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Wochenendrückblick der Feuerwehr München

1. Juni 2026 4 Minuten gelesen
Feuerwehr München Wochenendeinsätze

München: Fünf Verletzte bei Tram-Unfall – Feuerwehr löscht Brand und stoppt Gasaustritte

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr München wurden am Samstag, 30. Mai 2026, bei mehreren Einsätzen im gesamten Stadtgebiet gefordert. In der Dachauer Straße kollidierte ein Pkw mit einer Tram. Später meldeten Anrufer einen Vegetationsbrand nahe einer Bahnstrecke. Außerdem rückte die Feuerwehr im Stadtgebiet zu mehreren Gasausströmungen aus.

Der schwerste Einsatz ereignete sich am Samstagnachmittag gegen 14.38 Uhr an der Dachauer Straße Ecke Landshuter Allee. Dort stieß ein Pkw mit einer Straßenbahn zusammen. Die Tram entgleiste nach der Kollision. Fünf Menschen erlitten Verletzungen.

Tram-Unfall in München: Fünf Menschen verletzt

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte fanden Feuerwehr und Rettungsdienst den beschädigten Pkw sowie die entgleiste Straßenbahn vor. Der 19-jährige Fahrer des Autos erlitt eine Kopfplatzwunde. Drei Mitfahrer im Alter von 19 und 21 Jahren zogen sich leichte Verletzungen zu.

Auch eine 72-jährige Frau, die sich mit rund 50 weiteren Fahrgästen in der Tram befand, wurde leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte vier Verletzte zur weiteren Behandlung in Münchner Kliniken. Den Fahrer der Straßenbahn betreute nach dem Unfall das Kriseninterventionsteam.

Nach den rettungsdienstlichen Maßnahmen entfernte ein Abschleppunternehmen den beschädigten Pkw. Mitarbeitende der Münchner Verkehrsgesellschaft brachten die Tram mit Unterstützung der Feuerwehr wieder auf die Gleise.

Der Einsatz führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Neben einer bestehenden Baustelle an der Landshuter Allee erschwerten gesperrte Fahrspuren auf der Dachauer Straße und unterbrochener Tramverkehr die Lage. Zusätzlich erhöhte eine Veranstaltung im SAP Garden das Verkehrsaufkommen.

Weitere Meldungen aus Deutschland gibt es auf Blaulicht-Report Deutschland.

Vegetationsbrand nahe Bahnstrecke: Drohne führt Einsatzkräfte zur Brandstelle

Am späten Samstagabend gegen 21.29 Uhr alarmierte ein Anrufer erneut die Feuerwehr München. Im Bereich der Thomas-Hauser-Straße in Berg am Laim meldete er einen Vegetationsbrand nahe einer Bahnstrecke.

Die ersten Einsatzkräfte nahmen Rauch wahr, fanden die Brandstelle am Boden jedoch zunächst nicht. Der Mitteiler befand sich beim Eintreffen nicht mehr vor Ort und konnte keine genaue Einweisung geben.

Daraufhin forderte der Einsatzleiter das Drohnenteam der Feuerwehr München an. Die Wärmebildkamera der Drohne erkannte die betroffene Fläche aus der Luft. So fanden die Kräfte den Brandherd gezielt.

Vor Ort löschte die Feuerwehr Glutnester mit einem Löschrohr und Feuerpatschen. Das Feuer hatte sich bereits auf rund 120 Quadratmeter ausgebreitet. Durch die schnelle Ortung verhinderte die Feuerwehr eine weitere Ausbreitung. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Brandursache ist nicht bekannt.

Mehrere Gasaustritte im Stadtgebiet

Zusätzlich beschäftigten mehrere Gasausströmungen die Einsatzkräfte. Bereits in den frühen Morgenstunden rückte die Feuerwehr zu einem Markt einer Discounterkette aus. Dort trat Gas aus einer Kühlanlage aus. Weil zunächst unklar blieb, welches Kältemittel betroffen war, zog der Umweltdienst ein Erkundungsfahrzeug mit speziellen Messgeräten hinzu.

Die Einsatzkräfte sperrten den Supermarkt und eine angrenzende Bäckerei vorsorglich vor der Öffnung. Außerdem kontrollierten sie unter Atemschutz eine Tiefgarage. Messungen und technische Unterlagen zeigten schließlich, dass Kohlenstoffdioxid ausgetreten war. Mit einem Hochleistungslüfter entfernte die Feuerwehr das Gas aus dem Kellerbereich. Danach nahm der Markt die Kühlanlage außer Betrieb.

Später rief ein weiterer Einsatz die Feuerwehr in ein Wohnhaus im Westend. Dort hatten Arbeiten im Erdgeschoss eine Erdgasleitung beschädigt. Das Gas trat hör- und riechbar aus. Die Kräfte räumten die betroffene Wohnung, dichteten die Leitung provisorisch ab und sperrten die Gasversorgung des Gebäudes.

CO₂-Flasche in Lokal undicht

In der Nacht auf Sonntag löste außerdem die Gefahrstoffmeldeanlage eines geschlossenen Lokals in der Altstadt aus. Die Feuerwehr kontrollierte den Bereich mit Messgeräten und sperrte die Zugänge. Als Ursache fanden die Einsatzkräfte eine undichte 50-Liter-Kohlenstoffdioxidflasche einer Zapfanlage.

Da sich das Ventil nicht mehr vollständig schließen ließ, brachten die Kräfte die Flasche ins Freie und entleerten sie kontrolliert. Das im Kellerbereich angesammelte Kohlenstoffdioxid verringerte sich anschließend durch natürliche Belüftung.

Die Wochenendeinsätze der Feuerwehr München zeigen, wie unterschiedlich die Gefahrenlagen innerhalb weniger Stunden ausfallen können. Von einem schweren Verkehrsunfall über einen Vegetationsbrand bis zu mehreren Gasaustritten arbeiteten Feuerwehr, Rettungsdienst und weitere Beteiligte zahlreiche Einsatzstellen ab. Weitere Informationen veröffentlicht die Pressestelle der Feuerwehr München.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

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