuchung der Syntheseabfälle durch Experten des BKA erfolgt derzeit eine Hochrechnung der insgesamt produzierten Menge an Amfetamin-Base. Bereits jetzt ist davon auszugehen, dass die Anlage in Neuwied zu den größten jemals von der Polizei in
    Rheinland-Pfalz festgestellten Laboren gehört.

    Im Hinblick auf die noch laufenden Ermittlungen können derzeit weitergehende Informationen – auch auf Nachfrage – nicht mitgeteilt werden