Hagen/Unna. Zwei junge Männer aus Nordrhein-Westfalen sollen über einen möglichen Anschlag gesprochen haben. Zudem sollen sie die Beschaffung von Sturmgewehren geplant haben. Nun liegt gegen einen 23-Jährigen aus Unna eine Anklage vor. Ein konkretes Anschlagsziel ist bislang nicht bekannt.
Terrorverdacht in NRW: Ermittler hörten Gespräche ab
Der Fall beschäftigt die Sicherheitsbehörden bereits seit mehreren Wochen. Am 1. Oktober 2026 durchsuchten Spezialkräfte mehrere Wohnungen in Hagen und Unna.
Dabei gerieten insbesondere zwei junge Männer in den Fokus der Ermittler. Es handelt sich um einen 23-Jährigen aus Unna und einen 19-Jährigen aus Hagen.
Nach Informationen sollen sich beide im September in einem Auto über einen möglichen Anschlag unterhalten haben.
Die Sicherheitsbehörden überwachten die Verdächtigen und hörten ihre Gespräche ab.
Verdächtige sollen über Sturmgewehre gesprochen haben
Bei den Gesprächen soll es auch um die Beschaffung von zwei Sturmgewehren des Typs AK-47 gegangen sein.
Nach Informationen wollten die Männer die Waffen für jeweils 1.000 Euro kaufen.
Allerdings fanden die Ermittler bei den Wohnungsdurchsuchungen keine entsprechenden Waffen.
Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf bestätigte gegenüber BILD die Anklage. Dabei geht es um den Vorwurf der Verabredung zu einem Verbrechen im Zusammenhang mit dem Kriegswaffenkontrollgesetz.
Kein konkretes Anschlagsziel bekannt
Laut Informationen aus Sicherheitskreisen sollen die Verdächtigen auch über mögliche Tatmittel gesprochen haben.
Dabei sollen ein Messer, ein Auto und eine Schusswaffe zur Sprache gekommen sein.
Ein konkretes Anschlagsziel ist bislang nicht bekannt.
23-Jähriger aus Unna in Untersuchungshaft
Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, erschien der 23-Jährige vor einer Haftrichterin am Amtsgericht Hagen.
Zuvor hatte er sich fast vier Wochen im Polizeigewahrsam befunden. Gegen ihn besteht nach den vorliegenden Angaben Fluchtgefahr. Deshalb kam er in Untersuchungshaft.
Der Deutsche soll eine Ausbildung bei der Deutschen Bahn absolvieren.
Nach Informationen aus Ermittlerkreisen soll er zum Islam konvertiert sein. Zudem soll er sich innerhalb der vergangenen zehn Monate zunehmend radikalisiert haben.
Diese Entwicklung soll die Sicherheitsbehörden auf ihn aufmerksam gemacht haben.
Zweiter Verdächtiger weiterhin im Gewahrsam
Auch gegen den 19-Jährigen aus Hagen richten sich die Ermittlungen.
Der junge Mann besitzt die deutsche und die kosovarische Staatsangehörigkeit. Er besucht eine Berufsschule.
Anders als der 23-Jährige befindet er sich nicht in Untersuchungshaft, sondern weiterhin im Langzeitgewahrsam.
Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft liegen bei ihm keine Haftgründe vor. Deshalb könnte er bald wieder auf freien Fuß kommen.
Zwei weitere Männer wieder auf freiem Fuß
Im Zusammenhang mit dem Terrorverdacht in NRW überprüften die Ermittler auch zwei Brüder aus Hagen.
Die beiden syrischen Staatsangehörigen sind 20 und 24 Jahre alt.
Bislang konnten die Ermittler ihnen nach den vorliegenden Angaben keine Beteiligung nachweisen. Deshalb erhob die Staatsanwaltschaft gegen sie keine Anklage.
Beide Männer befinden sich inzwischen auf freiem Fuß. Laut BILD sollen die Sicherheitsbehörden sie weiterhin beobachten.
Für sämtliche Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
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Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.
