Schlagwort: Schleusung

  • Großrazzia in NRW: Bundespolizei zerschlägt mutmaßliches Schleuser- und Prostitutionsnetzwerk

    Großrazzia in NRW: Bundespolizei zerschlägt mutmaßliches Schleuser- und Prostitutionsnetzwerk

    Großrazzia gegen illegale Prostitution in NRW

    Mit einer groß angelegten Aktion ist die Bundespolizei am heutigen Tag gegen ein mutmaßliches Netzwerk im Bereich der illegalen Prostitution vorgegangen. Insgesamt 120 Einsatzkräfte sowie ein Bargeldspürhund durchsuchten sieben Objekte in Nordrhein-Westfalen. Die Maßnahmen standen im Zusammenhang mit der Bekämpfung von illegaler Prostitution und unerlaubtem Aufenthalt.

    Durchsuchungen in mehreren Städten

    Die Einsatzkräfte durchsuchten Objekte in Düsseldorf, Langenfeld, Viersen, Oberhausen, Hattingen sowie zwei Standorte in Essen. Im Zuge der Razzia konnten zwei Haftbefehle vollstreckt werden. Die festgenommenen Beschuldigten wurden noch am selben Tag einem Haftrichter am Amtsgericht Düsseldorf vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

    Weitere aktuelle Polizeimeldungen findest Du auch in der Kategorie News sowie unter Deutschland.

    Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern

    Die Ermittlungen laufen bereits seit Juli 2025 und werden durch die Inspektion Kriminalitätsbekämpfung der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen geführt. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf wirft den Beschuldigten gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern vor.

    Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um vier chinesische Staatsangehörige im Alter zwischen 42 und 59 Jahren. Drei Frauen und ein Mann sollen zahlreichen Personen ohne gültigen Aufenthaltstitel die Ausübung der Prostitution ermöglicht haben. Dazu stellten sie laut Ermittlungen Räume bereit und schalteten gezielt Anzeigen auf entsprechenden Online-Plattformen.

    Beweismittel und Bargeld sichergestellt

    Während der Durchsuchungen sicherten die Ermittler Vermögenswerte in Höhe von rund 13.000 Euro. Zudem stellten sie zahlreiche Beweismittel sicher, darunter Mobiltelefone, Tablets sowie weitere Speichermedien. Diese sollen nun ausgewertet werden und weitere Erkenntnisse liefern.

    Weitere Informationen zur Arbeit der Behörden findest Du beispielsweise bei der Bundespolizei oder der Zollverwaltung.

    Drei Frauen ohne Aufenthaltstitel aufgegriffen

    Im Rahmen der Maßnahmen trafen die Einsatzkräfte außerdem drei chinesische Frauen ohne gültigen Aufenthaltstitel an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen übergaben die Beamten diese an die zuständige Landespolizei Nordrhein-Westfalen.

    Weitere Meldungen zum Thema findest Du auch im Bereich Fahndungen.

    Ermittlungen dauern an

    Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Insbesondere die Auswertung der sichergestellten Datenträger steht noch aus und könnte weitere Details zu dem mutmaßlichen Netzwerk ans Licht bringen.

    Hinweis: Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gelten alle Beschuldigten als unschuldig.

    Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

  • Großrazzia in NRW: Bundespolizei durchsucht sieben Objekte im Raum Düsseldorf

    Großrazzia in NRW: Bundespolizei durchsucht sieben Objekte im Raum Düsseldorf

    Großrazzia in NRW 

    Im Rahmen einer groß angelegten Razzia in NRW durchsuchen derzeit mehr als 120 Einsatzkräfte mehrere Objekte in Nordrhein-Westfalen. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt im Großraum Düsseldorf. Die Einsatzkräfte stammen von der Bundespolizei und erhalten Unterstützung durch Bargeldspürhunde der Bundeszollverwaltung.

    Ermittlungen wegen Schleusung und illegaler Beschäftigung

    Hintergrund der aktuellen Großrazzia der Bundespolizei ist ein laufendes Ermittlungsverfahren der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt. Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie der Beschäftigung von Personen ohne gültigen Aufenthaltstitel.

    Die Durchsuchungen konzentrieren sich auf insgesamt sieben Objekte. Ziel der Maßnahmen ist es, Beweismittel zu sichern und mögliche Strukturen hinter den mutmaßlichen Straftaten aufzudecken.

    Großeinsatz mit Spezialeinheiten und Spürhunden

    Die Einsatzkräfte führen die Maßnahmen koordiniert und zeitgleich durch. Besonders auffällig ist der Einsatz von speziell ausgebildeten Bargeldspürhunden der Zollverwaltung. Diese kommen häufig bei Ermittlungen zum Einsatz, bei denen finanzielle Strukturen oder illegale Geldflüsse eine Rolle spielen.

    Die Behörden setzen bei der Großrazzia auf eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Sicherheitsorganen. Dadurch wollen sie die Effektivität der Maßnahmen erhöhen und mögliche Netzwerke vollständig aufdecken.

    Weitere Informationen folgen

    Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat angekündigt, nach Abschluss der laufenden Maßnahmen über die Ergebnisse der Durchsuchungen zu informieren. Der Einsatz dauert derzeit noch an.

    Weitere aktuelle Meldungen finden Sie auch in den Bereichen News, Deutschland und Fahndungen.

    Offizielle Informationen stellt unter anderem die Bundespolizei sowie die Zollverwaltung bereit.v

  • Mutmaßlicher Schleuser bei Waidhaus gefasst: Bundespolizei stoppt Lkw nach Bürgerhinweis

    Mutmaßlicher Schleuser bei Waidhaus gefasst: Bundespolizei stoppt Lkw nach Bürgerhinweis

    Mutmaßlicher Schleuser bei Waidhaus gefasst 

    Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus haben nach einem Bürgerhinweis und intensiven Fahndungsmaßnahmen einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Der 51 Jahre alte türkische Lkw-Fahrer steht im Verdacht, zwölf iranische und irakische Staatsangehörige unerlaubt nach Deutschland gebracht zu haben. Die Ermittler ordnen ihm den Lastwagen zu, aus dem die Personen zuvor im Bereich Amberg ausgestiegen sein sollen.

    Der Fall zeigt, wie wichtig schnelle Hinweise aus der Bevölkerung für die Ermittlungsarbeit sind. Gleichzeitig unterstreicht der Zugriff, wie eng Bundespolizei, Bayerische Polizei, Zoll und Staatsanwaltschaft in solchen Verfahren zusammenarbeiten.

    Bürgerhinweis löst Fahndung im Raum Amberg aus

    Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis einer Zeugin am Dienstagnachmittag, 7. April 2026. Sie meldete der Bayerischen Polizei, dass mehrere Personen auf der B85 aus einem Lkw ausgestiegen seien. Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Amberg trafen vor Ort insgesamt zwölf Personen an und nahmen sie in Gewahrsam.

    Unmittelbar danach starteten die Bayerische Polizei und die Bundespolizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem beschriebenen Lkw. Zunächst blieb die Suche ohne Ergebnis. Weil sich schnell der Verdacht des Einschleusens von Ausländern ergab, übernahm die Bundespolizeiinspektion Waidhaus unter Leitung der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.Opf. die weiteren Ermittlungen.

    Zugriff nach 18 Stunden am Zollamt Waidhaus

    Am Mittwochabend, 8. April 2026, entdeckte eine Streife der Bundespolizei am Parkplatz des Zollamts Waidhaus einen Lkw, der auf die Fahndungshinweise passte. Bei der anschließenden Kontrolle bestätigte sich der Verdacht. Nach Angaben der Ermittler ließ sich das Fahrzeug eindeutig mit der vorangegangenen Schleusung in Verbindung bringen.

    Die Beamten nahmen den Fahrer vorläufig fest. Ermittler des Bundespolizei-Ermittlungsdienstes Waidhaus ordneten ihn als Fahrer des Lkw während der Schleusung zu. Mit Unterstützung des Zolls Wernberg öffneten Einsatzkräfte die angebrachte Zollplombe und überprüften den Auflieger.

    Deutliche Hinweise auf Personentransport entdeckt

    Auf der Ladefläche fanden die Beamten deutliche Spuren, die auf einen Transport von Menschen hindeuten. Nach Angaben der Einsatzkräfte lagen dort offen sichtbare Kleidungsstücke, Decken und Matratzen. Außerdem entdeckten sie zahlreiche Wasserflaschen sowie teilweise geöffnete Pakete.

    Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand soll der Beschuldigte am Dienstag, 7. April 2026, insgesamt zwölf Personen auf der Ladefläche seines Lkw unerlaubt in die Bundesrepublik Deutschland eingeschleust haben. Damit steht der Vorwurf im Raum: mutmaßlicher Schleuser bei Waidhaus gefasst. Genau dieser Fahndungserfolg rückte den Fall bundesweit in den Fokus.

    Staatsanwaltschaft und Bundespolizei führen weitere Ermittlungen

    Der 51-Jährige soll nun dem Haftrichter beim Amtsgericht Weiden i.d.OPf. vorgeführt werden. Unter Leitung der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.Opf. hat der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Waidhaus die weiteren Ermittlungen übernommen.

    Staatsanwalt Matthias Bauer betonte die Bedeutung der behördenübergreifenden Zusammenarbeit. Vom ersten Bürgerhinweis über die polizeilichen Erstmaßnahmen bis zur gezielten Fahndung griffen die Maßnahmen der beteiligten Stellen nahtlos ineinander. So gelang es den Einsatzkräften, den Tatverdächtigen bereits nach rund 18 Stunden festzunehmen. Der Fall der mutmaßlich gefassten Schleuser bei Waidhaus zeigt damit auch, wie schnell abgestimmte Ermittlungsarbeit zu einem Erfolg führen kann.

    Behörden danken Zeugin und bitten weiter um Hinweise

    Die Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. und die Bundespolizeiinspektion Waidhaus bedanken sich ausdrücklich bei der aufmerksamen Zeugin für den entscheidenden Hinweis. Gleichzeitig appellieren die Behörden an die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen auch künftig sofort zu melden. Solche Hinweise können bei der Bekämpfung von Schleusungskriminalität entscheidend sein.

    Weitere Meldungen aus Deutschland findest Du auch in unseren Rubriken Deutschland, Verkehr und Fahndung.

    Offizielle Informationen veröffentlichen unter anderem die Bundespolizei, die Staatsanwaltschaft Weiden i.d.Opf. sowie der Zoll

  • Bundespolizei stoppt Schleusung: Vier Migranten ohne Papiere am Bahnhof Rosenheim aufgegriffen

    Bundespolizei stoppt Schleusung: Vier Migranten ohne Papiere am Bahnhof Rosenheim aufgegriffen

    Migranten ohne Einreisepapiere in Rosenheim gestoppt

    Die Bundespolizei hat am Dienstag (31. März) am Bahnhof Rosenheim eine vierköpfige Gruppe von Migranten ohne Einreisepapiere aufgegriffen. Die Männer waren zuvor mit einem Regionalzug aus Kufstein eingereist. Obwohl sie gültige Fahrkarten vorweisen konnten, fehlten ihnen die notwendigen Dokumente für die Einreise nach Deutschland.

    Kontrolle am Bahnhof führt zu Feststellung

    Im Rahmen einer Grenzkontrolle überprüften Einsatzkräfte die Insassen des Zuges. Dabei stellten sie fest, dass die vier Männer keine gültigen Ausweispapiere oder Visa mitführten. Die Bundespolizei brachte die Gruppe daraufhin zur Dienststelle am Bahnhof Rosenheim.

    Weitere aktuelle Meldungen findest Du auch unter News oder im Bereich Deutschland.

    Schleusung über Österreich organisiert

    Nach eigenen Angaben stammen die Männer im Alter zwischen 22 und 33 Jahren aus der Türkei. Sie erklärten, dass sie zuvor mithilfe eines Lastkraftwagens nach Österreich gebracht worden seien. Die Weiterreise nach Deutschland erfolgte anschließend per Zug.

    Das Ticket für die Zugfahrt wurde laut Aussage der Migranten von einer bislang unbekannten Person organisiert. Für die gesamte Schleusung zahlten sie nach eigenen Angaben jeweils rund 2.500 Euro.

    Keine Dokumente – direkte Zurückweisung

    Da die Männer weder Reisepässe noch andere Identitätsnachweise oder Visa vorlegen konnten, leitete die Bundespolizei Verfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise ein. Anschließend wiesen die Beamten die vier Personen nach Österreich zurück.

    Informationen zur Arbeit der Bundespolizei findest Du auch auf der offiziellen Seite der Bundespolizei.

    Ermittlungen laufen weiter

    Die genauen Hintergründe der Schleusung sowie die beteiligten Personen sind derzeit Gegenstand laufender Ermittlungen. Die Behörden prüfen insbesondere, wer die Organisation der Reise übernommen hat und welche Strukturen hinter der Schleusung stehen. 

  • Bundespolizei stoppt mutmaßliche Schleuser auf B2

    Bundespolizei stoppt mutmaßliche Schleuser auf B2

    Schleusung auf der B2 bei Garmisch-Partenkirchen: Bundespolizei nimmt zwei Fahrer fest

    Die Bundespolizei hat in der Nacht von Montag auf Dienstag (29./30. Dezember) auf der Bundesstraße B2 bei Garmisch-Partenkirchen gleich zwei mutmaßliche Schleusungsfälle aufgedeckt. Bei gezielten Kontrollen stoppten die Beamten mehrere Fahrzeuge und leiteten umfangreiche Ermittlungen wegen des Verdachts der Schleusung von Ausländern sowie wegen fehlender Fahrerlaubnisse ein.

    Familiengruppe ohne gültige Einreisepapiere festgestellt

    Im ersten Fall kontrollierten Einsatzkräfte einen Pkw mit französischen Kennzeichen. Insgesamt sieben Insassen konnten keine gültigen Dokumente für die Einreise nach Deutschland vorweisen. Am Steuer saß ein 26-jähriger bosnischer Staatsangehöriger, der zudem nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war.

    Die Bundespolizei stellte fest, dass es sich bei den Insassen um drei Erwachsene und vier Minderjährige handelte, die miteinander verwandt sind. Die Familie hatte zuvor in Italien gelebt und wollte nach eigenen Angaben nach Deutschland zurückkehren. Bereits in der Vergangenheit waren die Betroffenen in Niedersachsen registriert worden.

    Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen übergaben die Beamten die Familie an eine Landesaufnahmestelle in Niedersachsen. Dort prüfen die zuständigen Behörden nun den weiteren Aufenthaltsstatus. Gegen den in Braunschweig gemeldeten Fahrer leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen Schleusung ein. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hinterlegte er bereits vorab eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 Euro.

    Pakistanische Reisegruppe an der Einreise gehindert

    Nur kurze Zeit später kontrollierten Bundespolizisten auf derselben Bundesstraße ein weiteres Fahrzeug mit italienischer Zulassung. In dem Auto saßen vier pakistanische Staatsangehörige im Alter zwischen 24 und 34 Jahren. Fahrer und Beifahrer legten gültige Reisepässe sowie italienische Aufenthaltstitel vor.

    Bei der genaueren Überprüfung entdeckten die Beamten jedoch einen gefälschten internationalen pakistanischen Führerschein beim Beifahrer. Die Bundespolizei zeigte ihn daraufhin wegen des Verschaffens falscher amtlicher Ausweise an. Auch der Fahrer geriet ins Visier der Ermittler, da er im Verdacht steht, die beiden Mitfahrer auf der Rückbank illegal über die Grenze gebracht zu haben.

    Zurückweisung nach Österreich

    Die mutmaßlich Geschleusten gaben an, zuvor in Italien gelebt zu haben und nun ihren Aufenthalt in Deutschland oder einem anderen europäischen Staat fortsetzen zu wollen. Da sie jedoch über keine gültigen Einreisedokumente verfügten, verweigerte die Bundespolizei die Einreise. Die Beamten wiesen die Männer unmittelbar nach Österreich zurück.

    Der aktuelle Einsatz unterstreicht erneut die konsequente Kontrolltätigkeit der Bundespolizei im grenznahen Raum. Weitere Informationen zu ähnlichen Fällen finden Leser auch in den Bereichen News, Deutschland und Fahndungen.

    Offizielle Informationen stellt unter anderem die Bundespolizei bereit. Auch die Bayerische Polizei informiert regelmäßig über aktuelle Einsätze und Ermittlungen.

  • Vier moldauische Staatsangehörige ins Herkunftsland abgeschoben

    Vier moldauische Staatsangehörige ins Herkunftsland abgeschoben

    Abschiebung vier moldauischer Staatsangehöriger

    Die Bundespolizei Freilassing hat am Dienstag, 25. November, insgesamt vier moldauische Staatsangehörige in ihr Herkunftsland zurückgeführt. Die Einsatzkräfte stellten zuvor mehrere Fälle unerlaubter Einreise sowie unerlaubten Aufenthalts fest. Die Maßnahmen erfolgten nach zwei gezielten Kontrollen auf der Autobahn A94 im Rahmen der grenzpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung.

    Kontrolle am Sonntag: Drei Moldauer überschreiten visumsfreien Aufenthalt

    Am Sonntag, 23. November, überprüften Beamte der Bundespolizei ein litauisches Fahrzeug mit sechs Insassen. Der 31-jährige Fahrer aus Rumänien zeigte einen gültigen Reisepass vor. Bei vier mitreisenden Moldauern fiel jedoch schnell auf, dass drei von ihnen den visumsfreien Bezugszeitraum deutlich überschritten hatten. Damit entstand der Verdacht auf unerlaubte Einreise und unerlaubten Aufenthalt.

    Gegen den Fahrer leiteten die Einsatzkräfte zusätzlich ein Verfahren wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der Mann seine Weiterreise fortsetzen. Die drei Moldauer erhielten eine Meldeauflage und wurden vorübergehend entlassen. Parallel plante die Bundespolizeiinspektion Freilassing bereits ihre Abschiebung per Flug am 25. November ab München in die Republik Moldau.

    Erneute Kontrolle am Montag: Manipulierter Reisepass führt zu weiterer Abschiebung

    Bereits am folgenden Tag überprüften die Einsatzkräfte erneut ein Fahrzeug mit rumänischer Zulassung. Ein 20-jähriger Moldauer geriet ins Visier der Beamten, nachdem sein Reisepass mehrere herausgetrennte Seiten aufwies. Zudem fehlten sämtliche Ein- und Ausreisestempel. Die Bundespolizei ging deshalb von Verändern amtlicher Ausweise und einem weiteren Fall unerlaubter Einreise aus.

    Aufgrund der zeitlichen Nähe zur bereits geplanten Sammelabschiebung reservierten die Beamten vorsorglich einen Haftplatz in einer Abschiebehafteinrichtung. Dank schneller Bearbeitung konnte die Maßnahme allerdings ohne Haftantritt erfolgen. Der Mann wurde schließlich ebenfalls dem Rückführungsflug zugeführt.

    Rückführung erfolgt planmäßig per Flug nach Moldau

    Alle vier moldauischen Staatsangehörigen traten schließlich am Dienstagabend die Rückreise in ihr Herkunftsland an. Der Flug startete vom Flughafen München und fand ohne Zwischenfälle statt. Die Bundespolizei betonte nach Abschluss der Rückführung die Bedeutung konsequenter Kontrollen auf den Hauptreiserouten im Grenzgebiet.

    Weiterführende Informationen

  • 21-Jähriger wegen gewerbs- und bandenmäßiger Einschleusung fest im Fokus

    21-Jähriger wegen gewerbs- und bandenmäßiger Einschleusung fest im Fokus

    Bundespolizei deckt Einschleusung von 43 Drittstaatsangehörigen auf

    Am Morgen des 20. August 2025 hat die Bundespolizei zwei Wohnungen in Heide und Lohe-Rickelshof durchsucht.

    Die Durchsuchungen richteten sich gegen einen 21-jährigen aus dem Jemen. Er steht im Verdacht, im Juni 2023 insgesamt 43 Drittstaatsangehörige eingeschleust zu haben.

    Die Opfer wurden in der Slowakei mit einem polnischen Miettransporter abgeholt. Anschließend brachte der Beschuldigte sie über Polen und Tschechien nach Deutschland.

    Nach der letzten Fahrt verursachte der 21-Jährige in Dresden einen Verkehrsunfall. Er entfernte sich unerlaubt vom Unfallort. Das Tatfahrzeug blieb zurück.

    Dadurch konnte eine kriminaltechnische Untersuchung durchgeführt werden. DNA-Spuren und Zeugenaussagen führten später zur Überführung des Beschuldigten.

    An der heutigen Maßnahme waren rund 60 Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei beteiligt. Spezialkräfte der Bundesbereitschaftspolizei unterstützten die Aktion.

    Während der Durchsuchungen wurden mehrere Handys und weitere Beweismittel sichergestellt. Der Beschuldigte wurde vor Ort angetroffen und vernommen.

    Die Ermittlungen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Einschleusens leitet die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf. Dies geschieht im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dresden, Zweigstelle Pirna.

    Bisher wurden keine freiheitsentziehenden Maßnahmen gegen den Beschuldigten ergriffen. Die Ermittlungen dauern an.

  • Schlag gegen Schleuser-Clan

    Schlag gegen Schleuser-Clan

    Internationaler Schlag gegen Schleuserbande – Fünf Festnahmen

    Am Mittwochmorgen (6. August 2025) haben Ermittler einen großen Erfolg gegen internationale Schleuser erzielt. Fünf mutmaßliche Mitglieder eines professionellen Schleuser-Netzwerks wurden festgenommen.

    Bundesweite und internationale Razzien

    Die Festnahmen erfolgten zeitgleich in Deutschland, den Niederlanden und Bosnien-Herzegowina.

    Der Einsatz wurde von der Staatsanwaltschaft Weiden und der Bundespolizei koordiniert. Unterstützung kam
    von EUROPOL und EUROJUST.

    Durchsuchungen in Dortmund, Bochum und Houten

    Spezialeinheiten der Bundespolizei durchsuchten drei Wohnungen in Dortmund und Bochum.

    In den Niederlanden wurde ein Objekt in Houten durchsucht. Die Ermittler stellten dabei mehrere Smartphones, Fahrzeuge und geringe Mengen Drogen sicher.

    Ursprung der Ermittlungen in Bayern

    Die Ermittlungen starteten bereits 2021.

    Im Zentrum stand eine mutmaßliche Bande, die vor allem syrische Staatsbürger nach Deutschland schleuste.
    Die Schleusungen liefen größtenteils über die sogenannte Balkanroute.

    40 dokumentierte Schleusungsfälle – mindestens 500 Geschleuste

    Die festgenommenen Männer sind zwischen 26 und 37 Jahre alt.

    Sie besitzen die syrische Staatsangehörigkeit.

    Die Behörden werfen ihnen 40 banden- und gewerbsmäßige Schleusungen vor.
    Dabei wurden mindestens 500 Personen illegal nach Europa gebracht.

    Bis zu 480 Menschen täglich geschleust

    Interne Auswertungen zeigen:

    Die Bande soll sich selbst damit gebrüstet haben, 2022 bis zu 480 Menschen pro Tag geschleust zu haben.
    Die Kosten pro Schleusung lagen zwischen 2.500 und 4.500 Euro.

    Daraus ergab sich ein illegaler Gewinn von mindestens 1,4 Millionen Euro.

    Schätzungen zufolge könnten es sogar rund 10 Millionen Euro gewesen
    sein.

    Komplexes Netzwerk mit internationaler Struktur

    Das Schleusernetzwerk arbeitete grenzüberschreitend.

    Es nutzte moderne Kommunikationsmittel, um Schleusungen aus Deutschland zu planen.

    Auch Bosnien und die Niederlande waren Teil des Netzwerks. Die Ermittlungen erforderten enge
    Abstimmungen zwischen mehreren Ländern.

    Gewaltbereitschaft und Skrupellosigkeit

    Die Ermittlungen belegen erneut:

    Schleuserbanden agieren zunehmend gewaltsam und rücksichtslos. Die Täter setzen Menschenleben aufs Spiel. Gewalt gegenüber Migranten und Konkurrenzbanden ist keine Seltenheit.

    Gemeinsames Ermittlungsteam mit EU-Staaten

    2024 wurde mit Unterstützung von EUROJUST ein gemeinsames Ermittlerteam gegründet.

    Daran beteiligt waren Deutschland, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Polen. Die enge Zusammenarbeit war entscheidend für den Ermittlungserfolg. 

  • Urteil wegen Schleusung mit mehreren Toten

    Urteil wegen Schleusung mit mehreren Toten

    Schuldsprüche im Fall tödlicher Schleusung – Urteil rechtskräftig

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Verurteilungen dreier Angeklagter wegen Einschleusens von Ausländern mit Todesfolge bestätigt. Damit ist das Urteil des Landgerichts rechtskräftig.

    Die Angeklagten wurden in sechs tateinheitlichen Fällen wegen Einschleusens mit Todesfolge sowie
    in 13 weiteren Fällen wegen lebensgefährdender Schleusung verurteilt.
    Der Organisator der Schleusungsfahrt erhielt 14 Jahre Freiheitsstrafe. Zwei weitere Beteiligte wurden zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bzw. Jugendstrafe verurteilt.

    Nach Feststellungen des Landgerichts planten die Angeklagten gemeinsam eine Schleusungsfahrt von Wien nach Deutschland. Ein Kleintransporter mit nur neun regulären Sitzplätzen sollte 22 Personen aus der Türkei und Syrien befördern. Ein Begleitfahrzeug sollte die Aktion vor Polizeikontrollen schützen.

    Als der Transporter in Deutschland kontrolliert werden sollte, versuchte der Fahrer zu fliehen. Er fuhr mit hoher Geschwindigkeit in eine Autobahnausfahrt. Aufgrund der Überladung und des Fahrverhaltens kam das Fahrzeug von der Fahrbahn ab und überschlug sich.

    Mehrere Menschen wurden aus dem Fahrzeug geschleudert. Einige starben, andere erlitten schwere bis mittelschwere Verletzungen. Der Fahrer, der angeschnallt war, wurde nur leicht verletzt.

    Er wurde bereits zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

    Die übrigen Angeklagten entfernten sich vor dem Unfall aus Angst vor Entdeckung mit dem Begleitfahrzeug in Richtung Österreich.

    Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs sah in der Revision keine Rechtsfehler. Die Schuldsprüche und Strafen bleiben bestehen.

  • Bundespolizei stellt mutmaßlichen Schleuser im Überseehafen Rostock

    Bundespolizei stellt mutmaßlichen Schleuser im Überseehafen Rostock

    Bundespolizei stellt mutmaßlichen Schleuser im Überseehafen Rostock

    Rostock

    Im Rahmen einer Kontrolle im Überseehafen deckte die Bundespolizeiinspektion Rostock gestern eine mutmaßliche Schleusung auf. Die Person, ein 26-jähriger afghanischer Staatsangehöriger, ist zuvor mit der Fähre aus Schweden eingereist.

    Der Mann erfüllte nicht die rechtlichen Vorrausetzungen für die Einreise nach Deutschland. In seinem Fahrzeug kontrollierten die Einsatzkräfte zwei weitere afghanische Staatsangehörige im Alter von 13 und 33 Jahren. Diese verfügten ebenfalls nicht über die für die Einreise nach Deutschland erforderlichen Dokumente.

    Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern ein.

    In Abstimmung mit den schwedischen Behörden konnten die Bundespolizisten die Rückführung des afghanischen Staatsangehörigen nach Schweden initiieren und am heutigen Morgen vollziehen.

    Die geschleusten Insassen stellen ein Asylgesuch. Die Bundespolizei leitete sie an die zuständige Behörde weiter.

  • Schleuser muss hinter Gitter

    Schleuser muss hinter Gitter

    Schleuser muss hinter Gitter / Bundespolizei greift sechs syrische Geschleuste auf

    Lindau/Nesselwang – 

    Am Donnerstag (21. Dezember) hat die Kemptener Bundespolizei zwei Schleusungen aufgedeckt.
    Die Beamten haben dabei unter anderem vier gefälschte Dokumente sichergestellt. Ein ukrainischer mutmaßlicher Schleuser kam in Untersuchungshaft und drei Migranten in Zurückschiebungshaft.

    Am frühen Morgen kontrollierten Lindauer Bundespolizisten am Grenzübergang Hörbranz (BAB 96)
    in einem Fernreisebus aus Italien zwei Syrer. Der 38-Jährige legte für sich und den 14-Jährigen, einen entfernten Verwandten, griechische Fremdenpässe vor. Die Beamten erkannten, dass bei beiden Dokumenten die Lichtbilder ausgetauscht worden waren. Außerdem stellten die Polizisten durch die Fahndungsüberprüfung fest, dass die Pässe durch die griechischen Behörden zur Sicherstellung ausgeschrieben waren.

    Auf Nachfrage händigten die Syrer außerdem ihre griechischen Aufenthaltstitel aus, welche die Beamten jedoch als Fälschungen entlarvten. Der 38-Jährige, gab an, dass er die falschen Dokumente in Athen gekauft habe. Für die gesamte Schleusung aus der Türkei über Italien nach Deutschland habe der
    Mann mindestens 7.000 Euro an einen Unbekannten gezahlt.

    Anzeige wegen Urkundenfälschung sowie versuchter unerlaubter Einreise

    Die Bundespolizisten zeigten die beiden Syrer wegen Urkundenfälschung sowie versuchter unerlaubter Einreise an und wiesen sie am Nachmittag nach Österreich zurück. Die Bundespolizei ermittelt außerdem gegen den bisher Unbekannten wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern.

    Kemptener Bundespolizisten kontrollierten später am Morgen auf dem Pendlerparkplatz Nesselwang (BAB 7) einen ukrainischen Fahrzeuglenker, der in seinem Kombi mit polnischer Zulassung vier syrische Männer im Alter von 19, 26, 50 und 52 Jahren beförderte. Der 42-jährige Ukrainer, der in Polen lebt, konnte sich mit seinem gültigen Reisepass und polnischen Aufenthaltstitel ausweisen. Die syrischen Insassen konnten keine gültigen Ausweisdokumente vorlegen. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Bundespolizisten außerdem ein verbotenes Springmesser, welches dem Fahrer gehörte, und stellten dieses sicher.

    Ersten Ermittlungen zufolge war der Fahrzeuglenker am Vortag (20. Dezember) von Polen nach Slowenien gereist, um die syrischen Migranten abzuholen und nach Deutschland zu bringen. Der Beschuldigte behauptete zwar, die Fahrt sei über eine Mitfahrplattform zustande gekommen, die Bundespolizisten ermittelten jedoch, dass für die Fahrt bereits größere Geldsummen geflossen waren. Der Ukrainer muss sich nun wegen Einschleusens von Ausländern und Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Die Beamten führten den mutmaßlichen Schleuserfahrer am Freitagvormittag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Kempten vor, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten einen Haftbefehl erließ. Die Polizisten lieferten den Beschuldigten anschließend in Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein.

    Die Syrer erhielten Anzeigen wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthaltes. Der 19-Jährige stellte ein Asylgesuch und wurde am Freitagmorgen an das Anker-Zentrum Augsburg weitergeleitet. Die Beamten führten die anderen drei Migranten, die bereits in anderen europäischen Ländern Schutzersuchen gestellt hatten, am Freitagmittag beim Amtsgericht Kempten vor und lieferten sie anschließend in Zurückschiebungshaft in die Abschiebehafteinrichtung Hof ein.

  • Mutmaßliche Schleusung unter höchst widrigen Bedingungen Stundenlang in eiskalten Kofferraum gesperrt – Hose von Urin durchnässt

    Mutmaßliche Schleusung unter höchst widrigen Bedingungen Stundenlang in eiskalten Kofferraum gesperrt – Hose von Urin durchnässt

    Mutmaßliche Schleusung unter höchst widrigen Bedingungen

    Mittenwald / Garmisch-Partenkirchen

    Die Bundespolizei hat am Mittwoch (6. Dezember) an der B2 nahe Mittenwald die offenkundige Schleusung von sechs Syrern in einem überbesetzten Pkw beendet. Einer der Geschleusten musste bei Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt stundenlang im Kofferraum zubringen, ehe er von den Bundespolizisten durchfroren und mit einer Urin-durchnässten Hose aus seiner misslichen
    Lage befreit werden konnte.

    Zusammen mit dem ukrainischen Fahrer waren seit dem Vorabend insgesamt sieben Personen in dem Auto, das lediglich für fünf Insassen zugelassen ist. Vier der syrischen Mitfahrer hatten sich ununterbrochen ungesichert auf die Rückbank zu zwängen. Am Donnerstag wurde der Ukrainer in
    die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim gebracht.

    Kurz vor dem Mittenwalder Ortseingang stoppten die Beamten des Bundespolizeireviers Garmisch-Partenkirchen den Pkw mit slowakischem Kennzeichen. Der 36-jährige Fahrer wies sich bei der grenzpolizeilichen Kontrolle mit einem ukrainischen Reisepass und einem slowakischen Führerschein aus. Auf dem Beifahrersitz befand sich ein junger Mann ohne Papiere. Schon beim Blick auf die Rückbank war den Bundespolizisten klar, dass die Fahrt nicht fortgesetzt werden konnte. Dort saßen eingepfercht drei Minderjährige und ein Erwachsener. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse auf der für maximal drei Personen vorgesehenen Sitzmöglichkeit war an ein Anschnallen mit den eingebauten Sicherheitsgurten nicht zu denken. Auch die vier konnten sich nicht ausweisen.

    Durchgefrorener Jugendlicher im Kofferraum

    Bereits während ihrer Kontrolle machten sie wiederholt auf den Kofferraum aufmerksam. Als die Beamten die Heckklappe der Limousine öffneten, fanden sie einen völlig durchfrorenen Jugendlichen, der sich notdürftig in eine Rettungsfolie eingewickelt hatte. Seine Hose war im oberen Bereich vom eigenen Urin durchdrungen. Der Kofferraum dürfte bei den vorherrschenden Minusgraden einem Eisschrank geglichen haben, da dorthin vom Fond des Fahrzeugs her spürbar keine Wärme gelangt war.

    Die sechs Mitfahrer erklärten ursprünglich aus Syrien zu stammen. Vier von ihnen sind gemäß dem jeweils angegebenen Alter (14, 16, 16, 16) noch minderjährig. Die zwei Erwachsenen sind nach eigenen Angaben 18 und 25 Jahre alt. Ihren Schilderungen zufolge waren sie nach vorausgegangenen Schleusungsetappen in der Slowakei zu dem Pkw gelotst worden. Bei dem ukrainischen Fahrer soll es sich um den von der Schleuserorganisation geschickten “Abholer” gehandelt haben. Pro Person hätte die Schleusung ab Serbien bis zu 2.500 Euro gekostet. Das Geld hätten einige der sechs Syrer erst während eines mehrmonatigen Zwischenaufenthalts in der Türkei verdienen müssen.

    Der ukrainische Fahrer sei bis auf eine Tankunterbrechung von der Slowakei bis nach Deutschland durchgefahren. Seine syrischen Begleiter habe er für die Dauer des Tankvorgangs angewiesen, im Wagen sitzen zu bleiben. Der Kofferraum, in dem sich einer der 16-Jährigen befand, sei durchgängig geschlossen geblieben.

    Syrer in Aufnahmestelle für Flüchtlinge untergebracht 

    Die sechs Migranten, die über starken Durst klagten, wurden getrennt von ihrem Fahrer mit Unterstützung der Bayerischen Landespolizei zum Bundespolizeirevier nach Garmisch-Partenkirchen gebracht. Dort konnten sie zunächst versorgt werden. Nach Abschluss aller erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden die erwachsenen Syrer einer Münchner Aufnahmestelle für Flüchtlinge, die Minderjährigen dem Jugendamt Garmisch-Partenkirchen zugeleitet. Der ukrainische Fahrzeugführer wurde wegen Einschleusens von Ausländern unter lebensgefährdenden beziehungsweise unmenschlichen Bedingungen angezeigt und am Donnerstagvormittag beim Amtsgericht in München vorgeführt.

    Auf richterliche Anordnung hin musste der mutmaßliche Schleuser, der in der Slowakei gemeldet ist, die Untersuchungshaft antreten. Die Ermittler der zuständigen Bundespolizeiinspektion Rosenheim gehen von einer organisierten Schleusung aus.

  • 16-Jähriger zwischen Paletten auf Lkw-Auflieger

    16-Jähriger zwischen Paletten auf Lkw-Auflieger

    Am Dienstag (6. April) hat die Bundespolizei bei Grenzkontrollen auf der A93 in einem Lkw-Auflieger einen unterkühlten Jugendlichen gefunden. Dieser gab ab an, 16 Jahre alt zu sein und ursprünglich aus Afghanistan zu stammen.
    Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich bei der Fahrt unter lebensgefährlichen Bedingungen um eine kriminelle Schleusung.

     

    Bundespolizisten hatten den Fahrer des Lastkraftwagens mit griechischer Zulassung gegen 1:00 Uhr in der Rastanlage Inntal-Ost kontrolliert.
    Der 55-Jährige Grieche, der sich ordnungsgemäß ausweisen konnte, öffnete der Aufforderung der Kontrollbeamten entsprechend die Seitenplane seines Aufliegers. Dabei kam ein junger Mann zum Vorschein, der auf einem der transportierten Kartons saß.
    Offenbar hatte er die Fahrt, die in der Nacht von Montag auf Dienstag über den Brenner und durch Österreich führte, bei Minusgraden auf beziehungsweise zwischen den geladenen Paletten zugebracht.
    Papiere führte er nicht mit.
    Der Minderjährige wurde der Dienststelle der Bundespolizei in Rosenheim zugeleitet, wo er versorgt und einem medizinischen Screening unterzogen werden konnte.
    Ein Corona-Schnelltest fiel negativ aus.

    Der Geschleuste berichtete, dass ihm ein “Bekannter” bereits in Griechenland geholfen hätte, unbemerkt in den Lkw-Auflieger zu gelangen.
    Diese Gefälligkeit ließ sich der “Helfer” mit 1.500 Euro bezahlen.
    Von der ganzen Aktion habe der Fahrer nichts mitbekommen. Im Anschluss an seine Vernehmung konnte der griechische Staatsangehörige seine Fahrt fortsetzen. Wer als Organisator oder Mittäter der Schleusungsaktion in Frage kommt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei.
    Der jugendliche Afghane wurde der Obhut des Jugendamtes anvertraut.

  • München: Unerlaubte Einreise mittels Güterzug

    München: Unerlaubte Einreise mittels Güterzug

    München – Unerlaubte Einreise mittels Güterzug

    Am Samstagvormittag (13. Februar) griff die Bundespolizei am Güterbahnhof Ost drei Personen auf, die zuvor mit weiteren Personen auf einem Güterzug unerlaubt die Grenze zur Bunderepublik überquert hatten.

    Gegen zehn Uhr wurden der Bundespolizei mehrere Personen gemeldet, die kurz zuvor am Rangierbahnhof München-Ost von einem Güterzug abgesprungen waren. Ermittlungen ergaben, dass mehrere Personen den Güterzug verlassen hatten, jedoch nur drei von DB-Mitarbeitern aufgenommen worden waren. Die restlichen Personen unbekannter Anzahl waren über die Gleise geflüchtet. Während des Einsatzes war der Rangierbahnhof München Ost für den Bahnbetrieb gesperrt, zu Beeinträchtigungen im Personenverkehr kam es dadurch nicht.

     

    Weder eine Absuche durch mehrere Fußstreifen unter Einsatz eines Diensthundes, noch durch einen Helikopter der Bundespolizeifliegerstaffel in Oberschleißheim brachten Erkenntnisse zu den Geflüchteten. Aus der Luftperspektive wurde an einem Auflieger eine aufgeschlitzte Plane erkannt.

    Eine 53-jährige irakische Staatsangehörigen musste aufgrund einer Platzwunde und Unterkühlung zur ambulanten Behandlung in ein Münchner Klinikum verbracht werden, bevor sie zusammen mit den beiden anderen irakischen Staatsangehörigen (ein Mann 24 Jahre und ein Kind 12 Jahre – alle miteinander verwandt) asylrechtlichen Maßnahmen unterzogen wurde.

    Nach ersten Erkenntnissen hatten die drei mit weiteren Personen in Mailand den Güterzug bestiegen und waren über den Brenner weitergereist. Die weiteren Ermittlungen zum Verdacht der Schleusung sowie der illegalen Einreise führt das zuständige Kommissariat des Polizeipräsidiums München.

    Nach einer längeren Pause war dies seit Juli 2019 wieder der erste Fall, in dem Personen, die illegal per Güterzug in die Bundesrepublik eingereist und in München – im Bereich von Bahnanlagen – von der Bundespolizei aufgegriffen worden waren. Im Jahre 2020 gab es zwar mehrere Verdachtsfälle illegaler Einreisen auf Güterzügen, jedoch konnten dabei stets keine Personen bei Absuchen auf Bahnanlagen aufgegriffen werden.

    Weitere Meldungen aus München – HIER !

    Statistische Zahlen zu, von der Bundespolizei in München auf Bahnanlagen aufgegriffenen illegal Eingereisten:
    2016: 256 Personen
    2017: 565 Personen
    2018: 122 Personen
    2019: 65 Personen
    2020: – 2021: 3 Personen

    Eilmeldungen auf Dein Smartphone – klick hier 

    Blaulicht Report Videos – hier !