Zwei gestohlene Fahrzeuge aus dem Rhein-Herne-Kanal geborgen
Feuerwehr und Wasserschutzpolizei beenden anspruchsvolle Bergungseinsätze
Einsatzkräfte der Feuerwehr bargen innerhalb weniger Tage gleich zwei gestohlene Fahrzeuge aus dem Rhein-Herne-Kanal. Die Bergungen erfolgten am 27. November um 17:48 Uhr sowie am 2. Dezember gegen 20:30 Uhr zwischen den Schleusen Duisburg-Meiderich und Oberhausen-Lirich. Die Wasserschutzpolizei unterstützte beide Einsätze, während der Kanalabschnitt jeweils für die Schifffahrt gesperrt wurde.
Erster Fall: Gestohlener Renault Clio taucht im Kanal auf
Ein 78-jähriger Duisburger meldete bereits am 26. August den Diebstahl seines schwarzen Renault Clio. Er hatte das Fahrzeug am Vortag an der Fiskusstraße in Neumühl abgestellt. Das Kriminalkommissariat 34 übernahm sofort die Ermittlungen und sicherte Spuren am Tatort.
Am 27. November meldete ein Zeuge schließlich, dass ein Pkw in den Rhein-Herne-Kanal versenkt wurde. Feuerwehr und Polizei lokalisierten das Fahrzeug am Grund des Kanals und ließen den Renault Clio bergen. Im Inneren befand sich keine Person. Die Schifffahrtssperre blieb bis 1:40 Uhr am 28. November bestehen. Ermittlungen bestätigten, dass es sich eindeutig um den gestohlenen Wagen des 78-Jährigen handelte.
Zweiter Fall: Drei Autos gestohlen – BMW X1 im Kanal versenkt
Ein weiterer schwerer Diebstahl ereignete sich am 23. November, als ein 30-jähriger Betreiber eines Gebrauchtwagenhandels an der Theodor-Heuss-Straße drei Fahrzeuge als entwendet meldete: einen Jeep Grand Cherokee, einen BMW X1 und einen Chrysler Voyager Flexfuel. Die Ermittler gehen aufgrund der Spurenlage derzeit von mehreren Tätern aus.
Am Abend des 2. Dezember meldete ein 45-jähriger Oberhausener, dass Unbekannte einen BMW X1 in Höhe Oberhausen-Lirich in den Kanal gefahren hatten. Der Zeuge beobachtete, wie die Täter anschließend in einem weißen Kleinwagen flohen. Taucher lokalisierten das Fahrzeug und bestätigten, dass sich niemand darin befand. Auch hier galt für mehrere Stunden eine Schifffahrtssperre, die am 3. Dezember um 00:20 Uhr aufgehoben wurde. Die Kriminalpolizei sicherte umfassend Spuren.
Zusammenhang der Taten noch unklar – Kripo sucht Zeugen
Das Kriminalkommissariat 34 prüft derzeit, ob zwischen beiden Diebstahlsserien ein Zusammenhang besteht. Parallel fahndet die Polizei nach den noch verschwundenen Fahrzeugen Jeep Grand Cherokee und Chrysler Voyager Flexfuel. Die Ermittler wollen klären, wer die gestohlenen Autos entwendete und wer sie letztlich im Rhein-Herne-Kanal versenkte.
Die Kripo bittet dringend weitere Zeuginnen und Zeugen um Hinweise. Wer verdächtige Beobachtungen in Duisburg oder Oberhausen gemacht hat, soll sich unter der Telefonnummer 0203 2800 melden.
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