Belästigung in Berliner S-Bahn führt zu gewalttätiger Eskalation
Ein Vorfall in einer Berliner S-Bahn hat am Samstagabend für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt. Nachdem ein Mann während der Fahrt mehrere Reisende belästigt haben soll, eskalierte die Situation und endete in einer handfesten Auseinandersetzung. Die Belästigung in der Berliner S-Bahn führte schließlich zu einer vorläufigen Festnahme durch Einsatzkräfte.
Jugendlicher greift ein und wird angegriffen
Gegen 19:50 Uhr soll der 31-jährige Mann während der Fahrt mit einer S-Bahn der Linie S1 zwei junge Mädchen bedrängt haben. Ein 16-jähriger Mitreisender bemerkte das Verhalten und stellte den Mann zur Rede. Er forderte ihn deutlich auf, sein Verhalten sofort zu unterlassen. Statt einzulenken, reagierte der Mann aggressiv.
Nach Angaben der Polizei schlug der Tatverdächtige dem Jugendlichen mit seiner Jacke und verletzte ihn dabei an der Hand. Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung zwischen beiden Personen. Die Situation spitzte sich weiter zu, als eine Glasflasche zu Bruch ging.
Angriff mit Glasflasche in der S-Bahn
Der 31-Jährige soll anschließend versucht haben, den Jugendlichen mit der zerbrochenen Glasflasche am Oberkörper und am Kopf zu treffen. Andere Fahrgäste alarmierten daraufhin die Polizei. Beim Halt am S-Bahnhof Schöneberg griffen Einsatzkräfte der Bundespolizei sowie der Polizei Berlin ein und nahmen den Mann vorläufig fest.
Die Ermittler leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein. Der Tatverdächtige gilt als bereits einschlägig polizeibekannt. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,19 Promille.
Rettungseinsatz und weitere Ermittlungen
Da der alkoholisierte Mann über Schmerzen klagte, brachten Rettungskräfte ihn zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Der verletzte Jugendliche benötigte nach ersten Erkenntnissen keine stationäre Behandlung.
Die Belästigung in der Berliner S-Bahn zeigt erneut, wie schnell Zivilcourage in gefährliche Situationen umschlagen kann. Die Bundespolizei appelliert an Fahrgäste, in solchen Fällen umgehend das Zugpersonal oder die Polizei zu informieren.
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