Zoll untersagt Weitertransport
Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle entdeckten Einsatzkräfte des Zolls eine große Menge lebender Krebstiere auf der Ladefläche eines Transporters. Mehr als 700 Kilogramm Krebstiere im Sprinter stellten die Beamtinnen und Beamten sicher, nachdem der Fahrer keine erforderlichen Begleitdokumente vorlegen konnte.
Routinekontrolle nahe Rodgau führt zu ungewöhnlichem Fund
Zöllnerinnen und Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Zolls vom Hauptzollamt Darmstadt kontrollierten am Donnerstag, 26. Februar 2026, Fahrzeuge in der Nähe von Rodgau. Dabei fiel den Einsatzkräften ein Sprinter mit italienischer Zulassung auf.
Der Fahrer erklärte, er sei von Italien aus unterwegs in Richtung Frankfurt am Main. Ziel seiner Fahrt sei nach eigenen Angaben ein Restaurant im Rhein-Main-Gebiet gewesen.
Während der anschließenden Kontrolle entdeckten die Zollbeamten auf der Ladefläche eine große Menge lebender Tiere. Insgesamt befanden sich über 700 Kilogramm Krebstiere im Sprinter, die in Netzen transportiert wurden. Die Tiere lagen dabei dicht zusammengedrängt. Einige der Krebstiere waren bereits verendet.
Keine Dokumente für den Tiertransport
Der Fahrer konnte den Einsatzkräften weder einen Lieferschein noch eine Rechnung oder andere erforderliche Begleitdokumente vorlegen. Solche Unterlagen sind jedoch notwendig, um die Herkunft der Tiere sowie die veterinärrechtliche Unbedenklichkeit der Ware nachzuweisen.
In Abstimmung mit dem zuständigen Veterinäramt untersagten die Beamten zunächst die Weiterfahrt des Transporters. Eine anschließende Prüfung bestätigte, dass die notwendigen Dokumente für die 700 Kilogramm Krebstiere im Sprinter nicht vorgelegt werden konnten.
Zoll betont Bedeutung der Lebensmittelkontrolle
„Der Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Einhaltung veterinärrechtlicher Vorschriften haben für den Zoll oberste Priorität. Wer Lebensmittel oder lebende Tiere transportiert, muss die erforderlichen Nachweise jederzeit vorlegen können. Fehlen diese Dokumente, schreiten wir konsequent ein“, erklärte Tanja Ackermann, Pressesprecherin des Hauptzollamts Darmstadt.
Veterinäramt untersagt Auslieferung der Tiere
Aufgrund der festgestellten Verstöße entschied das zuständige Veterinäramt, die Auslieferung der Tiere vollständig zu untersagen. Die Behörde prüft nun die weiteren Schritte und leitet entsprechende Maßnahmen ein.
Der Fund der 700 Kilogramm Krebstiere im Sprinter zeigt erneut, wie wichtig regelmäßige Kontrollen im Warenverkehr sind. Nur durch solche Überprüfungen können Verstöße gegen Lebensmittel- und Tiertransportvorschriften frühzeitig erkannt und gestoppt werden.
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