Steinwurf auf Streifenwagen in Kiel-Mettenhof
In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2026 kam es im Kieler Stadtteil Mettenhof zu einem schweren Angriff auf einen Streifenwagen der Polizei. Gegen 0:45 Uhr wurde auf dem Vorplatz eines Mehrfamilienhauses am Kurt-Schumacher-Platz ein Stein auf die Frontscheibe eines Polizeifahrzeugs geworfen.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden durchschlug der Stein die Frontscheibe des Streifenwagens. Dabei traf das Wurfgeschoss eine 25-jährige Polizeibeamtin, die sich auf dem Beifahrersitz befand, an der Hand und am Fuß. Die Beamtin ist derzeit nicht dienstfähig. Ihr 59-jähriger Kollege blieb unverletzt.
Staatsanwaltschaft wertet Tat als versuchtes Tötungsdelikt
Die Staatsanwaltschaft Kiel stuft den Vorfall als versuchtes Tötungsdelikt ein. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen wurde der Stein von einem höhergelegenen Balkon des Mehrfamilienhauses auf den Streifenwagen geworfen.
Bei dem sichergestellten Gegenstand handelt es sich um ein Teilstück eines Pflastersteins. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein weiteres Gegenstück existiert. Deshalb konzentrieren sich die laufenden Ermittlungen auch auf dessen Verbleib.
Polizei und Staatsanwaltschaft suchen Zeugen
Die Polizei hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Kiel umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. Gesucht werden Zeuginnen und Zeugen, die Angaben zum Tatgeschehen machen können oder Hinweise zum fehlenden Gegenstück des Pflastersteins haben.
Jede Beobachtung aus dem Bereich des Kurt-Schumacher-Platzes könnte für die Ermittlungen von Bedeutung sein. Insbesondere Personen, die in der Tatnacht verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder Informationen zu möglichen Tatverdächtigen besitzen, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
1.000 Euro Belohnung ausgelobt
Die Staatsanwaltschaft Kiel hat für Hinweise, die zur Ermittlung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro ausgelobt.
Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0431 160 / 3333 entgegen.
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Weitere Informationen der Ermittlungsbehörden finden Sie bei der Polizei Schleswig-Holstein sowie der
Staatsanwaltschaft Schleswig-Holstein.
