U-Bahn-Unfall in Hamburg-Billstedt: Feuerwehr evakuiert 172 Fahrgäste
Ein U-Bahn-Unfall in Hamburg-Billstedt hat am Montagabend, 20. Januar 2026, einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Gegen 18:07 Uhr meldeten mehrere Anrufer eine voll besetzte U-Bahn der Linie U2, die im Bereich des Bahnhofs Billstedt außerhalb der regulären Bahnsteigzonen liegen geblieben war.
Technischer Defekt nach Berührung zweier U-Bahnen
Nach ersten Erkenntnissen kam es zuvor zu einer Berührung mit einer unbesetzten U-Bahn auf einem benachbarten Gleis. Aus bislang ungeklärter Ursache entgleisten dabei drei Waggons des unbesetzten Zuges. Infolge des Zusammenstoßes beschädigten sich die Stromabnehmer der besetzten U-Bahn so stark, dass das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit war.
Die Leitstelle der Feuerwehr Hamburg alarmierte umgehend umfangreiche Einsatzkräfte. Vor Ort bestätigte sich die Lage: Rund 172 Fahrgäste befanden sich noch in dem Zug und mussten aus dem Gleisbereich gerettet werden.
Evakuierung über Schleemer Brücke
Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr leiteten zügig die Evakuierung ein. Über eine Treppe an der Schleemer Brücke führten die Einsatzkräfte die Passagiere sicher aus dem Gefahrenbereich. Parallel dazu übernahm der Rettungsdienst die medizinische Sichtung aller Betroffenen.
Erfreulicherweise blieben alle 172 Fahrgäste unverletzt. Der Fahrzeugführer der U-Bahn zog sich jedoch leichte Verletzungen zu und kam vorsorglich in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr bestätigte, dass zu keinem Zeitpunkt eine akute Gefahr für die Passagiere bestand.
HVV setzt Ersatzbusse ein
Nach der erfolgreichen Evakuierung organisierten die Hamburger Hochbahn und der HVV zusätzliche Busse. Diese brachten die gestrandeten Fahrgäste an ihre Zielorte. Der Bahnverkehr auf dem betroffenen Streckenabschnitt blieb weiterhin eingeschränkt.
Die Bergung der verunfallten U-Bahnen gestaltet sich aufwendig. Nach Angaben der Einsatzleitung erfolgt die Räumung der entgleisten Waggons voraussichtlich erst am nächsten Vormittag. Spezialfahrzeuge und technisches Gerät kommen dabei zum Einsatz.
36 Einsatzkräfte vor Ort
Insgesamt arbeiteten 36 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an der Einsatzstelle. Auch die Polizei Hamburg unterstützte die Maßnahmen und sicherte den Bereich weiträumig ab. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache laufen.
Weitere aktuelle Meldungen aus dem Bereich öffentlicher Verkehr und Einsatzgeschehen findest Du auch in unseren Rubriken News, Deutschland und Verkehr.
