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Intensivbetten Zahl “gefälscht” – Spahn immer mehr unter Druck
Bundesrechnungshof rechnet mit Spahn ab !Gesundheitsminister soll zu sorglos mit Steuergeldern umgegangen seinOffenbar auch Schummeleien bei der Angabe der IntensivbettenDer Bundesrechnungshof rügt in einem gestern veröffentlichten Bericht zuden Kosten der Corona-Pandemie den zu sorglosen Umgang desBundesgesundheitsministeriums mit Steuergeldern. Jens Spahn soll zu oftzu schnell zu viel Geld ausgegeben haben. Egal, ob es dabei um zu teureMasken, teure, aber nutzlose Schutzkleidung oder Betrug beiabgerechneten PCR-Tests geht, der Gesundheitsminister war jeweils sehrschnell mit dem geforderten Geld zu Stelle. Bei der Kontrolle der Warenund Dienstleistungen und insbesondere bei der Kostenkontrolle nahm manes dann aber nicht so genau, was mittlerweile mit der teilweisechaotischen Gesamtsituation und der Notwendigkeit, möglichst schnell zureagieren gerechtfertigt wird.Doch nun ist in diesem Zusammenhang eine weitere, offensichtlicheSchummelei aufgeflogen. Es gibt Anzeichen, dass Kliniken bei der Angabeder Kapazitäten der Intensivbetten bewusst falsche Angaben gemachthatten, um höhere Zuschüsse zu erhalten. Hintergrund ist, dass nurKliniken, die regional weniger als 25 Prozent freie Betten zur Verfügunghaben, in den Genuss von Ausgleichszahungen kommen. Deswegen sollenhäufig zu wenig freie Betten gemeldet worden sein.Brisant ist in diesem Zusammenhang, dass aber genau diese Zahl derfreien Betten bei der grundsätzlichen Bewertung der gesamten Pandemieeine wichtige Rolle spielt und spielte. Nachdem anfangs nur unsausschließlich die Inzidenzzahlen als Gradmesser herangezogen wurden,wurden weitere Faktoren zur Bewertung gefordert und schließlich dieAuslastung der Intensivbetten als ein zusätzliches Kriteriumbeschlossen. Mit anderen Worten: Es kann sein, dass die Pandemie und diejeweiligen Maßnahmen der Regierung aufgrund von falschen Angaben zubestimmten Zeitpunkten zu drastisch und übertrieben dargestellt wurden.Weiterhin brisant ist, dass diese Manipulationen schon sehr frühvermutet und zum Teil aufgedeckt wurden und dem Robert Koch Institut indiversen Mails und Schreiben mitgeteilt wurden. Man wusste alsoBescheid!Darauf angesprochen sagte der RKI Chef Wieler in einer Pressekonferenzvon Donnerstag, dass er sich an solche Mitteilungen nicht erinnernkönne. Die BILD Zeitung vermutet in einem Artikel von heute, dass sowohlRKI als auch die Bundesregierung schon früh informiert waren, dieseInformationen aber nicht an die Bürger weitergegeben haben sollen. Überdie Motive kann leider nur spekuliert werden, aber es kommt seit gesternvermehrt zu Vermutungen, dass hier der Wille zu einer strengenBekämpfung mit Lock-Down und Bundesnotbremse im Vordergrund stand unddiese Maßnahmen um jeden Preis durchgesetzt werden sollten.Das wäre natürlich ein heftiger Skandal und ein schlimmerVertrauensbruch gegenüber den Bürgern, die – so wird nun unterstellt –zu stark in ihren Freiheitsrechten eingeschränkt wurden und dafür dannauch noch viel zu viel bezahlen mussten. Die politische Aufarbeitungläuft im Lichte des begonnenen Wahlkampfes natürlich auf Hochtouren undMedien wie alle Parteien stürzen sich auf das Thema.Aus dem Kanzleramt ist bei realistischer Beurteilung dieses Skandalsnicht viel zu erwarten. Da es bei der Einschätzung der pandemischen Lagemehrere Kriterien gibt und gab, wird es schwierig werden, der Kanzlerinhier ein bewusste Täuschung nachzuweisen. Im Zweifel wird dann sowiesoder schwarze Peter an den Bundesgesundheitsminister weitergegeben, derja ohnehin schon im Dauerfeuer der Kritik steht und sich irgendwannvermutlich auch nicht mehr herausreden kann.Nach Ermittlungen des Bundesrechnungshofes müsste es nach denFinanzspritzen an die Kliniken mittlerweile mehr als 13.000 neueIntensivbetten geben. Problematisch ist allerdings, dass Betten indieser Zahl nirgendwo zu finden sind und dass Jens Spahn weder hierzunoch über die Anzahl der Intensivbetten überhaupt keine Angaben machenkann.Für einen Bundesminister, der sorgfältig und gewissenhaft mit dem Geldder Steuerzahler umgehen soll ist das natürlich ein Versagen auf ganzerLinie. Allein für die „angebliche“ Schaffung der neuen Betten wurden ca.700 Millionen Euro gezahlt, das ist aber mit Blick auf dieAusgleichszahlungen in Höhe von 10.2 Milliarden Euro, die im vergangenenJahr abgerufen wurden fast schon Kleinkram.Dazu kommen laut Rechnungshof 2,1 Milliarden Euro, die im Zusammenhangbei der Maskenverteilung an die Apotheken geflossen sind und bei deranfänglich 6€ pro Maske erstattet wurden, obwohl es zu diesem Zeitpunktschon ausreichend Masken für weniger als die Hälfte auf dem Markt gab.Auch hier kann Spahn auf Anfrage des Rechnungshofes nicht erklären,warum dieser überhöhte Betrag abgerechnet werden konnte. Es gibtSchätzungen, dass im Schnitt 100.000 an jede Apotheke gezahlt wurden.Spahn bezahlt diese Vorgehensweise aktuell mit einem rasanten Sinkflugseiner politischen Beliebtheitswerte und es gibt Stimmen innerhalb derPolitik, die seine gesamte Karriere in Gefahr sehen, da es insbesondereaus dem NRW-Verband der CDU weitere Kandidaten für Ämter und Postengibt, so dass Jens Spahn am Ende zwar mit einem Rekord bei den Ausgabenaber ohne Job dastehen könnte. -

Merkel kündigt Ende der Impf-Priorisierung für Juni an
Enttäuschung bei der Ministerpräsidentenkonferenz
Keine schnellen weiteren Freiheiten für Geimpfte und Genesene beschlossen
Merkel kündigt Ende der Impf-Priorisierung für Juni anBundeskanzlerin Angela Merkel ist heute in Berlin mit den Ministerpräsident*Innen der Länder zur sogenannten Ministerpräsidentenkonferenz zusammen gekommen.
Im Vorfeld gab es Hoffnungen, dass Freiheiten für Geimpfte und Genesene beschlossen werden könnten, doch dazu kam es leider nicht. Zwar waren sich die meisten Teilnehmer angeblich einig darüber, dass es zu einem gegebenen Zeitpunkt Sinn machen wird, geimpften und genesenen Menschen ihre verfassungsmässigen Grundrechte nicht mehr in dem Maß einzuschränken, wie bisher, doch einen entsprechenden und konkreten Beschluss mit einem genauen Datum gab es zumindest heute leider noch nicht.Dabei war dieses Thema im Vorfeld auch mit Blick auf das Grundgesetz und die darin gewährten Rechte insbesondere unter juristischen Gesichtspunkten diskutiert worden. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es juristisch problematisch ist, einem Geimpften oder Genesen aufgrund des nachweislich geringen Ansteckungsrisikos weiterhin die Grundrechte einzuschränken. Das Grundgesetz regelt die Beziehungen zum Staat und nicht die zum Nachbarn oder Arbeitskollegen, so die immer wieder aufflammende Kritik. Bundesjustizministerin Lambrecht brachte ein Wegfallen der Test- und Quarantänepflicht ins Spiel. Daraus wird vorerst nichts! Noch nicht!
Auch im zweiten Knackpunkt, dem Ende der Impf-Priorisierung konnten sich die Kanzlerin und die Länderchefs nicht auf eine schnelle Umsetzung einigen. Diese war zuletzt von vielen Stellen gefordert worden, insbesondere die Hausärzte drängten hier auf schnellstmögliche Lockerungen. Doch auch in diesem Punkt wurde nicht aufs Tempo gedrückt. Stattdessen einigte man sich darauf, die Priorisierung im Juni aufzuheben. Ohne ein konkretes Datum. Das bedeute nicht, „dass dann jeder sofort geimpft werde“, so die Kanzlerin. Aber jeder kann sich dann um einen Termin bemühen. Auch das klingt bestenfalls ungenau.
Enttäuschend!
Zwar gab es entsprechende Äußerungen zum Zeitpunkt für das Priorisierungs-Ende auch schon von Bundesgesundheitsminister Spahn. Dieser sollte oder wollte nach den vermehrten Rufen für ein schnelles Ende der Priorisierung wohl zu hohe Erwartungen dämpfen. Trotzdem hatte man sich mehr und Konkretes erwartet.Was bleibt als Fazit? Nichts!
Es wurde nichts konkret mit Termin beschlossen. Stattdessen gab es im Nachgang den Versuch, den Menschen mit vagen und unbestimmten Ankündigungen Hoffnung zu machen, wobei sich Söder und Müller sichtlich Mühe gaben, das lahme Ergebnis der MPK als Erfolg im Sinne von Vernunft und im Angesicht eines notwendigen Zeitplans zu verkaufen. Markus Söder nannte das Resultat eine „Hoffnungs- MPK“ und Angela Merkel wählte ähnliche Worte: „Das war eine MPK der Hoffnung“. Trotz dieser blumigen Worte war das Ergebnis am Ende aber nur „weiterhin Geduld haben und abwarten“. Viellicht hatte man zu viel erwartet.
So kurz nach Einführung der Bundesnotbremse waren schnellere Umsetzungen bei den beiden Streitpunkten wohl auch wirklich nicht mit gutem Gewissen durchsetzbar und die Ministerpräsidentenkonferenz hatte einfach erneut nicht das beste Timing. Denn zu hoch sind aktuell die Zahlen, zu unsicher die Entwicklung der dritten Welle und zu voll die Intensivstationen, als dass zum aktuellen Zeitpunkt Lockerungen in Aussicht gestellt werden könnten.
Schade!
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Merkels Bundesnotbremse beschlossen
Merkels Bundesnotbremse beschlossen
Protest-Demo auf der Straße des 17. Juni von der Polizei aufgelöstDer Deutsche Bundestag hat heute die bundeseinheitliche Corona-Notbremse mit den Stimmen der Regierungskoalition von CDU und SPD beschlossen. FDP, Linke und AfD stimmten gegen das Gesetzt die Grünen haben sich enthalten. Zuvor hatte es im Reichstag teils heftige Debatten und gegenseitige Anfeindungen gegeben, während draußen Demonstranten dicht gedrängt einem Großaufgebot der Polizei gegenüberstanden.
Festgelegt werden durch die Gesetzes Novelle bundeseinheitliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. So sollen für Kommunen mit einem dauerhaften Inzidenzwert über 100 nächtliche Ausgangssperren von 22:00 Uhr bis 05:00 gelten (Blaulicht Report berichtete bereits ausführlich). Spaziergänger und Jogger dürfen bis Mitternacht draußen bleiben, allerdings lediglich allein. Die privaten Kontakte werden weiter eingeschränkt, Treffen sind nur noch zwischen den eigenen Haushalt und einer weiteren Person erlaubt.
Der Einzelhandel darf Kunden nur noch mit Terminen und einem aktuellen negativen Test empfangen, ab einer Inzidenz von 150 ist dann nur noch das sogenannte Click & Collect erlaubt. Frisöre und Fußpflege-Salons bleiben offen. Für die Schulen wurde eine neue Grenze beschlossen, ab der künftig nur noch Distanzunterricht erlaubt ist, nämlich bei 3 aufeinanderfolgenden Tagen über 165.
Weitere Verordnungen können jederzeit vom Bundestag erlassen werden, hier sind insbesondere zukünftige Erleichterungen und Freiheiten für Geimpfte und negativ Getestete gemeint und bald zu erwarten.
Bei der Debatte kam es zu heftigen Diskussionen, zunächst scheiterte die AfD mit einem Antrag, die Abstimmung komplett zu verschieben, was aber von allen anderen Parteien abgelehnt wurde. Die FDP sieht insbesondere die Ausgangssperren als einen zu starken Eingriff in die Grundrechte und kündigte bereits eine Verfassungsbeschwerde einzelner Parteimitglieder in Karlsruhe an. Ansonsten nutze jede Partei die Debatte auch zur gegenseitigen Abrechnung mit dem politischen Gegner und betrieb schon Wahlkampf. Die Linke bezeichnete das Gesetz als „Murks“, für die Grünen kommt es zu spät und ist zu widersprüchlich. Doch aller Kritik zum Trotz und selbstverständlich nach ausführlichem Lob und teils emotionalen Argumentationen aus der Regierungskoalition wurde das Gesetz beschlossen.
Vor dem Reichstagsgebäude und Rund um das Brandenburger Tor kam es derweil zu heftigen Demonstrationen. Es hatten sich insgesamt schätzungsweise 8.000 Gegner der Maßnahmen und Einschränkungen versammelt. Angemeldet war die Demo für 500 Personen. Da es von Anfang an vermehrt zu Verstößen gegen die Maskenpflicht kam und auch die Abstandsregeln nicht eingehalten wurden, beschloß die Polizei, die Demonstration aufzulösen. Dabei kam es zu heftiger Gegenwehr, es flogen Flaschen und die Polizei setzte daraufhin Pfefferspray ein. Im Bereich Tiergarten wurden Polizisten tätlich angegriffen. Einige Demonstranten versuchten, die Absperrungen zum Reichstag zu überwinden. Insgesamt kam es zu etwa 150 Festnahmen.
Später versammelten sich die Demonstranten in der Nähe des Schlosses Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten.Das Gesetzt soll morgen, Donnerstag, den 22. April den Bundesrat passieren und wird dann aller Voraussicht nach am Freitag Bundespräsident Steinmeier zur Unterschrift vorgelegt, bevor es dann am Montag, den 26. in Kraft tritt.
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Infektionsschutzgesetz: Eilverfahren abgelehnt
Infektionsschutzgesetz: Eilverfahren im Bundestag abgelehnt
Opposition sieht noch Bedarf für NachbesserungenSo schnell, wie Angela Merkel sich die Gesetzesänderung vorgestellt hatte, wird es dann doch nicht.
Für das für heute geplante Eilverfahren im deutschen Bundestag wurde die dafür notwendige Zwei-Drittel Mehrheit im Parlament nicht erreicht.
Hintergrund: Für die Gesetzgebung ist ein mehrtägiges Verfahren mit 3 Lesungen vorgesehen, nur bei der oben genannte 2/3 Mehrheit kann das umgangen werden.Von Seiten der Opposition gibt es noch zu viel Gesprächsbedarf, so safte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP Fraktion Buschmann, „nichts sei schlimmer als schlampige Beratung“ und „Hier wiederholt sich die Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Mentalität der Bundeskanzlerin.“. Von der AFD kommt eine generelle Ablehnung, Fraktionschef Gauland bezeichnete das Gesetz „als Irrsinn“. Auch die Linken wollen dagegen stimmen.
Dennoch ist davon auszugehen, daß die nun benötigte einfache Mehrheit im normalen Verfahren zusammenkommt, die erste Lesung ist für Freitag geplant, die zweite und dritte sind dann für Mittwoch nächster Woche angesetzt.
Da das Gesetz als sogenanntes Einspruchsgesetz angelegt ist, ist eine Zustimmung des Bundesrates nicht nötig, dieser kann allerdings Einspruch erheben.
Beobachter werten das als einen geschickten Schachzug der Regierung: Bei einer Abstimmung im Bundesrat hätten sich die beiden designierten Kanzlerkandidatur-Bewerber der Union Laschet und Söder enthalten müssen, da sie in ihren Landesparlamenten jeweils mit Partnern regieren. Laschets CDU in NRW mit der FDP, und Söders CSU in Bayern mit den Freien Wählern.
Beide sind gegen das Gesetz.Auch wenn es nach Ansicht von einigen Politikern nicht schnell genug gehen kann und zum Beispiel Wilfried Kretschmann (Baden Württemberg, Grüne) die eher unübliche Formulierung “Mir brennt der Kittel aufgrund der Zahlen, die wir da haben. Aber wirklich volle Kanne.” wählte, wird die Bundesnotbremse noch etwas dauern. Mindestens bis Mittwoch kommender Woche und dann könnte immer noch ein Einspruch des Bundesrates dazwischen kommen. In er Zwischenzeit haben aber die Länderchefs, die auf Merkels Linie sind immer noch die Möglichkeit, die einzelnen Verordnungen der Bundesländer zu verschärfen. Und dann gibt es da ja auch noch Laschet gegen Söder…
Es scheint, uns steht eine spannende und ereignisreiche Woche bevor.
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Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen
up date:
*** EIL ***Eilverfahren zum Infektionsschutzgesetz im Bundestag ABGELEHNT !ABER … Alle Details im BerichtKabinett beschließt Änderung des Infektionsschutzgesetzes
Merkel will jetzt hart durchgreifenDie Bundesregierung hat soeben die Änderung des Infektionsschutzgesetzesbeschlossen. Die eigentlich für Mittwoch geplante Sitzung wurde um einenTag vorverlegt. In einem Eilverfahren soll die Änderung durch denBuntesstag beschlossen werden und auch die Bestätigung durch denBundesrat soll in einem Eilverfahren erfolgen, wäre aber unterbestimmten Voraussetzungen gar nicht notwendig.Konkret soll für Kommunen mit einer Inzidenz von mehr als 100 an dreiaufeinanderfolgenden Tagen unter anderem Folgendes beschlossen werden,wobei die Städte und Kreise zu den jeweiligen Maßnahmen verpflichtetwerden.Ausgangssperre von 21:00 bis 05:00 mit den üblichen Ausnahmen fürberufliche Gründe oder Notfälle. Auch abendliches Joggen oder eineinfacher Spaziergang soll verboten werden. Zuletzt hatte es vermehrtStimmen aus der Wissenschaft gegeben, die eine Gefahr einer Ansteckungim Freien als geringer ansehen, als zunächst vermutet, weshalb einVerbot von Sport oder „frischer Luft“ allgemein kritisch gesehen wird.
Der Zweck hinter dieser geplanten Maßnahme dürfte auch eher darinliegen, abendliche, private Besuche zu unterbinden, da dort nach Ansichtvieler Experten nicht auf die Abstandsregeln geachtet wird unddemzufolge ein hohes Ansteckungspotential vorliegt. Aus diesem Grundwird von verschiedener Seite vermutet, die Regierung traue ihren Bürgerneigentlich nicht bei der Einhaltung der Reduzierung der privatenKontakte, die aber ebenfalls neu geregelt werden:Jeder Haushalt darf ab sofort nur noch eine weitere Person pro Tagempfangen, insgesamt dürfen es maximal 5 Personen sein, wobei Kinderunter 14 Jahren nicht mitgerechnet werden. Unklar ist, wie die genaueFormulierung lauten soll und ob die Beschränkung auf einen zusätzlichenKontakt pro Tag restriktiv angewendet werden soll, also zum Beispiel einFrisör-Besuch der Mutter am Morgen eine Einladung einer 15jährigenSchulkameradin durch die Tochter am Nachmittag ausschließen würde.Außer Supermärkten, Apotheken, Drogerien, Gartencentern, Tankstellen undFrisören muss der gesamte Einzelhandel schließen. Auch alle Kultur- undFreizeiteinrichtungen, also Museen, Zoos und ähnliche müssen schließen.Die laufenden Modellprojekte werden beendet. Hier hatte es in einigenModellregionen wie etwa dem Saarland zuletzt stark steigendeInfektionszahlen gegeben. Dennoch pochten die Verantwortlichen aufFortführung. Schulen dürfen nur öffnen, sofern alle Schüler mindestenszweimal wöchentlich getestet werden, ab einer Inzidenz von 200 müssensie komplett in den Distanzunterricht wechseln. Hier bleibt nochabzuwarten, wie diese Regelung für Abiturienten und Abschlussklassenangewandt wird.Für Unternehmen, die Ihre Mitarbeiter vor Ort einsetzen und nicht aufHome-Office wechseln können, wird eine Testpflicht eingeführt, dieKosten dafür sollen die Unternehmer selbst tragen. Auch hier sollenmindestens zwei Tests pro Woche verpflichtend sein. Auch zu diesem Punktgab es zuletzt heftige Widerstände aus der Wirtschaft, die dann anWirtschaftsminister Altmaier (CDU) herangetragen wurden, weshalb dieserdas noch gestern abgelehnt hatte.Sollte dieses Gesetz im sogenannten Eilverfahren beschlossen werden,kann der Bundestag alle dafür vorgeschriebenen Sitzungen an einem Tagdurchführen und auch die Bestätigung aus dem Bundesrat könnte noch amgleichen Tag erfolgen.Wie zu erwarten, kommt es im Vorfeld der Sitzungen zu Kritik. Die FDPsieht insbesondere die Ausgangssperren als „unverhältnismäßig“ und einenEingriff in die Freiheitsrechte. Für den Vorsitzenden Lindner geht voneinem Abendspaziergang eines geimpften Paares kein erhöhtes Risiko aus.Ähnlich positioniert sich die Linke, deren Fraktionsvorsitzender Bartschbereits angekündigt hat, die Zustimmung zu der Gesetzesänderung in dervorliegenden Form abzulehnen.Parteiübergreifend wird die Debatte so oder so heftig, hitzig und mitSchuldzuweisungen sowie politischen Forderungen geführt werden, wobeidann die Grenzen zwischen einer fürsorglichen Pandemie-Bekämpfung undhartem Wahlkampf für die in 5 Monaten stattfindende Bundestagswahl nichtmehr klar zu erkennen sein werden. -

Merkel will den bundesweiten Lockdown
Merkel jetzt auch für bundesweiten LockdownBundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt die neusten Forderungen nacheinem schnellen Lockdown. Sie plädiert in diesem Zusammenhang auch fürein bundesweites Vorgehen und eine einheitliche Regelung für alle Länder.Entsprechend äußerte sich heute die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin auf eine Anfrage, wie denn die Kanzlerin zu den Plänen von NRW Ministerpräsident Armin Laschet steht.„Ein gemeinsames und bundesweites Vorgehen wäre nun wichtig!“, sodie Regierungssprecherin. „Die Vielfalt der beschlossenen Regeln trägtim Moment nicht zur Sicherheit und zur Akzeptanz bei“.Gleichzeitig kam aus dem Kanzleramt aber ein klares Nein zu LaschetsVorschlag, die für den 12. April geplante Ministerpräsidentenkonferenz vorzuziehen. Hier gäbe es aktuell „keine erkennbare Mehrheit“, so Demmer weiter. Es scheint also, daß es bei dem zuletzt vereinbarten Termin bleibt.Zuletzt gab es zwar einen leichten Rückgang der Inzident, dieses „seiaber aufgrund der Ostertage mit weniger Tests und verspäteten Meldungen der Gesundheitsämter wenig verlässlich. Statt dessen spreche die wachsende Zahl der belegten Intensivbetten eine deutliche Sprache.Angela Merkel hatte sich zuletzt am 28.03. in der Talkshow von Anne Will ausführlich geäußert und dabei betont, bei weiterhin steigendem Infektionsgeschehen nicht vor weiteren, härteren Maßnahmen zurückzuschrecken.
Dieses hatte zu Diskussionen unter den Länderchefs und weiteren Spitzen aus Politik und Wirtschaft geführt. Nun scheint es so, als ob sich die Kanzlerin entschieden habe, es bleibt abzuwarten, ob die Umsetzung mittels der angedrohten Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes oder aber durch eine freiwillige Abstimmung auf ein einheitliches Vorgehen der Landesregierungen erfolgen wird. -

Bundesweiter Lockdown wird wohl kommen
Und so könnte der bundesweite Lockdown aussehen:
- bundesweite Ausgangssperren (dann auch auch tagsüber möglich)
- Schulschließungen
- anstelle regionaler und sehr unterschiedlich verhängter Lockdowns könnte ein mehrere Wochen langer, totaler Lockdown angeordnet werden
- Testpflicht in allen Betrieben und noch mehr Homeoffice. Bundeskanzlerin Merkel plant den Bundeslockdown
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Rolle rückwärts bei der Osterruhe
Rolle rückwärts bei der OsterruheMerkel und Ministerpräsidentenkonferenz kippen Beschluss vonDienstagmorgenNach massiver Kritik hat Kanzlerin Angela Merkel offenbar entschieden,die Entscheidung zur „Osterruhe“ zurückzunehmen. Die Nachrichtenagenturdpa berichtet, daß Merkel dieses den Ministerpräsident*Innen in einerkurzfristig einberufenen Schalte am heutigen Mittwoch mitgeteilt hat.Sie begründet das angeblich damit, daß Aufwand und Nutzen bei derUmsetzung in keinem vernünftigen Verhältnis gestanden hätten. Hinterdieser Aussage stecken vermutlich aber auch diverse rechtliche undformaljuristische Hürden bei der konkreten Umsetzung seitens derBundesländer. Im Laufe des Tages kam es zu immer stärker werdenderKritik.Der Beschluss zur Osterruhe war erst in der Nacht von Montag aufDienstag nach teilweise heftigen und kontroversen Diskussionenverabschiedet worden, wobei nach unterschiedlichen Quellen nicht alleMinisterpräsident*Innen einbezogen wurden. BlaulichtMyk hatte berichtet.Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder begrüßt die Rücknahme. Essei „besser, schnell abzuräumen, wenn nun juristische Problemeauftauchen“. Für die Entscheidung der Kanzlerin habe er dennoch großenRespekt. Anders äußerst sich Söders Konkurrent um die KanzlerkandidaturArmin Laschet. Im Düsseldorfer Landtag sagte er am Vormittag, man müsse“sehr kritisch” darüber reden, “was da vor zwei Tagen passiert ist”.“Diese Ministerpräsidentenkonferenz hat die Menschen enttäuscht.”Angela Merkel will um 12:30 ein öffentliches Statement abgeben.