Altenahr. Radfahrer müssen sich beim Ahr-Radweg bei Altenahr weiter gedulden. Der rund zwei Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Bahnhof Altenahr und der zerstörten Radwegebrücke bei Reimerzhoven kann nicht wie ursprünglich vorgesehen freigegeben werden. Eigentlich sollte der Radverkehr dort bereits im September 2026 wieder rollen.
Der Grund für die Verzögerung liegt nicht bei den eigentlichen Arbeiten am Radweg. Stattdessen beeinflussen zwei angrenzende Baustellen den weiteren Bauablauf. Das Projektbüro Wiederaufbau Ahrtal des LBM Cochem-Koblenz stimmt die nächsten Schritte mit den beteiligten Stellen ab.
Arbeiten am Ahr-Radweg bei Altenahr kamen gut voran
Zunächst liefen die Arbeiten planmäßig. Während der Sperrpause der Ahrtalbahn in den ersten beiden Wochen der Sommerferien konnten die Verantwortlichen mehrere wichtige Arbeiten bündeln.
Unter anderem entstand eine notwendige Winkelstützwand. Außerdem erhielt bereits ein großer Teil des neuen Radwegs seine Asphaltdecke. Der Baufortschritt entwickelte sich zeitweise sogar so gut, dass eine frühere Freigabe möglich erschien.
Doch inzwischen bremsen zwei benachbarte Baumaßnahmen den Ahr-Radweg bei Altenahr aus.
Große Baugrube am Bahnhof Altenahr
Eine der Baustellen befindet sich direkt am Bahnhof Altenahr. Dort laufen Arbeiten an einer Stützmauer. Sie entsteht im Rahmen des Hochwasserschutzes im Auftrag der Kreisverwaltung für die Ortsgemeinde Altenahr.
Für den Bau benötigen die Verantwortlichen eine großflächige Baugrube. Diese beansprucht über mehrere Meter nahezu die gesamte Breite des künftigen Radwegs.
Deshalb können die abschließenden Arbeiten in diesem Bereich erst starten, wenn die Baugrube wieder verfüllt und die Fläche entsprechend hergestellt wurde.
Auch bei Reimerzhoven fehlen noch Vorarbeiten
Eine zweite Verzögerung betrifft den Bereich östlich des Viadukts in Richtung Reimerzhoven. Die Deutsche Bahn hatte dort für den Wiederaufbau der Ahrtalbahn eine Baustraße angelegt.
Diese Baustraße soll nun verschwinden. Anschließend muss die Böschung wiederhergestellt werden. Die dafür erforderlichen Planungen befinden sich derzeit noch im Genehmigungsverfahren bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord.
Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann der Radweg auch dort endgültig fertiggestellt werden.
Provisorische Lösung für Radfahrer wird geprüft
Die noch fehlenden Arbeiten am Ahr-Radweg bei Altenahr müssen deshalb zunächst warten. Allerdings prüfen die Verantwortlichen derzeit, ob eine provisorische Lösung möglich ist.
Dabei kommt auch eine kurze Schiebestrecke infrage. Voraussetzung bleibt jedoch, dass Radfahrer den Bereich trotz des laufenden Baustellenbetriebs sicher nutzen können. Die Sicherheit soll bei allen Überlegungen an erster Stelle stehen.
Einen neuen verbindlichen Termin für die Fertigstellung gibt es derzeit noch nicht. Das Projektbüro Wiederaufbau Ahrtal will informieren, sobald eine belastbare Terminplanung vorliegt.
Ziel bleibt eine schnelle Freigabe
Das Projektbüro bedauert die erneute Verzögerung. Gleichzeitig sollen die noch erforderlichen Arbeiten nach dem Fortschritt der angrenzenden Baustellen möglichst schnell abgeschlossen werden.
Der Wiederaufbau des Ahr-Radwegs gehört weiterhin zu den großen Infrastrukturprojekten im Ahrtal. Weitere Informationen zum Wiederaufbau und zum aktuellen Stand des Radwegs stellt der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz bereit.
Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.
Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.
