Kokain-Spuren führen zu Geldwäsche-Verdacht
Ende Februar führten Einsatzkräfte der Kontrolleinheit Verkehrswege Plattling des Hauptzollamts Landshut eine gezielte Kontrolle auf der Autobahn A3 durch. Am Parkplatz „Bayerischer Wald Nord“ überprüften die Beamtinnen und Beamten einen Pkw mit slowakischem Kennzeichen.
Fahrer macht widersprüchliche Angaben
Der 32-jährige Fahrer mit Wohnsitz in der Slowakei erklärte zunächst, er habe lediglich eine Schachtel Zigaretten sowie rund 1.000 Euro Bargeld bei sich. Er sei auf dem Weg nach Frankfurt, um dort eine Arbeitsstelle anzutreten.
Doch bei der anschließenden Kontrolle entdeckten die Zöllner auf der Rücksitzbank eine Tasche mit einem Karton. Auf Nachfrage gab der Fahrer an, den Inhalt nicht zu kennen und das Paket lediglich für eine andere Person zu transportieren.
Brisanter Fund im Fahrzeug
Beim Öffnen des Kartons machten die Einsatzkräfte eine entscheidende Entdeckung: In einem Müllsack befanden sich mehrere Bündel mit Euro-Banknoten. Insgesamt stellten die Beamten Bargeld in Höhe von 84.250 Euro sicher.
Ein durchgeführter Drogentest reagierte sowohl bei der Person als auch am Bargeld positiv auf Kokain. Daraufhin intensivierten die Einsatzkräfte die Kontrolle und setzten zwei speziell ausgebildete Zollhunde ein, die auf Bargeld und Betäubungsmittel spezialisiert sind. Weitere Funde machten die Beamten jedoch nicht.
Ermittlungen wegen Geldwäsche eingeleitet
Die Behörden leiteten gegen den 32-Jährigen ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Geldwäsche ein. Zusätzlich starteten sie ein sogenanntes Clearingverfahren, um die Herkunft und den Verwendungszweck des sichergestellten Bargelds zu klären.
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Regensburg übernahm das Zollfahndungsamt München die weiteren Ermittlungen.
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