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Zwillingsbabys Opfer der Hitzewelle

30. Juni 2026 3 Minuten gelesen
15 Monate alte Zwillinge sterben in Frankreich

15 Monate alte Zwillinge sterben in Frankreich – Polizei untersucht Familiendrama nach Hitzewelle

In der nordfranzösischen Gemeinde Beuvrages bei Valenciennes sind zwei 15 Monate alte Zwillingsmädchen tot aufgefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler könnte starker Wassermangel während der extremen Hitze eine Rolle gespielt haben. Die Behörden haben umfangreiche Ermittlungen zur genauen Todesursache aufgenommen.

Rettungskräfte finden zwei Kleinkinder leblos vor

Die Eltern alarmierten am Montagnachmittag selbst den Rettungsdienst. Als die Einsatzkräfte am Wohnhaus eintrafen, konnten sie den beiden Mädchen jedoch nicht mehr helfen. Nach Angaben französischer Medien hatte bereits die Leichenstarre eingesetzt.

Neben den verstorbenen Zwillingen befanden sich vier weitere Geschwister im Alter zwischen drei und sechs Jahren im Haus. Die Kinder litten unter starker Dehydrierung und mussten zur medizinischen Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Eines der Kinder transportierte ein Rettungshubschrauber aufgrund seines kritischen Zustands.

Eltern in Polizeigewahrsam

Die Eltern befinden sich derzeit in Polizeigewahrsam. Die französischen Ermittlungsbehörden prüfen die Umstände, die zu dem Tod der beiden Kleinkinder geführt haben. Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleibt die genaue Todesursache offen.

Ob tatsächlich Wassermangel infolge der hohen Temperaturen für den Tod der Kinder verantwortlich war, soll unter anderem eine Obduktion klären.

Familie war den Behörden bislang nicht bekannt

Nach Angaben von Nachbarn war die Familie erst vor rund zwei Monaten nach Beuvrages gezogen. Gegenüber französischen Medien beschrieben Anwohner die Familie als unauffällig. Auch den zuständigen Sozialbehörden sollen die Eltern bislang nicht bekannt gewesen sein.

Extreme Hitze in weiten Teilen Frankreichs

In den vergangenen Tagen herrschte in großen Teilen Frankreichs eine außergewöhnliche Hitzewelle. Für Nordfrankreich galt zeitweise die höchste Hitzewarnstufe Rot. Die Temperaturen erreichten örtlich rund 35 Grad Celsius. Erst seit dem Wochenende gingen die Werte wieder spürbar zurück.

Die französischen Behörden warnen bei extremen Temperaturen regelmäßig davor, insbesondere Säuglinge und Kleinkinder ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen und sie vor direkter Hitze zu schützen.

Ermittlungen dauern an

Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort. Bislang liegen keine offiziellen Angaben darüber vor, wie lange sich die Kinder ohne ausreichende Versorgung im Haus befanden oder welche weiteren Umstände zu der Tragödie geführt haben. Die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchungen sollen nun Aufschluss über die genaue Todesursache geben.

Weitere Informationen wollen die französischen Behörden nach Abschluss der ersten Ermittlungen veröffentlichen.

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Offizielle Informationen: Französisches Innenministerium

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