Wo ist Laura „Lora“ L.? Deutsches Mädchen seit Wochen vermisst
Der Vermisstenfall der 16-jährigen Laura Lomtew, in Griechenland auch als Lora bekannt, sorgt seit Wochen für Schlagzeilen. Das deutsche Mädchen lebte mit seinen Eltern nahe Patras auf der Peloponnes. Am Morgen des 8. Januar verschwand sie spurlos. Seitdem fehlt von ihr jede Spur.
Allein unterwegs: Flug von Athen nach Frankfurt
Ermittlungen ergaben, dass Laura am Tag ihres Verschwindens nicht zur Schule ging. Stattdessen nahm sie ein Taxi und fuhr rund 220 Kilometer nach Athen. Dort buchte sie ein Ticket für den Lufthansa-Flug LH1283 nach Frankfurt am Main. Die Vermisstenmeldung gewann dadurch eine neue Dimension.
Lange blieb jedoch unklar, ob das Mädchen den Flug tatsächlich antrat. Erst nach mehreren offiziellen Anfragen bestätigte die Airline, dass Laura allein mit dem genannten Flug Deutschland erreichte. Diese späte Reaktion löste in Griechenland deutliche Kritik aus.
Kritik an Lufthansa und rechtliche Grauzonen
Die griechische Polizei bemängelte das zögerliche Verhalten der Fluggesellschaft. Selbst Hinweise auf eine mögliche Gefahr für das Leben des Mädchens führten zunächst zu keiner Auskunft. Lufthansa verwies auf Datenschutz, während griechisches Recht in solchen Fällen eine Auskunftspflicht vorsieht.
Warum die Suche in Deutschland stockt
Nach der bestätigten Ausreise übernahm Deutschland die Ermittlungen. Doch Flüge innerhalb des Schengen-Raums hinterlassen kaum verwertbare Spuren. Es existieren keine systematischen Grenzkontrollen, Videoaufzeichnungen werden nur kurz gespeichert. Auch eine überprüfte Adresse in Hamburg brachte keine neuen Hinweise.
Familiärer Hintergrund wirft Fragen auf
Griechische Medien berichten über einen sehr strengen Vater und mögliche psychische Kontrolle. Beweise fehlen. Auffällig bleibt jedoch, dass der Vater 2022 Deutschland verließ, seine Arztpraxis aufgab und später ein Haus in Patras erwarb – ohne Sprachkenntnisse und mit ungeklärter Finanzierung.
Laura hatte offenbar Schwierigkeiten, sich in Griechenland zu integrieren. Sie sprach nur begrenzt Griechisch und Englisch. Mitschülerinnen berichten, die Familie habe bewusst abgelegen gelebt, um „schwer auffindbar“ zu sein.
Hinweise dringend gesucht
Die Initiative „Vermisste Kinder“ bittet weiterhin um Mithilfe. Videoaufnahmen zeigen Laura zuletzt mit einem älteren Mann und einem weiteren Mädchen. Ermittler fanden heraus, dass sie ihr Handy verkaufte und ihre Social-Media-Profile löschte – offenbar, um keine Spuren zu hinterlassen.
Wer Laura gesehen hat oder Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort geben kann, soll sich umgehend an die europäische Hotline 116 000, an jede Polizeidienststelle oder an die zuständigen Behörden wenden.
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