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Wichtige Details und Infos der Polizei zur neuen Messanlage auf der A3

Montabaur

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Polizei veröffentlicht erste Details zum neuen Blitzer auf der A3
 
Mit großem Feedback und viel Resonanz haben wir vor einigen Tagen ein erstes Foto vom neuen Blitzer auf der A3 veröffentlicht. Unsere Reporter haben dazu mal bei der Polizei nachgefragt und nun weitere Details
erhalten.
 

Zunächst einmal handelt es sich nicht – wie ursprünglich gemeldet – um einen komplett stationären Blitzer, sondern laut offizieller Mitteilung um eine „teilstationäre Messanlage“. Diese wurde erstmalig am vergangenen Dienstag, den 19. Oktober auf der A3 eingesetzt, so, wie das auch auf unserem Foto zu sehen war. Hinter dem begriff „teilstationäre Messanlage“ verbirgt sich ein kompaktes Gehäuse, das erheblich weniger Platz benötigt als der bislang an dieser Stelle hauptsächlich
eingesetzte „Enforcement Trailer, also der etwas klobige Anhänger mit dem eingebauten Blitzer.
 
Die eingesetzte Messtechnik ist dabei gar nicht neu und verwendet das gleiche System, wie es auch im oben genannten Trailer oder bei mobilen Messungen verwendet wird. Lediglich das Gehäuse ist neu und durch die kompakten Abmessungen kann dieses nun beispielsweise mittels eines kleinen Krans von der Fahrbahn aus hinter die Leitplanke abgesetzt werden. Der Trailer brauchte immer eine Zufahrt jenseits der Autobahn, was die Auswahl der in Frage kommenden Plätze doch erheblich einschränkte.
 
Bei der neuen Anlage handelt es sich um ein Pilotprojekt, bei dem landesweit neue Anlagen beschafft werden sollen und bei dem nun diese allererste Anlage erprobt wird. Laut Aussage der Polizei ist dabei geplant, dieses Gerät auch an anderen Standorten in den Bereichen Rheinpfalz, Mainz und Koblenz einzusetzen, daher dann auch wohl die Bezeichnung „teilstationär“. Die erste Erprobung an diesem speziellen Standort soll Aufschlüsse darüber liefern, wie eine gleichzeitige Messung aller 4 Fahrspuren erfolgen kann und ob zum Beispiel auch das schnellste Fahrzeug auf der ganz linken Spur erkannt und erfasst werden kann.
 
Das neue Gehäuse hat noch weitere Vorteile. Die Polizei verrät, dass das eingesetzte Messsystem entnommen und beispielsweise bei mobilen Messungen auf einem Stativ oder in einem Fahrzeug eingesetzt werden kann.
Dabei ist auch vorgesehen, dass dann leere Gehäuse am Standort zu lassen, um so „dem Verkehrsteilnehmer zu signalisieren, dass weiterhin gemessen wird, was dann zu regelkonformer Fahrt führt“. Mit anderen Worten: Nicht immer ist ein Blitzer drin.
 
Interessant ist auch ein Blick auf die generelle Statistik für das Jahr 2021. Bis Oktober wurden an der betreffenden Stelle mehr als 225.000 Fahrzeuge gemessen. Die sogenannte „Beanstandungsquote“ betrug dabei 5,19%. Oder mit anderen Worten: Einer von 20 wurde erwischt! Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug dabei 221km/h bei erlaubten 100km/h. Der Standort wurde übrigens gewählt, da es in dem Bereich in der langgezogenen Kurve früher ein erhöhtes Unfallaufkommen gab, welches sich durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100km/h und die stetigen Kontrollen wieder verringert hat. Und damit das so bleibt, steht nun seit letztem Dienstag dieser neue Blitzer genau dort.

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