Brand im Schloss Hardenberg in Velbert-Neviges verursacht Millionenschaden
In Velbert-Neviges hat in der Nacht zu Freitag ein verheerender Brand im Schloss Hardenberg in Velbert-Neviges große Teile des historischen Bauwerks zerstört. Das barocke ehemalige Wasserschloss zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und liegt im Ortsteil Neviges.
Gegen 4:30 Uhr entdeckt eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Flammen und starke Rauchentwicklung im Bereich des Dachstuhls. Die Beamtinnen und Beamten alarmieren umgehend die Feuerwehr. Als die ersten Kräfte der Feuerwehr Velbert am Hardenberger Schloss eintreffen, zieht bereits dichter Rauch aus dem Dach, kurz darauf schlagen Flammen aus dem oberen Gebäudebereich.
Großaufgebot der Feuerwehr kämpft gegen Flammen im Schloss Hardenberg
Die Feuerwehr rückt aus allen Velberter Stadtteilen an und erhält Unterstützung von weiteren Löschzügen aus dem Umland. Die Einsatzkräfte bauen mehrere Löschangriffe von außen und innen auf und setzen Drehleitern ein, um den Dachstuhl zu erreichen. Trotz dieses massiven Einsatzes breitet sich das Feuer über nahezu das gesamte Dach aus und greift auf das Innere des Schlosses über.
Große Gebäudeteile brennen aus, Innenräume und historische Bausubstanz erleiden erhebliche Schäden. Nach ersten Einschätzungen sprechen Fachleute von einem Sachschaden von mehr als zehn Millionen Euro. Personen kommen nach aktuellem Stand nicht zu Schaden, der Schaden für Kultur und Stadtgeschichte fällt jedoch immens aus.
Das Brandgeschehen im Schloss Hardenberg in Velbert-Neviges trifft die Region besonders hart, da das Ensemble in den vergangenen Jahren schrittweise saniert wurde und perspektivisch als Naturerlebniszentrum und Veranstaltungsort dienen sollte. Wie stark die aktuellen Pläne durch den Großbrand zurückgeworfen werden, steht derzeit noch nicht fest.
Brandursache noch unklar – Kriminalpolizei ermittelt
Bereits während der laufenden Löscharbeiten nimmt das Kriminalkommissariat 11 der Kreispolizeibehörde Mettmann die Ermittlungen zur Brandursache auf. Die Beamtinnen und Beamten sichern erste Spuren, ein externer Brandsachverständiger begutachtet den Brandort schon in den frühen Morgenstunden unmittelbar neben den Einsatzkräften der Feuerwehr.
Die Ermittler prüfen alle Möglichkeiten und schließen derzeit keine Ursache aus. Ob ein technischer Defekt, menschliches Fehlverhalten oder eine vorsätzliche Brandstiftung zum Brand Schloss Hardenberg Velbert-Neviges geführt hat, bleibt zunächst offen. Ein belastbares Ergebnis der Brandursachenermittlung erwarten die Behörden erst in einigen Tagen, weil Fachleute das Gebäude zunächst statisch bewerten müssen.
Der Brand hinterlässt einen stark geschädigten Baukörper. Nach aktuellem Stand stufen Einsatzleitung und Sachverständige Teile des Schlosses als möglicherweise einsturzgefährdet ein. Das Innere des historischen Gebäudes bleibt deshalb vorerst unzugänglich, weitere Untersuchungen können nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.
Polizei Velbert bittet Zeugen des Brandes um Hinweise
Die Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung, um die Entstehung des Feuers genauer zu rekonstruieren. Wichtig sind dabei Beobachtungen in der Nacht zu Freitag im Bereich des Hardenberger Schlosses und der umliegenden Straßen, etwa ungewöhnliche Personenbewegungen, Fahrzeuge oder auffällige Geräusche.
