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Wochenendrückblick der Feuerwehr München

17. August 2026 6 Minuten gelesen
Feuerwehr München im Dauereinsatz

Feuerwehr München im Dauereinsatz: Gefahrgut, Wasserrettung, Brände und schwerer Unfall

Ein arbeitsreiches Wochenende liegt hinter den Einsatzkräften in München. Von Freitag bis in die Nacht zum Montag beschäftigten mehrere Gefahrguteinsätze, eine dramatische Wasserrettung, zwei Brände und ein Verkehrsunfall die Feuerwehr. Die Feuerwehr München im Dauereinsatz musste dabei ganz unterschiedliche Einsatzlagen bewältigen.

Drei Gefahrguteinsätze am Freitag

Der erste Einsatz begann am Freitagvormittag um 9.19 Uhr am Bahnhof Milbertshofen. Dort wurde ein Leck an einem Kesselwagen gemeldet. Noch vor dem Eintreffen des Gefahrgutzuges stoppten Mitarbeitende der Deutschen Bahn und der Bundespolizei den Austritt von Benzin an einem Flansch. Sie fingen die ausgelaufene Flüssigkeit mit Müllsäcken auf.

Ein Mitarbeiter hatte während der Arbeiten vermehrt Benzindämpfe eingeatmet. Der Rettungsdienst betreute ihn. Die Feuerwehr kontrollierte anschließend das Leck und verpackte das ausgelaufene Benzin fachgerecht.

Um 17.08 Uhr rückte der Umweltdienst zum Umschlagbahnhof Riem aus. Dort war wegen eines undichten Anschlussflansches eine geringe Menge eines giftigen und ätzenden Stoffes aus einem Güterwaggon ausgetreten. Die Einsatzkräfte fingen den Stoff auf, dichteten den Flansch ab und überprüften die Dichtigkeit mit Messgeräten. Anschließend bewegte die Bahn den Waggon auf ein Havariegleis.

Der dritte Gefahrguteinsatz folgte um 23.32 Uhr in einer Tiefgarage in der Greyerstraße. Einsatzkräfte nahmen dort einen starken unangenehmen Geruch wahr, konnten mit ihren Messgeräten jedoch keinen Gefahrstoff feststellen. Nach längerer Suche fanden sie die Ursache: Bei einem Pkw tropfte Flüssigkeit aus einer Starterbatterie auf heiße Bremsscheiben. Dabei entstand ein Aerosol. Das Fahrzeug wurde aus der Tiefgarage entfernt und die Batterie abgeklemmt.

Bei allen drei Einsätzen bestand laut Feuerwehr zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung. Weitere Berichte über Einsätze der Münchner Feuerwehr finden sich unter anderem in unserem Beitrag zum Fahrzeugbrand in einer Münchner Tiefgarage.

Zwei Mädchen im Heimstettener See untergegangen

Am Samstag folgte um 17.40 Uhr ein umfangreicher Wasserrettungseinsatz am Heimstettener See im Landkreis München. Ein 8-jähriges und ein 15-jähriges Mädchen waren im See untergegangen. Badegäste retteten die beiden aus dem Wasser.

Da zunächst nur ein Mädchen an Land gebracht werden konnte und sofort wiederbelebt werden musste, alarmierte die Leitstelle einen umfangreichen Wasserrettungseinsatz. Neben Freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis, Wasserwacht und DLRG rückte auch eine Wasserrettungseinheit der Berufsfeuerwehr an.

Noch vor deren Eintreffen brachten Helfer auch das zweite Mädchen aus dem Wasser. Auch bei ihr war eine Reanimation notwendig. Beide Mädchen kamen anschließend in Münchner Kliniken. Mehrere Teams der Psychosozialen Notfallversorgung kümmerten sich um Angehörige, Zeuginnen und Zeugen sowie Einsatzkräfte.

Feuer im Kirchenschiff beschäftigt Einsatzkräfte fünf Stunden

Nur kurze Zeit später ging es für die Feuerwehr München im Dauereinsatz weiter. Um 18.29 Uhr meldete ein Anrufer ein Feuer im Mittelschiff einer Kirche am Wettersteinplatz. Auf den Bildern der Fernerkundungsdrohne war zunächst keine Rauchentwicklung erkennbar.

Auf dem Weg in die Kirche entdeckten die Einsatzkräfte jedoch Flammen am Dach des Kirchenschiffes. Der Einsatzleiter erhöhte sofort die Alarmstufe und forderte weitere Kräfte an.

Parallel zur Brandbekämpfung im Gebäude setzte die Feuerwehr zwei Drehleitern ein. Die Flammen hatten bereits die Dachhaut erreicht. Nach rund eineinhalb Stunden löschten die Kräfte den Brand und sämtliche Glutnester. Wegen der Wetterprognose brachten sie anschließend ein Notdach an der Kirche an. Personen waren nicht gefährdet. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Automatisierte Drohnen spielen bei der Einsatzplanung in München bereits eine Rolle. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag über automatisierte Drohnen bei der Feuerwehr München.

Garage in Harlaching steht in Vollbrand

Am Sonntagmorgen folgte um 3.30 Uhr der nächste größere Einsatz. In der Naupliastraße in Harlaching stand eine Garage beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits in Vollbrand.

Die Feuerwehr begann sofort mit der Brandbekämpfung. Vorsorglich brachten die Einsatzkräfte acht Bewohnerinnen und Bewohner des angrenzenden Wohnhauses in Sicherheit. Mehrere Atemschutztrupps löschten das Feuer mit zwei Schlauchleitungen innerhalb von rund 30 Minuten. Alle Bewohner konnten unverletzt zurückkehren.

Doch um 6.23 Uhr musste erneut ein Löschzug anrücken, weil sich das Brandgut wieder entzündet hatte. Mehrere Trupps arbeiteten rund drei Stunden. Sie öffneten den Dachstuhl der Garage und räumten ihn komplett aus, um sämtliche Glutnester abzulöschen.

Zwei spätere Kontrollen ergaben keine weitere Gefahr. Angaben zur Schadenshöhe und Brandursache liegen der Feuerwehr nicht vor. Die Polizei ermittelt. Einen weiteren Münchner Brandeinsatz finden Sie in unserem Bericht über ein brennendes Mülltonnenhäuschen in München.

20-Jähriger überschlägt sich mit Ford

In der Nacht zum Montag endete das Einsatzwochenende mit einem Verkehrsunfall auf der Allacher Straße in Moosach. Um 1.12 Uhr rückten Feuerwehr und Rettungsdienst zu einem alleinbeteiligten Unfall aus.

Ein 20-Jähriger hatte aus ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Ford verloren. Der stadtauswärts fahrende Pkw kollidierte auf Höhe einer Waschstraße mit einem Ampelmast und einem Baum. Nach einigen Metern blieb das Fahrzeug auf dem Dach liegen.

Als Feuerwehr und Rettungsdienst eintrafen, hatte der Fahrer das Auto bereits verlassen. Ein Notarztwagen brachte den Verletzten in eine Münchner Klinik. Die Feuerwehr sicherte und beleuchtete die Unfallstelle. Außerdem entfernten die Einsatzkräfte den beschädigten Ampelmast und den Baum, um weitere Gefahren auszuschließen.

Nach rund drei Stunden endete der Einsatz für die 20 eingesetzten Kräfte. Zur Unfallursache und Schadenshöhe liegen der Feuerwehr keine Informationen vor. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Feuerwehr München im Dauereinsatz

Die verschiedenen Einsätze innerhalb weniger Tage zeigten die große Bandbreite der Aufgaben. Gefahrstoffe, Wasserrettung, Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung forderten die Einsatzkräfte nahezu rund um die Uhr.

Weitere Einsatzberichte finden Sie in unseren Bereichen News, Deutschland und Verkehr.

Weitere Informationen

Offizielle Informationen stellt die Feuerwehr München bereit. Informationen zu polizeilichen Ermittlungen veröffentlicht das Polizeipräsidium München.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

Erstellt mit Hilfe von KI

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