Unbekannter Junge aus der Donau: Neue Gesichtsrekonstruktion soll Identität endlich klären
Mehr als vier Jahre nach dem Fund eines toten Kindes in der Donau bei Großmehring setzen Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen mit Nachdruck fort. Obwohl der Fall bereits längere Zeit zurückliegt, geben die Ermittler nicht auf. Eine wissenschaftlich erstellte Gesichtsrekonstruktion soll nun helfen, die Identität des unbekannten Jungen endlich zu klären.
Leichnam bereits 2022 entdeckt
Am 19. Mai 2022 wurde der Leichnam eines Kindes in der Donau bei Großmehring gefunden. Trotz intensiver Ermittlungen konnte bislang nicht festgestellt werden, um wen es sich handelt. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Junge zwischen fünf und sechs Jahre alt, etwa 110 Zentimeter groß, rund 15 Kilogramm schwer, hatte braune Haare und die Blutgruppe 0.
Gesichtsrekonstruktion veröffentlicht
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt rekonstruierten Rechtsmediziner das Gesicht des Kindes anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Ermittler hoffen, dass Menschen den Jungen anhand der Bilder wiedererkennen oder sich an wichtige Details erinnern.
Polizei gibt auch Jahre später nicht auf
Auch wenn der Fall inzwischen mehrere Jahre zurückliegt, werden die Ermittlungen konsequent fortgeführt. Jeder neue Hinweis wird geprüft. Gerade bei ungeklärten Fällen können selbst kleine Erinnerungen entscheidend sein und neue Ermittlungsansätze liefern.
Hinweise zu Pflasterstein gesucht
Die Kriminalpolizei sucht außerdem Hinweise zu einem etwa 40 x 20 x 6 Zentimeter großen Pflasterstein der Marke Diephaus vom Typ „Natura Vigo“, mit dem der Leichnam beschwert worden war.
15.000 Euro Belohnung
Für Hinweise, die zur Identifizierung des Kindes, zur Klärung der Todesumstände oder zur Ergreifung eines möglichen Täters führen, wurde eine Belohnung von 15.000 Euro ausgesetzt.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ingolstadt unter 0841 / 9343-0 entgegen.
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