Großeinsatz des Zolls im Kreis Steinfurt: Am Mittwochmorgen (14. Oktober 2026) haben Einsatzkräfte einen 38-jährigen Bauunternehmer festgenommen. Gegen den Mann liegt ein Haftbefehl des Amtsgerichts Münster vor. Die Ermittler vermuten einen Gesamtschaden von rund 885.000 Euro.
Zoll nimmt 38-Jährigen im Kreis Steinfurt fest
In den frühen Morgenstunden rückten Einsatzkräfte des Zolls zur Wohnadresse eines 38-jährigen Mannes im Kreis Steinfurt aus. Dort nahmen sie den Bauunternehmer aufgrund eines Haftbefehls fest.
Das Amtsgericht Münster hatte den Haftbefehl zuvor erlassen. Inzwischen befindet sich der Beschuldigte in Gerichtsgewahrsam.
Die Zoll Festnahme im Kreis Steinfurt steht im Zusammenhang mit umfangreichen Ermittlungen wegen mutmaßlich nicht gezahlter Sozialversicherungsbeiträge.
885.000 Euro Schaden durch mutmaßliche Verstöße
Nach Angaben des Hauptzollamts Münster leitete der 38-Jährige zwischen 2020 und 2024 mehrere Bauunternehmen. Ab 2023 führte er die Geschäfte gemeinsam mit einem Partner.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ermittelte bereits seit längerer Zeit gegen die Verantwortlichen. Schon in den Jahren 2023 und 2024 fanden zwei Durchsuchungen statt.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Beschuldigten ihre Beschäftigten entweder überhaupt nicht oder nur unzureichend zur Sozialversicherung anmeldeten.
Außerdem sollen die Unternehmer vorgeschriebene Beiträge an die Sozialkassen der Bauwirtschaft, kurz SOKA-BAU, nicht gezahlt haben.
Zusammen mit weiteren mutmaßlichen Delikten entstand nach vorläufigen Berechnungen ein Gesamtschaden von rund 885.000 Euro.
Knapp 40 Zollkräfte und zwei Bargeldspürhunde im Einsatz
Mit der Zoll Festnahme im Kreis Steinfurt endete der Einsatz noch nicht. Knapp 40 Zöllnerinnen und Zöllner durchsuchten mehrere Objekte.
Die Einsatzkräfte kontrollierten die Wohnadresse des festgenommenen Mannes, die Wohnung seines Geschäftspartners sowie den aktuellen Firmensitz.
Zwei Bargeldspürhunde unterstützten die Durchsuchungen. Die Ermittler suchten insbesondere nach Hinweisen auf Vermögenswerte.
Zoll wertet sichergestellte Datenträger aus
Nach dem Einsatz stehen weitere Ermittlungen an. Der Zoll will in den kommenden Wochen die sichergestellten Datenträger auswerten.
Verena John, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Münster, erklärte, dass die Ermittler vor allem Vermögenswerte suchen. Diese könnten zur Deckung des entstandenen Schadens dienen.
Die Zoll Festnahme im Kreis Steinfurt bildet damit einen weiteren Schritt in dem umfangreichen Ermittlungsverfahren.
Ermittlungen dauern weiter an
Ob die Ermittler weitere Vermögenswerte finden und welche Ergebnisse die Auswertung der Datenträger liefert, bleibt zunächst offen.
Für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Weitere Informationen zur Arbeit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit bietet der deutsche Zoll.
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