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Zwei tote Gorillas im Zoo Basel: Silberrücken verletzt Artgenossen tödlich

18. Juli 2026 4 Minuten gelesen
Zwei tote Gorillas im Zoo Basel nach schweren Auseinandersetzungen

Zwei tote Gorillas im Zoo Basel: Silberrücken Yeba verletzt Artgenossen tödlich

Zwei tote Gorillas im Zoo Basel sorgen derzeit für große Bestürzung. Innerhalb nur eines Tages verlor die Gorillagruppe ein elf Jahre altes Männchen sowie ein erst vier Tage altes Jungtier. Für beide tödlichen Verletzungen war nach Angaben des Zoos der 14-jährige Silberrücken Yeba verantwortlich.

Die dramatischen Vorfälle ereigneten sich am Dienstag, 14. Juli 2026, im Zoo Basel in der Schweiz. Zunächst kam es zu einer schweren Auseinandersetzung zwischen Yeba und dem kastrierten Gorilla-Männchen Mobali. Noch am selben Tag wurde außerdem ein neugeborenes Jungtier tödlich verletzt.

Zwei tote Gorillas im Zoo Basel nach schweren Angriffen

Seit Yeba im Oktober 2025 aus dem französischen Zoo Thoiry nach Basel gekommen war, verlief seine Eingewöhnung nicht vollständig reibungslos. Obwohl die Zusammenführung zunächst als gelungen galt, beobachteten die Tierpfleger immer wieder Spannungen zwischen dem neuen Silberrücken und Mobali.

Schließlich eskalierte die Situation. Yeba biss Mobali nach Angaben des Zoos schwer in den Genitalbereich. Die Verletzung war so gravierend, dass das Tier nicht mehr normal urinieren konnte. Deshalb entschied das tierärztliche Team, den elfjährigen Gorilla von seinem Leiden zu erlösen.

Der Zoo hatte zuvor bereits Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere geschaffen. Außerdem beobachteten die Mitarbeiter die Entwicklung innerhalb der Gruppe engmaschig. Dennoch konnten sie die folgenschwere Auseinandersetzung nicht verhindern.

Vier Tage altes Gorilla-Baby tödlich verletzt

Nur kurze Zeit später ereignete sich ein weiterer tragischer Zwischenfall. Yeba nahm das erst vier Tage alte Jungtier von seiner Mutter Joas an sich. Anschließend ließ er die 37-jährige Gorillamutter offenbar nicht mehr an ihr Baby heran.

Daraufhin kam es zu Rangeleien zwischen den Elterntieren. Während dieser Auseinandersetzung biss Yeba das Jungtier in den Brustbereich. Nach Einschätzung des Zoo Basel geschah diese Verletzung vermutlich unbeabsichtigt. Dennoch überlebte das kleine Gorilla-Weibchen den Biss nicht.

Für Yeba war es das erste eigene Jungtier. Mutter Joas hatte dagegen bereits vier weitere Jungtiere zur Welt gebracht. Der erneute Verlust trifft die erfahrene Gorillamutter daher besonders schwer.

Gorillamutter Joas trägt ihr totes Baby weiter bei sich

Nach dem Tod nahm Joas ihr Jungtier wieder an sich. Seitdem trägt sie den leblosen Körper weiterhin durch das Gehege. Der Zoo greift bewusst nicht ein, denn dieses Verhalten gilt bei Gorillas als natürlicher Teil der Trauer und des Abschiednehmens.

Auch über mehrere Tage oder sogar Wochen können Gorillamütter ihre verstorbenen Jungtiere bei sich behalten. Deshalb erhält Joas nun die notwendige Zeit, um den Verlust auf ihre eigene Weise zu verarbeiten.

Zoo beobachtet Gorillagruppe besonders aufmerksam

Nach den beiden Todesfällen besteht die Gruppe neben Yeba und Joas noch aus den Weibchen Adira, Makala und Qaziba. Der Zoo beobachtet die Tiere weiterhin sehr genau. Außerdem tauschen sich die Verantwortlichen mit externen Fachleuten aus.

Besonders wichtig ist die weitere Entwicklung, weil in der Gruppe zusätzlicher Nachwuchs erwartet wird. Daher wollen die Tierpfleger mögliche Spannungen frühzeitig erkennen und die Sicherheit der Tiere bestmöglich gewährleisten.

Das Affenhaus bleibt nach bisherigen Angaben geöffnet. Besucher können sich auf der Internetseite des Zoo Basel über aktuelle Entwicklungen informieren.

Warum töten männliche Gorillas manchmal Jungtiere?

Das Töten von Jungtieren durch männliche Gorillas ist aus freier Wildbahn bekannt. Allerdings handelt es sich dabei meistens um Nachwuchs, der von einem anderen Silberrücken stammt. Im aktuellen Fall war Yeba selbst der Vater des Jungtiers. Deshalb wirft der Vorfall bei den Verantwortlichen zusätzliche Fragen auf.

Gorillas besitzen komplexe soziale Strukturen. Veränderungen innerhalb einer Gruppe können daher zu Spannungen führen. Weitere Informationen über Gorillas und ihren Schutz stellt unter anderem der WWF Deutschland bereit.

Weitere Nachrichten aus Deutschland und dem Ausland finden Leser regelmäßig beim Blaulicht Report MYK.

Die beiden Todesfälle zeigen auf tragische Weise, wie schwierig und unvorhersehbar die soziale Dynamik innerhalb einer Gorillagruppe sein kann.

Weitere internationale Polizei-, Einsatz- und Unglücksmeldungen finden Sie bei Police Report Worldwide.

 

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