Ein ungewöhnlicher Vorfall hat am Mittwochmittag (14. Oktober 2026) im Trierer Dom für Aufsehen gesorgt. Ein 72-jähriger Mann soll zahlreiche Grillen im Gotteshaus ausgesetzt haben. Die Tiere sorgten anschließend mit lautem Zirpen für Unruhe. Die Polizei ermittelt gegen den Mann.
Zeugin beobachtet Mann im Trierer Dom
Gegen 13 Uhr hörten Besucher im Bereich der Heilig-Rock-Kapelle plötzlich lautes Zirpen. Eine Zeugin beobachtete einen Mann, der Insekten aus einem Karton im Dom freiließ.
Anschließend verließ der Verdächtige das Gotteshaus. Die aufmerksame Zeugin folgte ihm und verständigte die Polizei.
Im Bereich des Rindertanzplatzes kontrollierten Einsatzkräfte den 72-jährigen Trierer. Dabei führte der Mann noch einen Karton mit sich.
500 Grillen im Trierer Dom? Neue Erkenntnisse
Zunächst ging die Polizei von rund 500 ausgesetzten Insekten aus. Auf dem Karton stand die Aufschrift „Mittelmeergrillen, 500 Stück, Einzelfutter“.
Doch inzwischen liegen neue Informationen vor. Der Hausmeister der Hohen Domkirche sammelte die Tiere selbst ein. Dabei zählte er rund 50 Grillen.
Wie viele Insekten der Mann tatsächlich im Dom aussetzte, bleibt bislang unklar. Die ursprüngliche Zahl von 500 Tieren lässt sich daher nicht bestätigen.
Hausmeister entfernt Grillen innerhalb einer Stunde
Nach dem Vorfall sperrte das Bistum Trier die betroffenen Bereiche des Doms vorübergehend. Zunächst hieß es, ein Kammerjäger solle die Insekten entfernen.
Diese Information korrigierten die Verantwortlichen später. Der Hausmeister übernahm die Aufgabe selbst und entfernte die Grillen innerhalb von etwa einer Stunde.
Danach konnte der zuvor gesperrte Bereich wieder öffnen. Ein Kammerjäger musste nicht eingreifen.
Polizei ermittelt gegen 72-jährigen Mann
Die Polizei leitete gegen den 72-Jährigen ein Strafverfahren ein. Sie ermittelt wegen des Verdachts der Störung der Religionsausübung gemäß Paragraf 167 des Strafgesetzbuches.
Das Gesetz sieht dafür eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vor.
Warum der Mann die Grillen im Trierer Dom ausgesetzt haben soll, bleibt offen. Gegenüber der Polizei machte der Beschuldigte bislang keine Angaben zu seinem Motiv.
Ungewöhnlicher Vorfall beschäftigt die Ermittler
Der Einsatz sorgte vor allem wegen seiner ungewöhnlichen Umstände für Aufmerksamkeit. Statt eines technischen Alarms oder eines gewöhnlichen Zwischenfalls lösten laut zirpende Insekten die Maßnahmen im Gotteshaus aus.
Die betroffenen Bereiche konnten nach rund einer Stunde wieder öffnen. Offen bleibt allerdings, wie viele Grillen tatsächlich im Dom landeten.
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Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.
