Tötungsdelikt am U-Bahnhof Wandsbek Markt: 18-Jährige stirbt – Täter aus dem Südsudan
Ein tödlicher Vorfall hat am 29. Januar 2026 den U-Bahnhof Wandsbek Markt in Hamburg erschüttert. Ein 25-jähriger Mann zerrte eine 18-jährige Frau vor eine einfahrende U-Bahn. Beide starben noch am Tatort. Der Täter stammte aus dem Südsudan. Die Mordkommission ermittelt zu den Hintergründen der Tat und zu seiner Einreise nach Deutschland.
So lief die Tat am Bahnsteig ab – Tötungsdelikt am U-Bahnhof Wandsbek Markt
Die junge Frau wartete am Bahnsteig der U-Bahnlinie U1. Der Mann näherte sich ihr plötzlich, packte sie und zog sie ins Gleisbett. In diesem Moment fuhr eine U-Bahn ein und erfasste beide Personen. Rettungskräfte konnten nichts mehr tun.
Ermittler gehen von einem gezielten Tötungsdelikt am U-Bahnhof Wandsbek Markt aus. Nach aktuellem Stand kannten sich Täter und Opfer nicht. Die Mordkommission wertet Videoaufnahmen aus, sichert Spuren und befragt Zeugen, um Motiv und Ablauf zu klären.
Einreise des Täters aus dem Südsudan
Nach bisherigen Erkenntnissen reiste der 25-jährige Mann Mitte 2024 aus dem Südsudan nach Deutschland ein. Er nutzte einen humanitären Aufnahmeweg und erhielt einen gültigen Aufenthaltstitel. In Hamburg lebte er in einer Gemeinschaftsunterkunft.
Deutschland ermöglicht Menschen aus Krisenregionen wie dem Südsudan über humanitäre Programme die Einreise. Bürgerkriege, Hunger und Gewalt zwingen viele Menschen dort zur Flucht. Diese Programme sollen Schutz bieten und eine sichere Perspektive schaffen.
Die Ermittler prüfen nun, ob der Mann einen Asylantrag stellte oder einen anderen Schutzstatus besaß. Auch sein Aufenthaltsverlauf steht im Fokus der Untersuchungen.
Polizeibekannt und auffälliges Verhalten
Bereits vor der Tat kannte die Polizei den Mann. Wenige Tage zuvor löste er einen Einsatz aus, nachdem er Einsatzkräfte angegriffen hatte. Beamte brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus. Nach der Behandlung kehrte er in seine Unterkunft zurück.
Die Mordkommission untersucht nun, ob dieser Vorfall, mögliche psychische Auffälligkeiten oder andere Faktoren mit dem Tötungsdelikt am U-Bahnhof Wandsbek Markt zusammenhängen.
Reaktionen und Anteilnahme
Zahlreiche Menschen legten am Wochenende Blumen und Kerzen am Bahnsteig nieder. Viele zeigten sich fassungslos über die Tat. Einsatzkräfte eines Kriseninterventionsteams betreuten Augenzeugen noch am Tatabend.
Der Vorfall löste in Hamburg eine breite Diskussion über Sicherheit im öffentlichen Raum, Prävention und den Umgang mit auffälligen Personen aus.
Weitere Polizeimeldungen findest Du in den Rubriken Deutschland, Verkehr und Fahndung.
Offizielle Informationen veröffentlicht die Polizei Hamburg unter polizei.hamburg.
Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.
