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Toter Säugling in Renningen: Ermittlungen gegen Mutter – Entführung offenbar vorgetäuscht!

25. Juni 2026 3 Minuten gelesen
Toter Säugling Renningen

Toter Säugling in Renningen: Ermittlungen richten sich gegen die Mutter

Im Fall des tot aufgefundenen Säuglings Adrian in Renningen haben die Ermittlungen eine entscheidende Wendung genommen. Polizei und Staatsanwaltschaft teilten mit, dass inzwischen gegen die 32-jährige Mutter des Kindes wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelt wird. Hinweise auf eine Entführung des drei Monate alten Jungen konnten die Ermittler bislang nicht feststellen.

Leiche zweifelsfrei identifiziert

Nach bisherigen Erkenntnissen alarmierte die Mutter am Abend des 18. Juni gegen 23.30 Uhr die Polizei. Sie gab an, nach einem Einkauf den Kinderwagen mit ihrem drei Monate alten Sohn für kurze Zeit unbeaufsichtigt vor dem Wohnhaus stehen gelassen zu haben, während sie Einkaufstaschen in ihre Wohnung im zweiten Obergeschoss brachte.

Als sie zurückgekehrt sei, habe sich das Baby nicht mehr im Kinderwagen befunden. Die Meldung löste umfangreiche Suchmaßnahmen aus.

Der tote Säugling war wenige hundert Meter von der Wohnung der Familie entfernt im Bereich des Rankbachs am Ortsrand von Renningen gefunden worden. Durch einen DNA-Abgleich identifizierten die Ermittler den Leichnam zweifelsfrei als den zuvor vermisst gemeldeten Adrian.

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft ergaben die bisherigen Ermittlungen keinerlei Hinweise darauf, dass das Baby entführt wurde.

Verdacht gegen die Mutter

Die 32-jährige Mutter steht im Verdacht, das bereits tote Kind selbst am Fundort abgelegt zu haben. Aus diesem Grund wird gegen sie wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelt.

Wie der drei Monate alte Junge ums Leben kam, ist derzeit weiterhin ungeklärt. Die Ermittlungsbehörden machen hierzu bislang keine weiteren Angaben.

Nach Berichten soll der verstorbene Säugling eine Frühgeburt gewesen sein. Auch familiäre Belastungen sowie die Wohnsituation werden im Rahmen der laufenden Ermittlungen betrachtet.

Obduktion soll weitere Erkenntnisse bringen

Eine Obduktion des Säuglings wurde inzwischen durchgeführt. Die Ermittler bestätigten diesen Schritt, äußerten sich jedoch bislang nicht zu den Ergebnissen. Damit bleibt weiterhin offen, unter welchen Umständen Adrian starb.

Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei setzen ihre Ermittlungen in alle Richtungen fort. Ziel ist es, die Todesursache und den genauen Ablauf der Ereignisse vollständig aufzuklären.

Ermittlungen dauern an

Der Fall sorgt weit über Renningen hinaus für große Betroffenheit. Während sich der Verdacht einer Entführung nach aktuellem Ermittlungsstand nicht bestätigt hat, konzentrieren sich die laufenden Untersuchungen nun auf die Todesumstände des Kindes. Weitere Erkenntnisse sollen die noch andauernden kriminalpolizeilichen Ermittlungen liefern.

Weitere aktuelle Polizeimeldungen aus Deutschland findest Du auch in unserer Rubrik Deutschland. Aktuelle Fahndungen gibt es außerdem unter Fahndungen. Weitere Polizeinachrichten findest Du zudem unter News.

Weitere Informationen veröffentlichen die Polizei Baden-Württemberg sowie die Staatsanwaltschaft Stuttgart.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

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