Drei scharfe Schusswaffen gefunden
Weilburg/Grävenwiesbach/Dietenhausen. Ein Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 456 hat am Donnerstagabend zu einem brisanten Fund geführt. Auf der Strecke zwischen Grävenwiesbach und Dietenhausen verunfallte ein Audi A6 mit französischer Zulassung. Nach ersten Erkenntnissen geriet das Fahrzeug bei winterglatten Straßenverhältnissen außer Kontrolle, da es offenbar mit Sommerreifen unterwegs war.
Fahrer stand unter Drogeneinfluss und hatte keine Fahrerlaubnis
Während der Unfallaufnahme wurden die Beamten der Polizeistation Weilburg besonders aufmerksam. Sie stellten fest, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Zusätzlich verfügte der Mann über keine gültige Fahrerlaubnis. Die Polizei leitete umgehend entsprechende Maßnahmen ein und brachte den Fahrer für weitere Schritte zur Dienststelle.
Fußspuren führen in den Wald – Waffen in Plastiktüte versteckt
Doch damit nicht genug: Im Rahmen der Unfallaufnahme bemerkten die Einsatzkräfte Fußspuren, die vom Unfallfahrzeug aus über die Straße hinweg rund 15 Meter in ein Waldstück führten – und anschließend wieder zurück. Die Beamten folgten der Spur und entdeckten dabei einen versteckten Gegenstand hinter einem Baum.
In einer Plastiktüte lagen drei scharfe, jedoch nicht geladene Schusswaffen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um drei Handfeuerwaffen im Kaliber 9 mm. Damit konnten die Beamten in kurzer Zeit drei scharfe Schusswaffen gefunden und sichern.
Zwei Männer festgenommen – Sicherheitsleistung nach Rücksprache mit Staatsanwaltschaft
Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige im Alter von 19 und 26 Jahren fest. Beide Männer sollen türkischer Herkunft sein und wurden für weitere polizeiliche Maßnahmen zur Polizeistation Weilburg gebracht. Dort ordneten die Beamten beim Fahrer eine Blutentnahme an.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft mussten die Festgenommenen eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Die Beamten stellten die Waffen sicher und übergaben den Fall an die zuständigen Ermittler.
Kriminalpolizei Limburg übernimmt Ermittlungen
Die Kriminalpolizei in Limburg führt nun die weiteren Ermittlungen. Hinweise darauf, dass mit den Waffen bereits Straftaten begangen wurden, liegen nach aktuellem Stand nicht vor. Dennoch bleibt der Fund hochsensibel, da die Täter offenbar versuchten, die Waffen unmittelbar nach dem Unfall zu verstecken.
Welche Vorwürfe jetzt im Raum stehen
Die beiden Männer müssen sich nun in einem Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Gegen den Fahrer kommen weitere Vorwürfe hinzu: Er soll ohne Fahrerlaubnis gefahren sein und zudem unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilgenommen haben.
Der Fall zeigt erneut, wie wichtig eine gründliche Unfallaufnahme ist: Weil die Beamten konsequent handelten, konnten sie drei scharfe Schusswaffen gefunden und aus dem Verkehr ziehen.
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