USA ziehen 5000 Soldaten aus Deutschland ab
Washington/Berlin – Die USA ziehen 5000 Soldaten aus Deutschland ab. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ordnete den Abzug nach Angaben seines Ministeriums an. Außerdem soll der Schritt innerhalb von sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein.
Damit verschärft sich der Streit zwischen Washington und mehreren europäischen Nato-Partnern. Denn US-Präsident Donald Trump hatte einen solchen Schritt bereits zuvor angedroht. Nun setzt seine Regierung die Pläne offenbar um.
USA ziehen 5000 Soldaten aus Deutschland ab: Das steckt dahinter
Nach Angaben aus Washington hängt der Abzug mit Trumps Unzufriedenheit über die Unterstützung europäischer Verbündeter zusammen. Besonders im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen den USA und dem Iran kritisierte Trump mehrere Nato-Staaten öffentlich.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz geriet zuletzt in den Fokus. Er hatte erklärt, die Iraner würden die USA in den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges demütigen. Danach verschärfte sich der Ton zwischen Washington und Berlin weiter.
Die USA ziehen 5000 Soldaten aus Deutschland ab, obwohl Deutschland weiterhin einer der wichtigsten Standorte amerikanischer Streitkräfte in Europa bleibt. Besonders Ramstein in Rheinland-Pfalz und Stuttgart gelten als zentrale Stützpunkte.
Mehr als 36.000 US-Soldaten in Deutschland
Nach Daten des US-Verteidigungsministeriums waren im Dezember 2025 gut 68.000 amerikanische Soldaten dauerhaft auf europäischen Stützpunkten stationiert. Mehr als die Hälfte davon, rund 36.400 Soldaten, befand sich in Deutschland.
Der geplante Abzug betrifft damit einen spürbaren Teil der US-Präsenz. Dennoch bleiben die amerikanischen Streitkräfte voraussichtlich weiterhin stark in Deutschland vertreten.
Ramstein und Stuttgart spielen zentrale Rolle
Ramstein zählt zu den wichtigsten Luftwaffenstützpunkten der USA außerhalb des eigenen Landes. Zudem sitzt in Stuttgart das US-Regionalkommando für Europa und Afrika. Deshalb besitzt Deutschland eine besondere strategische Bedeutung.
Trump hatte bereits 2020 einen Teilabzug aus Deutschland ins Spiel gebracht. Damals wollte er die Zahl der US-Soldaten auf 25.000 senken. Nun greifen die USA erneut zu diesem politischen Druckmittel.
Nato steht vor neuer Belastungsprobe
Die USA ziehen 5000 Soldaten aus Deutschland ab und senden damit ein deutliches Signal an Europa. Außerdem stellte Trump zuletzt auch einen Abzug aus Italien und Spanien in den Raum.
Mehrere europäische Regierungen hatten erklärt, sie seien zu Beginn des Iran-Krieges nicht eingebunden worden. Zudem sahen sie keine automatische Nato-Beistandsverpflichtung, weil die USA und Israel den Iran angegriffen hatten.
Der Schritt aus Washington dürfte die Debatte über Europas eigene Verteidigungsfähigkeit weiter anheizen. Denn viele Staaten diskutieren bereits länger über höhere Militärausgaben, mehr Eigenständigkeit und eine stärkere europäische Sicherheitsarchitektur.
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