Tödlicher Angriff an französischer Schule: 15-Jähriger ersticht Erzieherin
Am Dienstagmorgen kam es an der Mittelschule Collège Françoise-Dolto in Nogent zu einem schrecklichen Vorfall. Ein 15-jähriger Schüler erstach eine 31-jährige Erzieherin. Die Tat geschah
gegen 8:15 Uhr, teilte die Präfektur des Départements Haute-Marne mit.
Ironischerweise ereignete sich der Angriff während einer Sicherheitsmaßnahme. Die Gendarmerie führte eine Taschenkontrolle an der Schule durch. Diese Kontrollen wurden nach einer tödlichen Schlägerei im März bei einem Gymnasium in Essonne nahe Paris eingeführt. Dort war ein 17-Jähriger bei einem Angriff ums Leben gekommen.
Das Ziel der Kontrollen ist, bewaffnete Schüler zu erkennen und vom Unterricht fernzuhalten. In den letzten zwei Monaten fanden bei rund 6000 Kontrollen laut französischem Innenministerium 186 Messer sichergestellt und 32 Schüler festgenommen.
Beim Kontrollpunkt am Collège Françoise-Dolto stach der 15-Jährige mehrfach auf die Erzieherin ein.
Die Frau starb kurz darauf, berichtete das Portal 20minutes. Die Gendarmen konnten den Angreifer sofort überwältigen. Bei der Festnahme wurde ein Polizist leicht verletzt.
Die Schule wurde umgehend abgeriegelt. Die 324 Schülerinnen und Schüler mussten zunächst im Gebäude bleiben. Später wurde eine psychologische Betreuung für sie organisiert, um das Erlebte zu verarbeiten.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußerte sich zu dem Vorfall auf X. Er sprach von sinnloser Gewalt gegen eine pädagogische Assistentin. „Die Nation ist in Trauer“, so Macron. Die Regierung werde alles tun, um die Kriminalität zu senken.
Der mutmaßliche Täter war der Polizei bisher unbekannt. Das Motiv für den Angriff wird nun von den Ermittlungsbehörden geprüft.
