Gefälschte Zustellbenachrichtigungen im Umlauf: Polizei warnt vor QR-Code-Betrug
Derzeit kursieren in sozialen Netzwerken vermehrt Hinweise auf gefälschte Zustellbenachrichtigungen. Auch bei der Polizei gingen bereits entsprechende Mitteilungen ein. Die Täter setzen dabei auf eine besonders perfide Masche: Sie platzieren täuschend echt aussehende Benachrichtigungen von bekannten Zustellunternehmen direkt an oder in Briefkästen.
So funktioniert die Masche mit den Fake-Benachrichtigungen
Auf den gefälschten Karten oder Zetteln suggerieren die Betrüger, dass eine Sendung nicht zugestellt werden konnte. Um angeblich einen neuen Zustelltermin zu vereinbaren, sollen Betroffene einen aufgedruckten QR-Code scannen. Genau hier beginnt das Problem: Der QR-Code führt nicht zu einer echten Webseite des Versanddienstleisters, sondern zu einer seriös wirkenden, jedoch gefälschten Internetseite.
Dort fordern die Täter die Eingabe persönlicher Daten oder sogar Zahlungsinformationen. Wer diese Angaben macht, riskiert Identitätsdiebstahl, unberechtigte Abbuchungen oder weitere Betrugsversuche. Besonders gefährlich: Viele Seiten wirken auf den ersten Blick professionell und vertrauenswürdig.
Polizei rät zur Vorsicht: So schützt Du Dich
Die Polizei rät ausdrücklich zur Vorsicht und empfiehlt, Zustellungen grundsätzlich nur über offizielle Wege zu prüfen. In der Regel lässt sich über die Sendungsverfolgung der üblichen Zustellunternehmen schnell herausfinden, in welchem Status sich eine Sendung tatsächlich befindet. Wer unsicher ist, sollte nicht auf QR-Codes oder Links reagieren, sondern die Internetadresse manuell im Browser eingeben oder die offizielle App des Dienstleisters nutzen.
Wichtige Hinweise im Überblick
- Scanne keine QR-Codes von unerwarteten Zustellbenachrichtigungen.
- Prüfe Sendungen nur über die offizielle Sendungsverfolgung.
- Gib keine persönlichen Daten oder Zahlungsinformationen auf unbekannten Seiten ein.
- Kontaktiere im Zweifel den Absender oder die Zustellfirma direkt telefonisch oder persönlich.
- Nutze Ablageorte oder Nachbarschaftsübergabe nur über echte Kundenkonten der Unternehmen.
Warum persönliche Daten hier niemals nötig sind
Die Polizei stellt klar: Die Nennung personenbezogener Daten einschließlich Kontoinformationen dürfte in keinem Fall erforderlich sein, nur um eine Paketlieferung neu zu terminieren. Genau deshalb erkennen viele Betroffene den Betrug zu spät, weil die Täter gezielt Vertrauen aufbauen und Druck erzeugen. Mit einer optisch echten Karte im Briefkasten wirkt die Nachricht für viele glaubwürdig.
Wer eine solche Benachrichtigung entdeckt, sollte sie kritisch prüfen und am besten fotografisch dokumentieren. So lassen sich Hinweise an die Polizei weitergeben, ohne selbst in die Falle zu tappen. Zudem schützt ein wachsames Umfeld: Informiere auch Nachbarn oder Familienmitglieder, denn gerade ältere Menschen geraten häufiger ins Visier solcher Betrugsmaschen.
Anlaufstellen bei Fragen und Verdachtsfällen
Für Rückfragen stehen die polizeilichen oder kommunalen Kriminalpräventionsstellen zur Verfügung. Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte schnell handeln: Passwörter ändern, Bank oder Zahlungsdienstleister informieren und den Vorfall bei der Polizei melden. Je schneller Betroffene reagieren, desto besser lassen sich Schäden begrenzen.
Weitere Meldungen rund um Betrug und Sicherheit findest Du auch in unserem Bereich News sowie unter Deutschland. Offizielle Präventionstipps bietet außerdem die Polizeiliche Kriminalprävention.
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