Verfolgungsfahrt von Zell bis Montabaur
Eine Verfolgungsfahrt von Zell bis Montabaur hat gestern Nachmittag zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei beschäftigt. Ein Autofahrer entzog sich einer Kontrolle und legte dabei knapp 92 Kilometer auf mehreren Straßen und Autobahnen zurück. Die Beamten reagierten sofort und nahmen die Verfolgung auf, nachdem Zeugen ein Auto gemeldet hatten, dessen Kennzeichen offensichtlich nicht zu dem Fahrzeug passten.
Fahrer ignoriert Anhaltesignale und beschleunigt weiter
Die Streife sichtete den Wagen im Bereich von Zell-Barl und folgte ihm in Richtung Bad Bertrich. Der Fahrer ignorierte sämtliche Signale, anzuhalten. Er steigerte stattdessen seine Geschwindigkeit und versuchte, die Beamten abzuhängen. Die Polizei setzte Blaulicht und Martinshorn ein, doch der Fahrer reagierte nicht und fuhr weiterhin rücksichtslos.
Der Weg führte anschließend auf die Autobahn A1 sowie später auf die A48. Der Mann gefährdete dabei nicht nur die Einsatzkräfte, sondern auch weitere Verkehrsteilnehmer. Die Beamten entschieden sich dennoch, zunächst an ihm dranzubleiben, um das Fahrzeug zu stoppen und mögliche Gefahren schnellstmöglich zu minimieren.
Polizei bricht Verfolgungsfahrt aus Sicherheitsgründen ab
In der Nähe von Montabaur spitzte sich die Situation weiter zu. Die Geschwindigkeit, das aggressive Fahrverhalten und das hohe Risiko für unbeteiligte Autofahrer führten letztlich zum Abbruch der Verfolgung. Die Polizei setzte damit auf Eigensicherung und den Schutz der Öffentlichkeit. Der Fahrer entkam vorerst, die Ermittlungen laufen jedoch auf Hochtouren.
Die Beamten bitten nun dringend mögliche Zeugen, sich mit Hinweisen zu melden. Insbesondere Verkehrsteilnehmer, die auf der Strecke zwischen Zell, der Region Bad Bertrich sowie auf den Autobahnen A1 und A48 gefährliche Situationen beobachtet haben, sollen sich melden. Hinweise können bei jeder Polizeidienststelle oder direkt über die offiziellen Kanäle eingereicht werden.
Polizei bittet um Mithilfe
Wer Angaben zum Fahrer, zum Fahrzeug oder zur gefährlichen Fahrweise machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Auch Dashcam-Aufnahmen können für die weiteren Ermittlungen wichtig sein. Kontaktmöglichkeiten finden sich unter anderem über die Seiten der Polizei Rheinland-Pfalz.
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